Konsequent auf Zielkurs 172 Franken (aktuell: 164.20 Franken) befindet sich die Swiss Life, die Sponsor der Schweizer Fussball-Nati ist und auch diese Woche mit einem Zugewinn von netten +6.62% brillierte. Mit einem Buchwert von 232 Franken ist die Rechnung für den Versicherungskonzern schnell gemacht – und nicht mal bösartiges Lästern der Konkurrenz vermag den Kursexpress mit +21.45% seit Jahresanfang aus den Schienen zu heben (halten).

Als «number one» (frei nach Roger Schawinski) figuriert der Zuger Schraubenproduzent Bossard an der Tabellenspitze des Performancerankings der Schweizer Börse mit Beobachtungszeitraum seit dem 1. Januar 2011. Das Familienunternehmen überzeugt durch eine sorgfältige Geschäftspolitik, die auch im 2. Quartal dieses Jahres nur für zufriedene Gesichter am Börsenring sorgen wird (halten; das ganze Jahr über in Playoff-Form).

Später als ursprünglich erwartet hat der Winterthurer Technologiekonzern Sulzer meine ambitiöse Kursmarke von 150 Franken erreicht. Die in meinen Augen sehr kostspielige Übernahme der im Abwassergeschäft tätigen schwedischen Cardo wird den Aktienkurs auf mehrere Monate schachmatt setzen und sollte zum Absprung genutzt werden (Verkauf).

Zu meinem neuen Geheimtyp mutiert das Medienunternehmen Publigroupe, das eine Marktkapitalisierung von nur 300 Millionen Franken aufweist. Trotz einer Wertsteigerung von 28,44% in diesem Jahr beträgt der Bewertungsabschlag zur Konkurrenz satte 32%. Und zusätzlich gibt es eine Dividende von 5% obendrein (kaufen; markteng).

Die Monatsbilanz von +44,35% beim Thuner Solarproduzenten Meyer Burger ist schlichtweg sensationell. Trotzdem wachsen die Kursbäume auch hier nicht in den Himmel. Nehmen Sie den Gewinn mit, erstmals seit langem ist der Titel überbewertet, obwohl die Zukunftsaussichten mehr als brillant sind dank den übervollen Auftragsbüchern (verkaufen).

Voll im Saft befindet sich der Rückversicherer Swiss Re (aktuell: 56.60). Zwei kurstreibende Aspekte sorgen für eine sehr gute Stimmung am Mythenquai: Erstmals seit langem werden bei den neuen Tarifabschlüssen die Preise erhöht werden können. Und Warren Buffett wird sich ein paar Aktien des weiterhin völlig unterbewerteten Titels einverleiben (kaufen; Kursziel 60 Franken).

Ich muss leider je länger je mehr das Geschäftsmodell von MondoBiotech hinterfragen. Die bis zum 11. April 2011 laufende Kapitalerhöhung sollte auf keinen Fall mitgemacht werden. Die Zukunftsaussichten sind jedenfalls mehr als eingetrübt. Und für das Geschäftsjahr 2010 wird laut Firmenangaben mit einem Verlust von 55 Millionen Franken gerechnet (Hände weg).

Das Kursziel von 172 Franken ist bei der EMS Chemie (aktuell: 172.50) nun erreicht und damit können Sie getrost Ihre Gewinne einfahren. Der 1. Quartalsabschluss war überzeugend und die Fokussierung auf Kunststoffe als Metallersatz ist zukunftsgerichtet. Trotzdem wird es schwierig sein, die erhöhten Rohwarenkosten vollumfänglich auf die Kunden abzuwälzen (verkaufen).

Blocher-Tochter Magdalena hat als Firmenchefin einen Megajob gemacht und beglückte die Aktionäre mit einer Dividendenrendite von 5,80%.

Der taiwanesische Handyhersteller HTC erzielte im 1. Quartal 2011 eine Verdreifachung seines Jahresgewinnes. Innert fünf Jahren hat sich der Börsenwert des asiatischen Technologiegiganten mit dem ehemaligen Flughafenchef Josef Felder als Verwaltungsrat um mehr als das Dreissigfache erhöht. Mit einem Wertzuwachs von über 30% in diesem Jahr können meine Leser mehr als zufrieden sein (halten).

50% billiger nach London: Nützen Sie die kurzfristig spottbilligen Angebote der britischen Liniengesellschaft BMI (www.flybmi.com) ab Basel aus. Eine Probebuchung für Wochenendflüge gewährt einen Abschlag von bis zu 50% gegenüber Swiss-Flügen ab Zürich. Und obendrein gibt es auch noch «miles&more»-Meilengutschriften. Unser Beispiel: 13. Mai 2011 Basel um 16.10 Uhr und Rückflug London Heathrow 15. Mai um 19.25 Uhr – macht total 160.05 Franken.

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Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. «Der Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.


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