Die Swiss Re ist einfach top: Die letzten Quartalszahlen des Rückversicherers waren sensationell. Einzig überproportionale Schadensmeldungen wegen des Wirbelsturms «Sandy» können den Gewinnkrösus von Mythenquai noch stoppen. Immer unerklärlicher wird für mich der Abgang von Investmentchef David Blumer. Weshalb und so abrupt hat er auf dem Erfolgspunkt das Unternehmen verlassen? (Halten, aggressives Kursziel von 71 Franken in Reichweite.)

Die Bewölkung nimmt am Thunersee stetig zu: 6,1% beträgt der Wochenverlust des Solarzulieferers Meyer Burger. Laut «SonntagsZeitung» denkt Firmenchef Peter Pauli noch nicht an einen Stellenabbau – trotz einem Halbjahresverlust von 34,2 Millionen. Sie kennen meine Meinung: Hände weg, die Marktkapitalisierung hat die Marke von 400 Millionen Franken unterschritten. Ich sehe die Aktie nun unter 8 Franken, die chinesische Konkurrenz wird nochmals Druck auf die Margen machen.

Es kam wie vorausgesagt: Obwohl bei der Basler Kantonalbank im Laufe des Jahres 2012 nochmals Partizipationsscheine im Gegenwert von rund 70 Millionen Franken gekauft wurden, konnte der Fall unter die wichtige Marke von 100 Franken nicht gestoppt werden. Der Jahresverlust beträgt nun mehr als 24% und eine neue Hiobsbotschaft taucht auf: Laut meinen Analysen beträgt nun der Buchwert knapp 90 Franken anstelle der vor Monaten propagierten 93 Franken. Trotz der attraktiven Dividendenrendite von 3,3% sollte abgewartet werden. Verleiderverkäufe aus Deutschland werden den Titel unter 95 Franken (aktuell: Fr. 99.90) drücken.

Internationale Topinvestoren setzen vermehrt auf Magdalena Martullo-Blocher: Sie kaufen bei Ems-Chemie scheibchenweise zu. Aufgepasst: Nur rund 30% des Aktienkapitals sind nicht im Familienbesitz. Bei einem Kurszuwachs von 44,8% seit dem Jahresanfang wird die Gier der Investoren immer unersättlicher. Wichtig in diesem Zusammenhang: Mein ehrgeiziges Kursziel von 232 Franken wurde erreicht (nicht zu stoppen).

Gewinnbringendes Börsenshopping: Die Basler Dufry, weltweit grösster Dutyfree-Betreiber, ist trotz negativer Börsenkommentare nicht zu stoppen. Ich bin begeistert vom Management und dessen konsequenter Wachstumsstrategie: +39,9% ist das bisherige Jahrestotal, und ein Ende ist nicht in Sicht (halten).

Die Olma-Städter-Bank ist «en vogue»: Zu einem veritablen Sturmlauf an der Börse setzt die Sankt Galler Kantonalbank an. Jetzt sollte ein Ausstieg gewagt werden (verkaufen).

Jetzt wird der Straumann Holding aus Basel der Zahn gezogen: –33,4% beträgt der Jahresverlust und erstmals wurde die wichtige Kursmarke von 107 Franken unterschritten. Mein Kursziel nach unten von 104 Franken wird in den nächsten Wochen in Angriff genommen. Einzig die Deutsche Bank hatte wie ich eine dezidiert negative Meinung in Sachen Straumann, der Rest des Marktes ist positiv gestimmt und spricht von Turnaround und günstigen Einstiegsmöglichkeiten (Hände weg).

Nicht mehr nobel: Der Kurspfeil zeigt weiterhin eindeutig nach unten bei Nobel Biocare. Von Optimierungsprogrammen war anlässlich der letzten Quartalszahlen die Rede, doch zuerst sollte die Geschäftsleitung ein Exempel an ihren eigenen Bezügen statuieren. Diese sind im Verhältnis zur Gesamtlohnsumme exorbitant. Stand die Aktie Anfang 2007 bei über 90 Franken, so dümpelt sie nun bei Fr. 8.03. Seien Sie mir nicht böse – mein nächstes Kursziel liegt bei 7.50 Franken. Aufgepasst: In den nächsten Tagen werden die institutionellen Grossanleger eine Verkaufslawine lostreten: Der Titel ist noch knapp eine Milliarde Franken Marktkapitalisierung wert (must sell, trotz Powerduo Watter & Walker).

Ritterschlag für den «Sonntag» vom Bankengiganten HSBC: Im kürzlich aufgelegten Strategic European Basket des Investment-Advisors Jud & Partner, welcher mehr als 10 Millionen Euro Investitionskapital vereint, sind unter den drei Schweizer Titeln unsere Topplayer Austriamicrosystems, Sulzer und Dufry dabei. Somit 100% Trefferquote für den «Sonntag».

Sämtliche Leserfragen werden beantwortet. Schreiben Sie Geldberater François Bloch ein E-Mail an: geld@sonntagonline.ch.

Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Der «Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.


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