Die beiden im Uhrengeschäft tätigen Giganten Swatch (halten) und Richemont feiern neue Verkaufsrekorde in Asien. Erstmals stammen bei Swatch mehr als 50% des Gesamtumsatzes aus Asien. Beide Aktien werden in Bälde neue Rekordstände erreichen, wenn die Analysten die Prognosemodelle mit den neuesten Zahlen made in Hongkong gefüttert haben.

Zum Super-Deal für Amir Suissa und Adrian Locher, die Gründer des Online-Schnäppchenportals DeinDeal.ch, wurde der Verkauf ihres 60%-Anteils an den Schweizer Medienkonzern Ringier, der dieser Tage über die Bühne gegangen ist. Hochgerechnet auf den Verkauf ihres Anteils von 60% ist das Portal knapp 60 Millionen Franken wert, wie gut informierte Kreise zu berichten wissen.

Das Timing ist perfekt, denn nun möchte auch der US-Branchengigant Groupon in der Schweiz verstärkt Fuss fassen: Zehn Verkaufsprofis werden im ersten Schritt gesucht, um die Nr.1 vom Thron zu stossen.

Nur kurz war das Kursfeuerwerk bei den beiden Westschweizern No-go-Aktien Kudelski und Logitech – und schon summiert sich der Wochenverlust auf fast 7%. Insbesondere der Mäuseproduzent Logitech steht weiterhin unter dem Dauerdruck der institutionellen Anleger. Warten Sie bei Logitech die nächsten Quartalszahlen am 27. Juli 2011 ab: Hier könnte sich eine gute Gelegenheit ergeben.

Weiter unter Verkaufsdruck steht der Hörgerätehersteller Sonova aus Stäfa. Nun gehe ich erstmals von Marktanteilsverlusten aus. Die mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 24 luxuriös bewertete Aktie wird weiterhin nicht vom Fleck kommen (no go).

Aus diesem Grund würde ich auch nicht das Knock-in-Zertifikat der Julius- Bär-Bank (Valor: 13040561) mit sehr hoher Barriere von 79% über ein Jahr erstehen: Der Coupon von 8,80% haut mich gar nicht um (Hände weg).

Ich habe mich schon längere Zeit kritisch über den Stahlverarbeiter Swissmetal aus Dornach geäussert. Der Kurszerfall geht weiter, Heuschrecken und Börsenzocker werden sich eine blutige Nase holen. Obwohl die Marktkapitalisierung wie ein Stein gefallen ist, betrachtete ich es als meine Chronistenpflicht, auf diese Missstände aufmerksam zu machen, damit Sie nicht in die Falle gelockt werden.

Der Baselbieter Pharmazulieferer Bachem überzeugt trotz einer sehr attraktiven Dividendenrendite von über 5,24% nicht: Der Jahresverlust von 24,90% frisst dieses Polster flugs wieder weg. Die zu weit diversifizierte Produktpalette sorgt für geringe Margen und tendenziell schwache Aktienkurse (weiterhin: verkaufen).

Seit Oktober 2010 ist eine neue Epoche in der grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung von Deutschland und England angebrochen: In teurer Erwartung einer Abgeltungssteuer für undeklarierte Altvermögen wird bei gewissen Banken der vollständige Transfer der Kundengelder in eine Steueroase verhindert, wie am Paradeplatz hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird. Grund: Die Zeche bezahlt in diesem Fall die Bank und nicht der Kunde, weil der schon über alle Berge ist.

Weiterhin im Sinkflug befindet sich die Bank am Bellevue: Auch die relativ gute Performance des Asset Management mit dem heimlichen Star Brigitte Olsen kann den Kursverfall nicht stoppen. Von der Bewertung her bleibt die Aktie weiterhin überteuert (verkaufen).

Die Quartalszahlen bei der taiwanesischen Kursrakete HTC waren mehr als durchzogen. Schlagen Sie auch bei einem Börsenkurs von unter 1000 Taiwan-Dollar nicht zu. Die Wachstumseuphorie hat sich merklich abgekühlt und die Margen kommen langsam unter Druck. Damit ist die Aktie kein must buy mehr.

Verführen Sie Ihre Partnerin in der Business-Class der Top-Airline Emirates: Im Doppelpack ab Athen kostet der Business-Class-Flug auf die Malediven weniger als 1600 Euro. Mit fünf Flügen pro Tag nach Athen aus der Schweiz finden sie eine gute Anschlussmöglichkeit. Aufgepasst: Das Angebot läuft nur noch bis zum 31. August 2011 (makes your spouse very happy).


Sämtliche Leserfragen werden beantwortet. Schreiben Sie Geldberater Boris Feldmann ein E-Mail an:
geld@sonntagonline.ch.

Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. «Der Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.


Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!