Beim Flughafen Zürich müssen Sie nur noch zuschauen, wie die Aktien in den Himmel steigen: Hier kauft eine englische Investmentbank Schritt für Schritt. Erst wenn der Titel über der Marke von 600 Franken schwebt, wird das Kaufprogramm zurückgefahren. Von der fundamentalen Bewertung her ist der Titel okay, und mit einem obligaten Birchermüesli im Sprüngli-Shop trage auch ich zum guten Umsatzergebnis bei. Schade, dass der Navyboot-Shop nicht mehr bis zu 70% Rabatte vergibt wie auch schon. (Kaufen)

> Trotz medialem Sperrfeuer steigt der Struki-Anbieter mit dem etwas sperrigen Namen Leonteq auf neue Höchststände: +24,9% seit Jahresanfang 2014. Mein Kursziel von 125 Franken ist nun reine Makulatur, erst bei 138 Franken endet der Gipfelsturm an der Schweizer Börse. (Halten)

> Nicht mehr zu bremsen ist der BB Biotech auf dem Highway nach oben: +81,4% innerhalb der letzten zwölf Monate. Das vornehmlich in US-Biotechwerte investierte Beteiligungsvehikel weist einen atypisch hohen Bewertungsabschlag von 21,8% auf, was in meinen Augen weiterhin zu hoch ist. (Halten)

> Etienne Jornod, der Präsident von Galenica, weiss, wie die Medien funktionieren. Schliesslich präsidiert er auch die NZZ. Nicht einmal journalistische Miesepeter können die Erfolgsstory von Galenica stoppen: +76,4% innerhalb Jahresfrist. Und eines scheint absehbar: Nach der Bekanntgabe des Geschäftsabschlusses 2013 am 11. März 2014 wird die Aktie nochmals kraftvoll durchstarten: Kursziel 970 Franken. (Halten)

> Die Zweifel waren gross an meiner positiven Kursprognose für Swiss Life: Nach dem überzeugenden Jahresabschluss 2013 wird klar, dass ich auf das richtige Pferd gesetzt habe. Trotz eines gewaltigen Sprungs über die Kursmarke von 215 Franken hinaus würde ich mich nicht abschütteln lassen. Eine weltumspannende Investmentbank agiert im Stil eines Lumpensammlers und räumt jede Position am virtuellen Handelsring ab. Ein erster Teilverkauf drängt sich erst bei 235 Franken auf. (Halten und geniessen)

> Ich löse mein Versprechen in Sachen UBS ein und warte vorzeitig mit den ersten Analysen zum 1. Quartalsergebnis 2014 auf. Es ist leicht besser als erwartet, aber das «Superhirn» – wer immer das ist – zahlt nicht mehr jeden Preis für eine UBS-Kaufoption. Mein Tipp für den Kursstand Ende Mai 2014: knapp 19.80 Franken (aktuell 18.80 Franken). Speziell die fast schon exorbitante Bezahlung der Investmentbanker sorgt für leichte Verstimmung beim schweizerischen Fussvolk.

> Buongiorno, Sergio «Fabuloso» Ermotti! Ihr UBS-Wunderprodukt (ISIN: US90267L5084) auf den Russell 1000 Index steigt weiter: +51,4% über die letzten zwölf Monate. Die Kostenstruktur ist optimal; schade, dass nur knapp eine Milliarde Dollar an Anlagegeldern in diesem Hammerprodukt angelegt ist. (Kaufen, für Spätzünder)

> Vor längerer Zeit hatte ich auf den Fonds Small & Midcap Deutschland der Credit Suisse hingewiesen. Jetzt wurde er geschlossen. Der Grund: Überrollt von der Nachfrage. Damals hatte ich mich aufgrund der Top-Performance gewundert, weshalb dieser Fonds nur eine solch geringe Investmentsumme aufwies. Anders herum: «Schweiz-am- Sonntag»-Leser nehmen Investmentopportunitäten eben schneller zur Kenntnis.

> Für einmal keine Empfehlung in Sachen strukturierte Produkte. Mein moralisches Gewissen erlaubt mir nicht, Ihnen Produkte mit Barrieren bei 75% und bis zu 1½-jähriger Laufzeit zu empfehlen. Die einzigen Gewinner in diesem Spiel sind die emittierenden Banken. (Reader Protection)

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Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.

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