> Erinnern Sie sich an die magischen Champions-League-Fussballnächte mit den FC-Basel-Trainern Sousa, Yakin oder Fink? Nun wird der charismatische FCB-Präsident Bernhard Heusler als VR-Mitglied des Baselbieter Kioskbetreibers Valora (VALN SW) in eine neue Dimension katapultiert: Blackrock, notabene der weltweit grösste institutionelle Vermögensverwalter, hat aus dem Nichts eine Position von über 3% aufgebaut. Dies ist der Ritterschlag. Und ich wäre nicht überrascht, wenn dieser Anteil sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppeln würde. Die ausgezeichnete Expansionsstrategie wird nun honoriert: Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 20 Punkten, gekoppelt mit einer Dividendenrendite von 4,42%, lockt auch die weltweit grössten Vermögensverwalter nach Muttenz, obwohl der Titel eine Marktkapitalisierung von nur 971 Millionen Franken aufweist. (Heusler, neu in der VR-Champions-League)

> Nochmals einen Zacken zugelegt hat in der abgeschlossenen Berichtswoche Salmar (Börsensymbol: SALM NO): +70,26% seit Jahresanfang, ohne die Dividendenrendite von 3,79% zu berücksichtigen. Noch ist der norwegische Lachsproduzent aus fundamentaler Sicht nicht überteuert. 17.40 lautet diese Masszahl, und die Ertragszahlen für das kommende Jahr zeigen steil nach oben. (Halten, aber nicht übermütig werden)

> Der Rohstoffgigant Glencore (Börsensymbol: GLEN LN) setzt seine dezidierte Strategie der Beteiligungsverkäufe mit eiserner Disziplin fort. Dadurch wird der einst enorme Schuldenberg im Verhältnis zum Eigenkapital merklich reduziert. Die Börse klatscht dazu begeistert Beifall: +162,54% 2016 lautet die bisherige Erfolgsbilanz.
Die Dividendenausschüttung 2017 dürfte gänzlich ausfallen. Der Grund ist plausibel: Die Schuldenlast beträgt noch weit über 10 Milliarden US-Dollar. (Mit Ivan Glasenberg ungebremst nach oben)

> Hallo, UBS-Trendradar, der IT-Dienstleister Also Holding (Börsensymbol: ALSN SW) begeistert auch in dieser Woche. Ich zitiere dazu eine Meldung von AWP vom Freitagmorgen: «Der IT-Logistiker Also hat in den ersten neun Monaten den Umsatz und insbesondere den Gewinn deutlich gesteigert. Deshalb wurde die Veröffentlichung des Zwischenberichts um eine Woche vorgezogen. Auch für das Gesamtjahr zeigt sich das Management sehr zuversichtlich.» Trotz negativer Markttendenz (Swiss Performance Index) gab es ein Wochenplus. Geniessen Sie weiterhin den gemächlichen Höhenflug nach oben. (Halten)

> Aufgepasst bei der Dauerkaufempfehlung Partners Group (Börsensymbol: PGHN SW). Die Kavallerie aus dem Ausland räumt die letzten frei verfügbaren Aktien unter der Kursmarke von 500 Franken ab. Speziell jetzt, wo die Zuger Finanzspezialisten in den Fokus des asiatischen Finanzgiganten HSBC geraten. Der Titel ist auf den ersten Blick nach einem Aufschwung von 42,63% innerhalb von zwölf Monaten überteuert, doch mit den Neuanlagen im Hinblick auf das Jahr 2017 ist die hochprozentige Mischung ein Börsenschnäppchen der Extraklasse. (Ich bleibe bei meiner Dauerkaufempfehlung)

> Jetzt heisst es «time to say goodbye» in Sachen Reynolds (Börsensymbol: RAI US): Der US-Tabakgigant wird von der englischen BAT Group übernommen. Bis zum Freitagmorgen waren wir in Sachen Performance gegenüber dem S&P 500 Index im Hintertreffen, doch dies ist nun Makulatur: +16,53% im 2016 und die satte Dividendenrendite von 3,42% (annualisiert) obendrauf. Die Durchhalteparolen gehören der Vergangenheit an. Nehmen Sie das Kaufangebot an. Jetzt stellt sich die Frage, ob die frei werdenden Gelder in einen anderen Tabakwert investiert werden sollten – und ich sage klipp und klar: Ja. Denken Sie an eine Philip Morris (Börsensymbol: PM US), die eine Dividende von 4,32% aufweist. Kein grosser Performanceüberflieger, aber mit einem Zuwachs von 9,56% (2016) schlägt man den Dow Jones Index auf jeden Fall. Wichtig: Dividendenausschüttung muss auf jeden Fall reinvestiert werden. (Wiederholter Kauf von Philip Morris)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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