VON BORIS FELDMANN

Nachdem das neuralgische Kursniveau Schweizer Franken/Euro kurz unter dem Niveau von 1.4250 stand, kam es zu der von uns prognostizierten Erholung des Euros. Entscheidend ist nun die weitere Kurspolitik der Nationalbank. Einer der wohl erfolgreichsten Devisen-Hedge-Funds Europas geht vorderhand keine Wetten mehr auf das Währungspaar Euro/Schweizer Franken ein, da im Markt wildeste Gerüchte über das «Interventionsarsenal» der Schweizer Nationalbank herumgeboten werden, wie etwa die Einführung von Negativzinsen auf Schweizer Franken.

Eines ist klar: Der Horwer Meisterschwimmer an der Spitze der Nationalbank, Philipp Hildebrand, wird auch wie in der Vergangenheit mit dezidierter Technik seiner Konkurrenz davonschwimmen und in diesem Fall den Hedge Funds eine Niederlage beifügen. Um von dieser Ausgangslage zu profitieren, bietet sich der Doppel-Lockout-Währungsoptionsschein der UBS (ISIN: CH0104899700) an: Eine fast sensationelle Rendite von 15% auf Juni 2010 wird offeriert, sofern die Marke von Fr./€ 1.38 (Abstand: 3,7%) nach unten und von Fr./€ 1.62 nach oben nicht durchbrochen wird. Falls einer der beiden Ränder auch nur touchiert wird, muss der Anleger hingegen einen Totalverlust hinnehmen. Frei nach Mäni Weber: «Dopplet oder nüüt.»

Nicht gerade «spektakulär» von der Zinszahlung her (4,30% jährlich) kommt die «Top Memory Note» der Credit Suisse (Valor: 11109727) daher. Doch beim näheren Betrachten treten die einzelnen «Blüten» hervor: abgrundtiefe Barriere von 50 Prozent. Und: Falls eine Zahlung während einer Sechsmonateperiode ausfällt, wird diese nachgeholt, sofern der Euro-Stoxx 50 wieder über der 50-Prozent-Barriere steht. Unser Fazit: Eine lohnende Alternative zu Geldmarktpapieren, wo es nichts zu holen gibt (Kauf).

Die harten Einschnitte in personeller Hinsicht bei Clariant zeigen erstmals nennenswerte Fortschritte auf dem Kurstableau der Schweizer Börse. Die strenge Fitnesskur und das verbesserte konjunkturelle Umfeld verhelfen dem Basler Chemieunternehmen zu einem kursmässigen Frühlingserwachen. Kursziel hier: Fr. 15.80 (aktuell: Fr. 13.35). Immer wieder für einen Sprung nach oben gut sind die Aktien von Swiss Re (Valor: 1233237). Jedenfalls werden dem aktuellen Firmenlenker Stefan Lippe beste Noten erteilt. Sofern der Anlagebereich unter David Blumer auch noch die richtigen Investitionen trifft, ist die Kursmarke von 56 Franken in Reichweite (Kauf).

Für richtige Hochstimmung bei den Anlegern sorgt der EF Latin America 1 (LU0108802462) der Credit Suisse: 100,54 Prozent Rendite über ein Jahr. Wir sehen den Fondswert in den nächsten sechs Monaten rund 18 Prozent höher. Lateinamerika sollte von der Nachfrage nach Rohwaren enorm stark profitieren, und die Wirtschaftsindikatoren Südamerikas zeigen klar nach oben (Kauf).

Ein ganz spezielles Schmuckstück ist «Deka-Schweiz» (ISIN: DE0009762864), welcher über ein Jahr eine Rendite von plus 71,60 Prozent erbrachte. Die Zusammenstellung des Fonds zeigt, dass der Anlageberater nicht «blind» den Gewichtungen des Swiss Market Index als Benchmark folgt. Kudelski mit einem 3-Prozent-Anteil oder auch das Genfer Bankensoftwarehaus Temenos mit einem 2,4-Prozent- Anteil des Fondsvermögens zeigen den Anlagestil des Managers Matthias Bussemer auf. Mit einer «Sharp Ratio» von 3,74 über ein Jahr wird mathematisch aufgedeckt, welche spezielle Selektionsfähigkeiten der Fondsmanager hat. Unser Geheimfavorit, falls die Börsenparty in der Schweiz einen neuen Schub nach oben erhält (Kauf).

Deutscher Internet-Angriff auf die Schweiz: «DKB-Cash» (Deutsche Kreditbank AG) gibt es jetzt exklusiv für die Schweiz». Richtig spannend geht es im Internettext weiter: «Wir bringen das in Deutschland ausgezeichnete DKB-Cash zu Ihnen in die Schweiz. Das ideale Konto-Paket für reibungslosen Zahlungsverkehr im Euro-Raum. Geniessen Sie die Freiheit, mit DKB-Cash täglich über Ihr Geld zu verfügen, hohe Zinsen zu kassieren und weltweit kostenlos Bargeld abzuheben. Entscheiden Sie sich jetzt für den mehrfachen Testsieger und eröffnen Sie gleich hier Ihr kostenloses DKB-Cash.» (Quelle: www.dkb.de/privatkunden)

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