> Wiederholt haben wir 2016 an dieser Stelle Aktien aus den USA empfohlen. Einen indirekten Ritterschlag gibt es dafür nun für die weltumspannende Privatbank Julius Bär (Börsensymbol: BAER VX): In ihrem Jahresausblick 2017 haben sieben ihrer zehn Top-Aktienempfehlungen ihren Hauptsitz in Amerika. Nach der UBS schlägt der Privatbanking-Champion von der Bahnhofstrasse damit noch dezidierter in die gleiche Kerbe.

> «Fasten your seat belts» heisst es mehr denn je beim US-Spezialisten für intelligente Speicherchips, dem 57 Milliarden US-Dollar schweren Koloss Nvidia (Börsensymbol: NVDA US): +230,89% beträgt die bisherige Jahresperformance 2016. Jetzt wird die globale Investmentbank Goldman Sachs (Börsensymbol: GS) heiss auf den Titel und schiesst damit den Vogel ab: Das Kursziel von Goldman erreicht schon fast stratosphärisches Niveau. Bleiben Sie ruhig: Der Börsenpoker geht in die nächste Runde. (Mit Goldman Sachs im gleichen Boot sitzen)

> Der Kampf in Sachen Bank of the Ozarks (Börsensymbol: OZRK US) kennt nur noch einen Sieger: unsere Leserschaft. Mit einem Jahresplus von 11,92% werden auch die US-Leitindexe in die Schranken verwiesen. Nun ist eine grosse US-Regionalbank scharf auf den 6,52 Milliarden US-$ schweren Titel geworden. Die Gewinnerwartungen fürs kommende Jahr werden auf 22,12% hochgeschraubt. Vorderhand gilt es Ruhe zu bewahren und noch nicht den Gewinnturbo in Form von gedeckten Calls einzusetzen. (The winner takes it all)

> Schon vorzeitig verteile ich die virtuelle Goldmedaille an Magdalena Martullo Blocher: Die Ems-Chemie (Börsensymbol: EMSN SW) wird im achten Jahr hintereinander mit einer positiven Börsenbilanz abschliessen. Jedenfalls werden die zahlreichen Martullo-Fans reichlich belohnt: Die Dividendenausschüttung eingeschlossen, beträgt die Gesamtperformance 2016 +20%. Und der Vater darf sich stolz auf die Schulter klopfen: Die Marktkapitalisierung beträgt nun 11,5 Milliarden Franken. Und als kleinen Gratistipp: Reinvestieren Sie die Ausschüttung in den Kauf neuer Aktien. Der Champion im Hause Blocher ist aber Tochter Miriam: Gut informierten Gerüchtequellen zufolge agierte sie in der Vergangenheit mit Optionen auf den Titel der Ems-Chemie. 2017 wird laut meinen Modellen zum neuen Rekordjahr. Da bleibt mir nur noch der Spruch von Anita Weyermann, dem ehemaligen schweizerischen Lauf-Ass: «Gring ache u seckle.» Auf die Blochers ist Verlass, wenn Sie Ihr Geld unter allen Marktumständen vermehren möchten. (Dauerkaufempfehlung)

> Obwohl als Heimwehbasler mein Herz für den Euroairport Basel schlägt, wird der Flughafen Zürich (Börsensymbol: FHZN SW) im Bereich der Billigflieger wertvolle Marktanteile hinzugewinnen. Der Krösus vom Rheinknie, Easyjet, mit einem Marktanteil von über 50%, wird ab dem Frühling 2017 die ganz grosse Expansion in Zürich einläuten. Die entsprechenden Planspiele werden momentan am Hauptsitz in Luton durchgeführt. Branchengerüchten zufolge stehen möglicherweise eine Vielzahl von Slots der Air Berlin zur Disposition. 2017 wird der Flughafen Zürich ein Passagierwachstum von über 6,2% bewältigen müssen. Und bei den Papieren steht laut meinen Berechnungen eine Sonderdividende an. (Nochmals abheben mit dem Flughafen Zürich)

> Der Westschweizer Verpackungspezialist Bobst Group (Börsensymbol: BOBNN SW) zeigt sich weiterhin von der besten Seite: +9,85% innerhalb eines Monats. Trotz einer bisherigen Jahresperformance von +62,10% dürfen Sie auf keinen Fall lockerlassen: 2017 wird Sie begeistern – und auch publizistische Störmanöver werden den Höhenflug des erfolgreichen Unternehmens nicht stoppen können. (Wir lieben Schweizer Spezialwerte)

> Leid tun mir die Retailinvestoren in Sachen Meyer Burger (Börsensymbol: MBTN SW): 60,67% beträgt seit dem 1. 1. 2016 der Kursverlust, und ich bin stolz, kein Jota von meiner Meinung abgerückt zu sein, dass dieser Wert seit Jahren in die Kategorie «Hände weg» gehört. Doch nun erreicht das Spektakel einen neuen traurigen Höhepunkt: der Ruf nach einer wirklich unabhängigen Untersuchung über den Kursverlauf der letzten Wochen. Sogar in Deutschland runzelt man die Stirn: Das Anlegermagazin «Börse Online» fordert unumwunden eine Analyse der Vorgänge bei Meyer Burger.

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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