> Nicht zu halten ist mein Baselbieter Biotechliebling, die Actelion. Der Schlussspurt an die Spitze des Tableaus des Swiss Market Index ist beeindruckend und ein Ende nicht in Sicht. Hier heisst es für die Anleger: «Never change a winning team» – und dies gilt auch für das Jahr 2015.
(Halten)

> Zum neuen Toptorschützen der baslerischen Pharmabranche mutiert immer mehr die Novartis: +31,88% allein in diesem Jahr. Eine weltumspannende Bank der ersten Güteklasse kauft im Auftrag der Kundschaft links und rechts Pakete zusammen. Stimmen meine quantitativen Modelle, wird der ehemalige US-College-Spitzenschwimmer Joe Jimenez als CEO im kommenden Jahr ein Rekordergebnis abliefern. (Halten)

> Einen alten Favoriten in der Finanzszene sollten Sie sich genauer anschauen. Es handelt sich um die Zuger Partners Group. Die letzten Beteiligungskäufe werden in den Jahren 2016 und 2017 für neue Rekordeinnahmen sorgen. Speziell im Jahr 2015 sollte es zu einer Gewinnexplosion von gefühlten 22% pro Aktie kommen. Eine zeitgenössische Form eines Perpetuum mobile für den eigenen Geldkoffer. (Kaufen, für Nachzügler)

> Weiterhin auf die richtige Börsenfrequenz eingestellt ist der Thalwiler GPS-Innovator U-Blox AG: +47,39% in diesem Jahr. Und 2015 wird der Titel erstmals die Marktkapitalisierung von einer Milliarde Franken durchbrechen. Kleiner Tipp: UBS wie auch Blackrock sind mit im Spiel. Ein zusätzlicher Nachkauf drängt sich auf. (Nachkaufen)

> Eigentlich bin ich kein Fan von kleinkapitalisierten Werten, aber bei der Lysser Feintool gilt es eine lohnende Ausnahme zu machen. Der Zahlenkranz ist sensationell: Eine Gewinnexplosion ist aufs kommende Jahr beim Autozulieferer angesagt. Mit +41,79% seit Jahresanfang ist das gewagte Spiel mehr als aufgegangen. (Kaufen)

> Hochstimmung in Herrliberg: Trotz einem stürmischen Spätsommer ist die wertvollste Beteiligung aus dem Hause Blocher, die Ems-Chemie, mehr denn je auf Erfolgskurs. Die Kursmarke von 400 Franken wackelt ganz bedenklich. Unter 400 Franken ein klarer Kauf. Einziger Wermutstropfen: Die Aktie ist leicht überteuert. Aber Blochers Tochter Magdalena Martullo ist erfolgreicher denn je im Entwickeln neuer Absatzkanäle. (Zukaufen)

> Ende gut, alles gut. Jetzt kann ich meine Leserschaft auch für dieses Jahr beruhigen – die Aktien der Bossard Holding schliessen mit der Dividendenausschüttung im Gewinn ab. Die letzten Jahre sind halt zu üppig ausgefallen, aber David Dean wird auch im kommenden Jahr seine Aktionäre zu Beifallsstürmen hinreissen. Wetten, dass ..? (Halten)

> Meine Kursprognose in Sachen Swiss Life sitzt wie ein Brioni-Massanzug: Jetzt, wo die 232 Franken erreicht wurden, gibt es zwei Varianten: a) Sie lassen den Börsenexpress ungestört nach oben rattern, was bei +28,8% mehr als verständlich ist. Oder b) Sie setzen zur Angsthasenstrategie an und verkaufen einen gedeckten Call zu 240 Franken auf sechs Monate hinaus. Im Gegensatz zum Casino werden sie in beiden Fällen gewinnen. Faites vos jeux! Ich wünsche ihnen viel Spass im Börsenroulette. (Entweder oder, aber im Gewinn)

> Aufgepasst bei Temenos: Mit einer Marktkapitalisierung von unter 2,4 Milliarden Franken ist die Firma kein Schwergewicht an der Schweizer Börse. Trotzdem ist eine amerikanische Top-Bank wie wild am Zukaufen. Das wird Martin Ebner, der über seine Patinex 11,6 % des Aktienkapitals hält, speziell freuen. (Halten und für kurzfristig positionierte Anleger: zukaufen)

> Nicht einmal ein heftiger amerikanischer Börsensturm konnte unserer Spezialempfehlung, dem BB Biotech, etwas anhaben. Wir sind auf absolutem Höchstkurs: +76,61% im Jahr 2014, und bald wird der stratosphärische Höchststand von 240 Franken angepeilt. Hier dürfen Sie sich nicht verrückt machen lassen; Anfang Woche erhielt ich nervöse E-Mails, als der Titel auf unter 225 Franken fiel. US-Biotechtechnologie wird auch im kommenden Jahr der Börsenhit, frei nach US-Präsident Barack Obama: «Yes, we can make some money there.» (Halten)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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