> Jubelstimmung wird diesen Dienstag unter meiner Leserschaft herrschen: Der Industriekonzern Georg Fischer (Börsensymbol: FI/N SW) präsentiert sein Jahresergebnis 2016. Die 3,4-Milliarden-Franken-Perle hat innerhalb eines Jahrs um sensationelle 31% an Wert zugelegt. Damit ist die letzte Kaufempfehlung vom 17. April 2016 ein Volltreffer gewesen. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15,12 Punkten ist in meinen Augen massiv zu tief, sofern die Ertragsschätzung meiner Modelle sich in die Praxis umsetzen lässt. Diese Kennzahl liegt bei +9,2% über die nächsten zwei Jahre. Erfreuen Sie sich in der Zwischenzeit an der netten Dividendenrendite von 2,34%, bevor die Firmenleitung zur Tagesordnung schreitet. (Nachladen zum x-ten Mal: Schweizer Industrieperle zum unerklärbaren Discount-Preis)

> Panik herrschte unter meiner Leserschaft, als im Herbst letzten Jahres der US-Technologiewert Telefex Inc. (Börsensymbol: TFX US) an der New Yorker Börse kurzfristig abstürzte. Heute ist das Geschichte. Der Anbieter von Medizintechnik ist auf dem direkten Weg zum Mount Everest in Sachen Kurssteigerung. Mit einem Zuwachs von atemberaubenden 41% innerhalb der letzten zwölf Monate zählt meine Leserschaft zu den lachenden Gewinnern in diesem Pokerspiel mit Milliardeneinsätzen. Jetzt können Sie die Früchte Ihres Durchhaltewillens ernten: Der Gewinn pro Aktie wird in diesem Jahr einen neuen Rekordstand erreichen. Und bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 25,22 Punkten werden die Schnäppchenjäger nochmals zusätzliche Aktien beim 8,1-Milliarden-US-Dollar-Wert erstehen. (2017 wird zum Rekordjahr)

> Falls Sie sich noch bis zum 1. März 2017 zum Kauf von Aktien der Novartis (Börsensymbol: NOVN SW) entschliessen, werden Sie mit einer Dividende von Fr. 2.75 entschädigt, was zum aktuellen Börsenkurs einer Rendite von 3,54% entspricht. Der Chemiegigant kommt langsam wieder in die Gänge und zeigt zaghafte Frühlingsgefühle an der Börse. Firmenlenker Joe Jimenez spürt die Geissel seiner Grossaktionäre, die erste Früchte des mit Pauken und Trompeten angekündigten Strategieprozesses sehen möchten. In deren Augen läuft die Sanduhr gegen den charismatischen US-Boy, doch bis jetzt hat er sich jeweils mit einem Geniestreich aus seiner strategisch misslichen Lage befreit. Kaufen Sie Novartis-Papiere: Joe Jimenez wird 2017 durchstarten: Yes, he can make Novartis great again. (Nachladen: Eine tolle Dividendenausschüttung lockt kurzfristig veranlagte Investoren ans Rheinknie.)

> Ruhig wurde es in meiner Kolumne in Sachen Stryker (Börsensymbol: SYK US), dem US-Knochenschlosser. Der 48-US-Dollar-Milliarden-Gigant verdient eine Erfolgsmeldung: +32% innerhalb von zwölf Monaten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis fällt per Ende Jahr unter die Marke von 20 Punkten. Halten Sie eine weitere Runde durch: Ertragswachstum von 9,8% pro Aktie im kommenden Jahr. Das sind doch ausgezeichnete Voraussetzungen, dass Ihnen auch im Jahr 2017 das Börsenglück in diesem Papier hold ist. (Nachladen für Nachzügler)

> Einen goldenen Riecher bewies Martin Ebner beim Genfer Bankensoftwarehersteller Temenos (Börsensymbol: TEMN SW): +66,65% innerhalb von zwölf Monaten ist eine Leistung der Extraklasse. Der hier mehrfach nachhaltig empfohlene Titel hat seinen Scheitelpunkt an der Börse noch nicht erreicht. Mit kraftvollen Schritten wurde die 5-Milliarden-Franken-Grenze bei der Marktkapitalisierung durchbrochen. Interessant erscheint mir das prononcierte Interesse von spekulativ veranlagten Investoren, die mit Hebelinstrumenten auf einen weiteren Steigerungslauf an der Schweizer Börse hoffen. Interessanterweise gelingt es nun Temenos erstmals, im hart umkämpften US-Markt signifikante Neugeschäfte an Land zu ziehen. Aus dieser Perspektive heraus stellt das prognostizierte Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 20 Punkten per Ende 2018 eine unverblümte Einladung dar, weitere Positionen zu erstehen. Ein Gewinnwachstum von 17,2% pro Jahr ist in Griffweite gerückt. Dies wäre im internationalen Vergleich ein Topwert. (Nachladen, trotz sensationeller Performance)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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