VON BORIS FELDMANN

Während sich viele Banken nach einem millionenteuren Lehrgeld aus dem Schweizer Derivatemarkt verabschiedet haben, beginnt die neue Offensive der ZKB voll anzurollen. Es gelang der agilen Staatsbank, das Top-Verkaufsduo des schweizerischen Ablegers der renommierten deutschen Privatbank Salomon Oppenheim loszueisen. Mit Urgestein Hans Jörg Pütz und François Zinder werden im intensiven Rahmen auch die Kunden ausserhalb der ZKB angegangen. Für positive Schlagzeilen sorgt der nimmermüde «Nukleos» Jan Schoch seitens der «EFG Financial Products»: Zusätzliche zehn Personen werden in Kürze ihre Tätigkeit an der Brandschenkenstrasse 90 aufnehmen. Erfreulich aus Kundensicht: Falls Sie Glück haben, werden Sie immer noch von Patricia Benz betreut, sie war 2003 Miss-Schweiz-Kandidatin.

Richtig brutal ist die Bilanz für die Anleger, welche in die Fonds der in Lausanne ansässigen Firma Diapason Commodities Management SA investiert haben. Die Höchststrafe war ein Verlust von 67,34% über die letzten 12 Monate des «Diapason Rogers Commodity Index Fonds – Energy Segment». Auch das Produkt auf den «RICI» (Rogers International Commodity Index) verlor innert Jahresfrist 50,11%. Im Wissen, dass auch Schweizer Pensionskassen zu den Grosskunden des Lausanner Giganten zählen, wird uns immer klarer, wie die miese Bilanz 2008 unserer PK entstanden ist.

Licht und Schatten wechseln auch bei unseren Freunden der UBS im alternativen Bereich: Der UBS A&Q Asia Property Cycle Limited verlor in einem schwachen Marktumfeld im Jahr 2008 satte 41,49%. Für die ersten vier Monate steht ein kleines Plus von 4,03% an, während die asiatischen Börsen im gleichen Zeitraum nach oben sprangen. Für eine positive Überraschung sorgte hingegen das einst gescholtene O’Connor Currency and Rates Portfolio aus dem Stall von «You&US»: +16,13% im Jahr 2008. Der grosse Überflieger des Jahres 2008 kommt aus Regensdorf: Die Capricorn FXG10 Strategy erzielte über den gleichen Zeitraum eine Hammerrendite von 27,88%. Der Däne Mikkel Thorup hat eine geniale Tradingstrategie entwickelt, welche mit Begeisterung von der Fachwelt aufgenommen wurde. Wir gratulieren!

Nichts ist unmöglich: Unter diesem Motto kann man die Bewertung des schweizerischen Hedge-Fund-Anbieters Gottex mit Sitz in Lausanne bezeichnen. Der Nebenwert hat eine Bewertung erreicht, welche in Bälde ausländische Anbieter «giggerig» machen wird und uns animiert, diese Perle einzuverleiben (must-buy). Von Valartis hingegen möchten wir uns vorzeitig verabschieden: Der Kursaufschwung (+35%) ist nach unserer Empfehlung zu heftig ausgefallen.

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