Minus 33%: Das ist der Aktienverlust dieses Jahres bei der Berner Regionalbank Valiant. Nun befindet sich die Verkaufswelle in den letzten Zügen, die sorgfältig im Hintergrund orchestriert wurde, wie Börseninsider zu berichten wissen. Noch müssen Sie sich gedulden. Meine Prognose vom 29. Juli 2012 «abwarten, die Schnäppchenjagd beginnt in Bälde» hat sich somit als goldrichtig erwiesen. Bleiben Sie Stand-by: Bei Fr. 72.25 würde ich die erste Duftmarke als Käufer setzen. Nicht so lustig ist die ganze Sache für die Zürcher Kantonalbank (ZKB): Hier dürfte auf die 3%-Beteiligung ein Verlust von geschätzten 18 Millionen Franken eingefahren werden (abwarten).

Minus 6%: So viel beträgt der Wochenverlust beim Bodenleger Forbo. Keine Spur von Schnäppchenjagd, wie dies in elektronischen Finanzmedien angekündigt wurde. Bei mir leuchtet die Kaufampel erst grün auf, wenn die Marke von 500 Franken (aktuell: 539 Franken) nach unten durchschritten wird (abwarten).

Minus 0,4%: Ganz wacker hält sich Oerlikon. Hier wird auf niedriger Flamme die Aktie hochgekocht. Bis Ende 4. Quartal 2012 kommt es zu keinen spektakulären neuen Nachrichten, bevor der Brenner wieder hochgefahren wird (halten).

Plus 0,4%: Inficon, stark unterschätztes Hightech-Unternehmen aus Bad Ragaz, befindet sich in absoluter Topform. Die Dividendenrendite von 6,85% ist maximal – kein Wunder, langen die weltweit grossen Player der Fondsindustrie bei diesem Titel richtig zu (halten).

Plus 1,5%: Bei der Baselbieter Biotechfirma Actelion wird gezielt zugekauft. Speziell aus London, der Olympiastadt 2012, treffen kübelweise Aufträge ein. Aufgepasst: Noch hat die Aktie rund 8% Platz nach oben, aber dann wird der Börsenexpress zum Stoppen kommen.

Plus 1,9%: Fasten your seat belts.
Dufry, der weltbeherrschende Dutyfree-König, ist im Steigflug. Trotz eines Wertzuwachses von 41,24% alleine in diesem Jahr ist das Plansoll nach meinen Berechnungen noch nicht zu Ende. Hier gilt weiterhin die Erfolgsdevise: Nicht verkaufen.

Plus 2,9%: Der österreichische Börsenwalzer mit der Austriamicrosystems geht im Dreivierteltakt nach oben. Die bisherige Jahresperformance von 120,05% ist kein «Schmarrn» (halten).

Plus 61%: Das ist die bisherige Jahresperformance des norwegischen Lachskönigs Marine Harvest. Ein kleineres, spekulatives Engagement kann wieder ins Auge gefasst werden: 2013 könnte es zu einer markanten Ergebnisverbesserung kommen. Trotzdem sollte nur mittels verschriebenen Calls auf sechsmonatiger Basis agiert werden (Dauerempfehlung, gedeckte Calls).

350 Franken: Bald ist es so weit bei der Basler Syngenta. Der Saatguthersteller befindet sich in Champions-League-Form – was man vom FC Basel momentan nicht behaupten kann (halten).

120 Franken: Völlig entfesselt zeigt sich der Lebensversicherer Swiss Life. Hier wird die Idee gespielt, dass sich die Aktie dem Buchwert von 226 Franken schrittweise annähern wird (halten).

120 Franken zum Zweiten: Langsam, aber sicher nimmt der Börsentransporter des Logistikgiganten Kühne & Nagel Tempo auf. Abwarten ist angesagt – das Management versteht sein Geschäft (halten).

Unter 120 Franken: Bald taucht die Basler Dentalfirma Straumann wieder unter diese Marke. Die Quartalszahlen werden nicht berauschend sein (Hände weg).

Unbegrenzt geniessen: Nach Hongkong und auf die Seychellen fliegen Sie für knapp 2000 Franken in der Businessclass der arabischen Top-Fluggesellschaft Emirates Airlines. Einziger Wermutstropfen: Der Flug beginnt ab Frankfurt. Legen Sie knapp noch 1200 Franken dazu, ist Ihnen ein Platz in der first class auf sicher und hier gibt es die First-Class-Suite, die absoluten Hochgenuss verspricht. Wenn Sie dabei Glück haben und den Airbus A 380 erwischen, können Sie die Wellnessdusche auf über 11 000 Metern Höhe benützen (www.emirates.de). Wichtig: begrenztes Angebot, ohne Gewähr.

Sämtliche Leserfragen werden beantwortet. Schreiben Sie Geldberater François Bloch ein E-Mail an: geld@sonntagonline.ch

Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Der «Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.


Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!