Die Berner Regionalbank Valiant (Börsensymbol: VATN SW) hat den Buchwert von 126 Franken (aktuell: 113.20 Franken) im Visier. Mit der Trittfestigkeit eines Zermatter Bergführers erklimmt die Bank auf Wochenbasis neue Höchststände an der Schweizer Börse. Hier dürfen Sie sich auch nicht durch nur einen temporären Steinschlag, sprich freitäglicher Kursverlust von 3,47% Prozent aus der Ruhe bringen lassen. Die Seilschaft mit dem neuen CEO Markus Gygax an der Spitze macht unaufgeregt einen Topjob. Und ein weltweiter Investmentgigant der Extraklasse – ich spreche hier nicht von Blackrock – baut hier wie ein Briefmarkensammler seine Positionen auf. Das nenne ich Value investment der allerersten Güteklasse. (Dranne bliibe)

> Auch in dieser Berichtswoche ist der Abwärtstrend bei Schmolz+Bickenbach (Börsensymbol: STLN SW) nicht zu stoppen: –4,55%. Der Kurszerfall für die Besitzer der Call Warrants (spekulative Kaufoptionen) hat sich nochmals akzentuiert. Und wie immer sind die lachenden Gewinner die emittierenden Banken. Am 29. September 2015 erhielt ich unerwartete Unterstützung durch die RBC Capital Markets (Konzern mit 74 214 Angestellten), die den Titel in einer Erststudie auf «underperform» gestellt hat. Nun, da der Titel nur noch knapp über einer Marktkapitalisierung von 500 Millionen Franken steht, stellen wir die Berichterstattung ein. Damit haben wir einen Start-Ziel-Sieg gegen internationale Investmenttitanen mit «deep pockets» erzielt, die wir mit unserer Verkaufs-empfehlung gekitzelt haben. (Time to say good bye)

> Spannend wird es nun bei der Winterthurer Sulzer (Börsensymbol: SUN SW). Wie korrekt vorhergesagt, schliesst der Titel mit einem Wochenminus von 2,84% ab. Trotz einer Jahresperformance von –11,23% würde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht einsteigen. Interessant ist in diesem Titel hingegen ein Aspekt, der bislang auf der Seite gelassen wurde: Der Cash-Bestand im Firmenvermögen nimmt einen immer höheren prozentualen Anteil ein. Eine mögliche Spezialausschüttung könnte dadurch unerwartete Käufer anlocken. Bei einem im internationalen Branchenvergleich sehr hohen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23.97 wäre dies Balsam auf die geschundene Aktionärsseele. Wir warten weiterhin ab und schauen uns das Objekt bei einem Kursstand von unter 90 Franken (aktuell: 94.15) wieder genauer an. (Abwarten ist angesagt)

> Ein alter Favorit, den wir nach einem mehr als sensationellen Kursverlauf im Jahr 2015 zum Verkauf gestellt haben, erklimmt neue Höhen an der Schweizer Börse. Es handelt sich um die VZ Holding (Börsensymbol: VZN SW). Mutige Anleger sollten hier nochmals zugreifen, das Geschäftsmodell überzeugt auf der ganzen Linie. Und beim 2,5 Milliarden Franken schweren Finanzanbieter geben sich immer mehr internationale Top-Investoren die Klinke in die Hand und kaufen gezielt Aktien hinzu. Laut einem meiner quantitativen Analysetools ist der Titel rund 14% mehr wert als zur aktuellen Stunde. (Strong buy für aggressive Investoren)

> Jetzt, wo Kardex, der Spezialist für Materialtransportbahnen (Börsensymbol: KARN SW) die Marktkapitalisierung von 500 Millionen Franken überschritten hat, darf ich Ihnen dieses Schmuckstück nicht mehr vorenthalten. Obwohl der Titel schon in diesem Jahr ein Kursplus von 51,99% aufweist, dürfen Sie auf den schnell fahrenden Börsenexpress aufsteigen. Speziell in Amerika stehen dem Unternehmen unbegrenzte Möglichkeiten offen. Für mich das absolute Highlight die fast schon sensationell anmutende Ausschüttungspolitik. Gestaffelt einkaufen mit Kurslimite, da es sich um einen mittelkapitalisierten Nebenwert handelt. (Gestaffelt einkaufen, absoluter Topwert)

> Ausnützen sollten Sie die temporäre Kursschwäche bei der UBS: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt unerwarteterweise unter der Marke von 15 Punkten. Ein Kauf macht auf diesem Niveau Sinn. Wichtig wie immer in solchen Fällen: Mit dem Kauf sollten Sie gleichzeitig einen gedeckten Call verschreiben und dies auf sechsmonatiger Basis. (UBS kaufen, aber nur in Kombination mit einem gedeckten Call)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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