Die Bank Clariden Leu bringt das Kunststück fertig, auf die Grossbanken Credit Suisse und UBS einen Multi Barrier Reverse Convertible (Valor: 13636353) mit einem Coupon von 7,50% hervorzuzaubern. Speziell in diesem Zusammenhang: Die Barriere beträgt schlappe 39%. Ihr eingesetztes Kapital ist nur dann infrage gestellt, wenn die UBS unter schätzungsweise 4 Franken innerhalb eines Jahres fällt. Wer hätte dies vor einem Jahr für möglich gehalten!

Und hier für einmal etwas für fliegende Schnäppchenjäger: So billig kommen Sie nie mehr nach Paris. Für knapp 100 Franken hin und zurück mit dem aufstrebenden Billigflieger Vueling. Nach Barcelona ist die Sache nur knapp billiger. Buchen Sie auf www.vueling.com. Für 70 Euro zusätzlich können Sie Business-Class-Feeling haben: Ihr Mittelsitz bleibt frei und das Essen und Getränke werden gratis serviert. Sorry, Swiss, hier wird richtig billig geflogen und dies notabene aus Zürich. Wirklich unique!

Mit erstaunlichen Zahlen tritt Cat Financial Products (www.catfp.ch) mit ihrem Leveraged-Zertifikat Macro Hedge Hybrid Index (Valor 11 165 210) an die Öffentlichkeit, welches in der neuen Anlageklasse Volatilität eine Rendite von +81% seit dem 2. März 2011 hervorgezaubert hat. Emittent dieses Wunderproduktes ist die US-Grossbank JP Morgan. Eines ist wichtig: Die Kursschwankungen sind massiv grösser als auf einem Aktienindex. Solche Produkte können nur als Depotbeimischung genutzt werden und zeigen beste Resultate in einem volatilen Marktumfeld – so wie wir es momentan erleben

Sicherlich haben Sie sich gewundert, weshalb die Westschweizer Metropole Genf in manchen Sektoren des weltweiten Commodity-Handels zur weltweiten Nr.1 aufgestiegen ist. Die Erklärung sind nicht tiefe Steuern, gute Schulen oder stabiles politisches Umfeld. Nein, es ist die Finanzierungskraft der hier ansässigen Banken. Als ausgewiesener Commodity-Händler erhalten Sie einen bis zu zehnfachen Kredit auf Ihre Handelspositionen.

Einfach ausgedrückt: Der Händler bringt einen Dollar auf die Bank und schwuppdiwupp wird daraus eine Handelsposition von 10 Dollar. Zur Erfolgsstory wird das Genfer Handelshaus Mercuria, das laut gut informierten Kreisen seinen Umsatz im Jahr 2011 von bislang 50 Milliarden auf 75 Milliarden Franken bringen wird. Hinter der Erfolgsstory stehen die Schweizer Marco Dunand und Daniel Jaeggi. Eines ist sicher: Ein Platz in der Dezember-Ausgabe 2011 der «Bilanz» in der Rubrik «Die 300 reichsten Schweizer» ist ihnen gewiss. Gegründet wurde die Firma im Jahre 2004.

Unter dem Schlagwort «Excempt to policy» laufen Hypothekenvergaben, die generell mit weniger Eigenkapital unterlegt sind, als die goldenen Finanzierungsregeln verlangen. So ist es weiterhin möglich, mit nur 15% Eigenkapital seinen Wohntraum zu erfüllen. Erstmals wird nun aber für gewisse Hochbauten im aufstrebenden Züri West eine Abschlagszahl auf den Verkaufspreis von bis zu 15% auf die Hypothekarberechnungen gemacht. Das bedeutet: Die Banken machen nicht mehr jede Finanzierungsrunde mit.

In der Next Generation Finance Invest AG (www.nextgfi.com), die an der Berner Börse kotiert ist, steckt eine sehr interessante Beteiligungsfirma, die in weltweit führenden Devisen-, Trading- und Anlageinformationsplattformen investiert ist. Besonders Ayondo, die eine Plattform für den Devisenhandel in Kombination mit der Trefferquote anbietet, ist mehr als einen Besuch wert. (Wichtig: Die Marktkapitalisierung ist zu gering für irgendwelche Investitionen.) Eines ist sicher: Thomas Winkler und sein Team revolutionieren den weltweiten Devisenhandel.

Weiterhin offeriert die in der breiten Öffentlichkeit nicht sehr bekannte Schweizer MIG Bank nahezu sensationelle Konditionen im Devisenhandel: Ein bis zu 100-facher Anfangshebel ist möglich. Für Gold etwa ein 40-facher! Daher ist es logisch, dass die MIG Bank weiterhin auf personellem Expansionskurs ist.

Nur noch drei offene Stellen bietet die Bank Julius Bär auf dem Internet an. Eines ist klar: Das Schweizer Banking befindet sich im Schrumpfungsprozess und fokussiert auf seine Stärken. Die bedingungslose Hunterstrategie gehört wohl der Vergangenheit an.


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Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Der «Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.


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