Bank Vontobel, oho: +4,58% innert einer Woche für die schönste Börsenbraut auf dem Bankenplatz Zürich. Auch der Bündner Bankentorero und Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz kann sich des Höhenflugs erfreuen: Um 25% hat seine Beteiligung an Wert seit Jahresanfang hinzugewonnen. Eines ist klar: Es wird bald zum ultimativen Showdown kommen – entweder tritt das Management die Flucht nach vorne an oder die Vontobel wird zu einem möglichst hohen Preis verkauft. Sieger bei allen Szenarien: Pierin Vincenz (halten, Kursziel von 26.25 Franken erreicht).

Martullo-Blocher nicht zu stoppen: Wie von der Börsentarantel gestochen erklimmen die Valoren der EMS Chemie auf Wochenbasis neue Höchststände. Ende Dezember sollte bei der Präsentation neuer Produktlinien die Marke von 222 Franken (aktuell: 215.70) erreicht werden. Insbesondere deutsche institutionelle Anleger sind am Kaufen und das verspricht eine tolle Jahresend-Rally, obwohl der Titel schon 35,58% in diesem Jahr hinzugewonnen hat (halten – Kursziel 222 Franken).

Durchhalteparolen nonstop: Die Hoffnung stirbt zuletzt, ist meine Schlussfolgerung, wenn ich die schon fast kühnen Prognosen in Sachen Meyer Burger lese. Der Solarkönig vom Thunersee ist auch bei einem Kursverlust von nahezu 50% über ein Jahr kein Börsenschnäppchen. Erst bei einem Wert von unter 10 Franken pro Aktie ist das Papier eine vertiefte Analyse wert (abwarten).

Auf Hochtouren bei Swiss Life: Der Lebensversicherer befindet sich in Topform. Die Erfolgsbilanz der unterbewerteten Perle beträgt fürs Jahr satte 40,51%. Einziger Malus ist die anlaufende Prozesswelle in Sachen AWD. Am Donnerstag ist es zu ersten Auftaktverhandlungen in Wien gekommen. Streitsumme: tiefe 20 000 Euro. Doch aufgepasst, Kläger wie Beklagter haben sich mit Staranwälten umgeben und dabei wird es zu einem grossen Präzedenzfall unter allen Prämissen kommen. Zeugen wurden sogar per Videoschaltung einvernommen. Die Causa AWD könnte der Swiss Life in einem ersten Schritt bis zu 300 Millionen Franken kosten (halten – Kursziel 128 Franken).

Netter Abschreiber für die Credit Suisse: Mit rund 8% ist diese an der Aragon Financial Services aus Deutschland beteiligt und wird wie die Finanzriesen Axa und Citigroup einen Verlust aus diesem Engagement herausziehen. Mit 88,99% innert fünf Jahren fällt der Kursverlust massiv aus – und dies, obwohl der Börsenwert des nun spekulativen Papiers innert Monatsfrist um 25% anstieg.

Zügig nach oben: Die Aktie der $wiss Re stürmt weiterhin unentwegt Richtung neue Höchststände. Das Kurspotenzial ist noch nicht ausgeschöpft, der erste Marschhalt wird bei der Marke von 68 Franken liegen. Das Verschreiben von gedeckten Calloptionen auf sechsmonatiger Basis würde ich denjenigen empfehlen, die den Fünfer und das Weggli haben möchten – was in Anbetracht eines Zuwachses von 37,12% aufs Jahr mehr als gerechtfertigt ist (halten – Kursziel 68 Franken).

Roche, Kursvitamin für Ihr Portfolio: Alles richtig macht momentan Roche-CEO Severin Schwan. Die internationale Anlegerschaft ist schlichtweg begeistert. Der Basler Pharmakoloss wird auf Hochglanz getrimmt, Opportunitäten werden ausgenützt und die Marschrichtung konsequent auf zukunftsweisende Geschäftsfelder umgepolt. Trotz eines Börsenplus von nahezu 30% über die letzten zwölf Monate spielt die Börsenmusik weiterhin in Basel (halten).

Erfolg für die UBS: Satte 25,81% über ein Jahr beträgt die Rendite in Euro des UBS (LUX) European High Yield Fund (ISIN: LU0085995990) – über drei Jahre knapp 50%. Rund 850 Millionen Franken beträgt das verwaltete Volumen in dieser Anlageperle. Mit diesen Erfolgszahlen sollte in Bälde die Milliarden-Grenze gesprengt werden (kaufen – Topprodukt mit hohem Erfolgspotenzial).

Montagmorgen ist D-Day in Sachen Austriamicroystems: +171,88% seit dem 1.1.2012. Die Hoffnungen sind gross, dass erstmals die Marke von 108 Franken im Anschluss an die Quartalszahlen erreicht wird: Für Spannung auf dem Börsenparkett ist gesorgt.

Sämtliche Leserfragen werden beantwortet. Schreiben Sie Geldberater François Bloch ein E-Mail an: geld@sonntagonline.ch.

Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Der «Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.


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