Der Landmaschinengigant Bucher Holding aus Niederweningen ZH überzeugt auf der ganzen Linie: +38,3% innerhalb Jahresfrist. CEO Philip Mosimann baut mit dem Unternehmen ein industrielles Schmuckstück auf, das bis Ende 2014 eine Marktkapitalisierung von 3 Milliarden Franken erreichen wird. Der Titel ist immer noch leicht unterbewertet, aber keine Trouvaille mehr wie vor über zwei Jahren, als das Papier an dieser Stelle erstmals Schlagzeilen machte. (Halten)

> Endgültig abstossen würde ich den freiburgischen Börsen-Comet: +88,8% über die letzten zwölf Monate. Obwohl die Zukunftsaussichten intakt sind, auf diesem hohen Kursniveau heisst es schlicht und einfach Kasse machen. Gern überlasse ich das Feld den ganz grossen Spielern im schweizerischen Finanzsektor wie beispielsweise Thomas Matter oder der Swisscanto. (Verkaufen)

> Verabschieden würde ich mich auch im Fall des Börsenstars 2014, der Thalwiler U-Blox Holding: +19,6%, während der Swiss Performance Index in gleichen Zeitraum 0,1% verlor. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von aktuell 35.20 wird der Titel erstmals fundamental überbezahlt – nicht weiter schlimm, aber dies muss aufgrund meiner Chronistenpflicht vermerkt werden. (Verkaufen)

> Auch bei der Bad Ragazer Performancequelle, der Inficon, würde ich den Ausgang wählen. Alles gut und schön, aber 33,9% plus eine Dividende von netten 4,8% sind mehr, als ich mir je versprochen habe von der unentdeckten Industrieperle. (Verkaufen)

> Weiterhin sehr positiv gestimmt bin ich auf die Swiss Life. Doch auch an dem Wert werden die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten nicht spurlos vorübergehen. Als kleine Teilkaskoversicherung würde ich gedeckte Calls bei einem Ausübungspreis von 195 Franken verschreiben. (Gedeckte Calls)

> Sorry, liebe UBS, es gibt auch dieses Jahr an dieser Stelle keine präzise Gewinnschätzung zum Jahrergebnis 2013 – zu viele Komponenten wie Steuergutschriften oder Rückstellungen für allfällige Prozessrisiken lassen sich nicht abschätzen. Eines kann ich den UBS-Mitarbeitern im Investmentbanking aber schon heute versichern: Der Bonustopf fällt im Branchenvergleich sensationell aus: +21,8% laut letzten Hochrechnungen. Und der Personalabbau fällt geringer aus als ursprünglich geplant.

> Vor gut einer Woche gab es grossflächige Mutmassungen in der Finanzpresse, dass die Zahlen beim Winterthurer Textilmaschinenhersteller Rieter mehr als durchwachsen ausfallen würden. Aber, hallo, Bestellungseingang +50%, gibt es noch Fragen? Es lohnt sich mehr denn je, standhaft bei seiner Prognose zu bleiben. Eines ist klar: Peter Spuhler als Grossaktionär (19,2% der Aktienanteile) setzt wieder auf den richtigen Schweizer Nebenwert. (Halten)

> Erstmals kommen bei mir Zweifel auf bei der Cosmo Pharmaceuticals, dem italienischen Höhenflieger mit Gastrecht an der Schweizer Börse. Nicht, dass ich die anstehenden Produktentwicklungen als negativ betrachten würde, aber ein Zuwachs von nahezu +170% innerhalb Jahresfrist muss eigentlich zuerst einmal verdaut werden. Auch in meinem Bewertungsmodell kommen erstmals erste Warnzeichen auf – und das heisst verkaufen. Die nächsten Quartalszahlen kommen am 27. März 2014. Bis zu dem Zeitpunkt würde ich mit einem Neuengagement zuwarten. (Erstmaliger Verkauf)

> Weiterhin auf der sicheren Bank sitzen Sie mit der Zürich-Versicherung. Hier stimmt die Dividendenauszahlung mit 6,46% wirklich. Falls der Kurs nur leicht ansteigt, sollte mit einem gedeckten Callverkauf eine Jahresrendite von knapp 10% möglich sein. Für mich ist der Titel eine immer interessanter werdende Alternative zum Kauf reiner Obligationen. (Halten)

> Made in Japan war für uns eines der grossen Themen im vergangenen Jahr. Jetzt heisst es allerdings auch hier, die Gewinne einzukassieren. Stossen Sie, ohne mit der Wimper zu zucken, die hier empfohlenen Japan-Fonds ab. Die grossen institutionellen Anleger sind radikal dabei, ihre Positionen unter dem Motto «koste es, was es wolle» abzustossen: Es lohnt sich auch für Sie. (Verkaufen)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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