Was der Trainer des FC Basel erfolgreich auf dem Fussballplatz anwendet, funktioniert genauso gut auf dem Börsenparkett: das Rotationsprinzip. Wir haben es an dieser Stelle für die Wahl der Pharmaaktien empfohlen. Und siehe da: Der Wechsel vom Dauerbrenner Roche zur Novartis hat sich gelohnt: +11,07% innert vier Wochen. (Halten)

> Nicht zu stoppen ist auch in dieser Woche der Innerschweizer Börsenexpress: +5,16%! Der Milchproduzent Emmi stieg damit innerhalb von fünf Jahren um 222,74% an. Jetzt, kurz vor dem Erreichen der Schwelle einer Marktkapitalisierung von 2 Milliarden Franken, rückt der Titel immer mehr in den Fokus ausländischer Investoren. Speziell die attraktiven Gewinnaussichten für das Geschäftsjahr 2015 sorgen für Hochstimmung am Luzerner Hauptsitz. (Halten)

> Hallo, UBS-Besserwisser! Sehen Sie, sogar meine Leserschaft profitiert von Ihrem bestechenden Informationsvorsprung. Am 27. Oktober 2014 konnte man den November-2014-Call mit Ausübungspreis von 15.50 Franken zu 39 Rappen erwerben. Heute muss für das Papier 1.42 Franken aufgeworfen werden. Einmal mehr können Sie erkennen, dass hier keine faulen Tricks angewendet werden, sondern hartes Schaffen gefordert ist, um Ihnen als Leser einen legalen Informationsvorsprung zu verschaffen. Und jetzt habe ich für den UBS-Besserwisser einen Tipp: Verkaufen Sie die Optionen, Ihr Gewinn ist wirklich fast schon obszön gut. Die damals wertlosen Optionen haben Sie womöglich in grossen Mengen zu 17 und 28 Rappen gekauft, Ihren Gewinn von 835% innert Monatsfrist sollten sie also nicht aufs Spiel setzen. (Legale Besserwisser-Option mit +364,10%)

> Habe ich es Ihnen nicht gesagt? Merken Sie sich den Namen Marco Gadola, seines Zeichens CEO des Basler Dentalimplantate-Herstellers Straumann – +17,8% innert vier Wochen. Jetzt hat der Titel noch 12% Platz nach oben. Und dann überwintert die Aktie in der Champions League. (Halten)

> Fast zu schnell nach oben geschleudert hat es den Basler Saatguthersteller Syngenta nach meiner letztwöchigen Empfehlung. Der Angsthasen-Call, Teil meiner Kaufempfehlung, stieg um fast 80% an. Mehr als 320 Franken sehe ich bis März 2015 nicht voraus.

> Nun sollte auch dem letzten Zweifler bewusst sein, dass die Rechnung mit der Bad Ragazer Inficon auf der ganzen Linie aufgegangen ist: +14% über die letzten zwölf Monate bei einkassierter Dividende. (Halten, aber kein Potenzial)

> Sorry, aber Sie müssen nochmals beim norwegischen Lachskönig Marine Harvest einsteigen. Ich habe mir die gehandelten Preise für Lachsprodukte für die Jahre 2015 und 2016 angeschaut, und die zeigen ganz klar nach oben. Speziell die Dividendenrendite sollte im kommenden Jahr von 4,42% auf 6,72% ansteigen. Und noch ein Tipp: Ein grosser Börseninformationsdienst sieht das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 20, während ich nur 9,2 voraussehe. Aller guten Dinge sind drei – kaufen Sie also, bevor andere Börsenhaie auf den Geschmack kommen. (Nochmaliger Kauf)

> Aus den Börsenniederungen konnte sich diese Woche das Bordverpflegungsunternehmen Gategroup befreien. Das überraschend gute Quartalsergebnis kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich im aktuellen Umfeld die Konkurrenzsituation nochmals zugespitzt hat. Aber zu einer Kaufempfehlung kann ich mich noch nicht durchringen. (Warteposition)

> Der sehr gute Zahlenkranz bei der Swiss Life war zu erwarten, doch von nun an werden kleinere Brötchen gebacken. Verschreiben Sie einen gedeckten Call mit Ausübungspreis 220 Franken auf den Juni-2015-Termin. Mit den einkassierten Prämien würden Sie die Titel zu 232 Franken abstossen, genau auf unserem Kursplafond. (Gedeckten Call verschreiben)

> Wieder auf Erholungskurs befindet sich der chinesische SUV-Produzent Great Wall Motors (2333 HK). Noch haben wir das Empfehlungsniveau nicht erreicht, doch die letzten Umsatzstatistiken gehen in die richtige Richtung. Gelingt das vorausgesagte Umsatzwachstum vom 24,2% fürs Jahr 2014, sollten Sie im Sommer 2015 die Möglichkeit haben, den Titel mit Gewinn abzustossen. (Hoffnung in Hongkong)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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