Plus 21% seit Anfang Jahr: Die Aktien des Flughafens Zürich haben mein Kursziel von 393 Franken vorgestern Nachmittag durchbrochen, und der Höhenflug ist noch nicht zu Ende. Das am Flughafen angeschlossene Einkaufszentrum wird immer erfolgreicher: Die Umsatzzahlen pro Quadratmeter steigen auf neue Höchststände (neues Kursziel: 401 Franken).

+156,6%: Unser Börsenstar 2012, die österreichische Wunderaktie Austriamicrosystems, wurde an dieser Stelle schon früh und wiederholt empfohlen – und sie ist weiterhin nicht zu bremsen. Die Aktie, an der Schweizer Börse kotiert, nimmt nun die psychologisch wichtige Marke von 100 Franken (aktuell: Fr. 98.50) ins Visier. Seien Sie sich bewusst, dass nur ein Top-Quartalsergebnis am 22. Oktober 2012, sprich Umsatzwachstum von über 28%, einen Sprung über die 100-Franken-Marke aus fundamentalen Gründen rechtfertigen würde. Ich bin zuversichtlich, dass diese Marke übertroffen wird (neues Kursziel: 100 Franken).

+91,7%: Der ehemalige Leistungsruderer Michael Buscher erhöht die Schlagzahl beim Mischkonzern OC Oerlikon. Die Aktionäre klatschen begeistert im Takt mit. Mein einstiges utopisches Kursziel von Fr. 9.67 (aktuell: Fr. 9.40) per Ende September 2012 ist in Griffweite gerückt (halten).

+44,9%: Wie erwartet ist der BörsenComet aus dem freiburgischen Flamatt aus seinem sommerlichen Tiefschlaf erwacht und leitet die Herbstoffensive ein. Hier wird bis Ende Jahr die Musik abgehen: Die Forschungsabteilung wird neue Produkte lancieren, die dem Weltmarktchampion in Teilbereichen neue Umsatzopportunitäten ermöglichen (halten, neues Kursziel: 232 Franken).

+27%: Der Basler Saatgutkönig Syngenta läuft still und heimlich zur Hochform auf. Die Kursmarke von 350 Franken wird bald wackeln. Ich bin weiterhin ein grosser Fan dieser Firma. Der konsequente Forschungsansatz wird Früchte tragen (halten).

+45%: Freude herrscht in Winterthur. Der Technologiekonzern Sulzer steigt und steigt – über mein Kursziel von 138 Franken. Speziell die konzentrierte Expansion im Wasseraufbereitungsbereich wird die Aktie im Jahr 2013 Richtung 150 Franken hinaufkatapultieren (gemeinsam weiterfreuen mit Mehrheitsaktionär Vekselberg).

4.89 norwegische Kronen: Diese Zahl elektrisiert all jene «Sonntag»-Leser, die mit von der Partie sind beim norwegischen Lachskönig Marine Harvest. Wie es so schön heisst, sind auch unsere beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse im Kundenauftrag voll dabei im Rennen (halten, Call Optionen verschreiben).

Julius-Bär-Chef Boris Collardi im Vorwärtsgang: Es rumpelt in der Kiste beim wohl weltweit erfolgreichsten Bankmanager der Neuzeit in der Kategorie der unter 40-Jährigen. Auf den 1. Oktober 2012 hin werden den Bär-Kunden analog den Linienfluggesellschaften drei Serviceklassen angeboten: Classic, Premium und Excellence. Speziell das Excellence-Paket zu günstigen 900 Franken hat einen Programmpunkt, der wohl einzigartig ist: Analyse des Optimierungspotenzials bezüglich Vermögens- und Steuerplanung. So billig sind Millionäre wohl noch nie zu einer Steuerberatung gekommen.

120 Franken in Sicht: Ganz steil nach oben geht es mit der Swiss Life und die «bad press» kommt langsam zum Schweigen. Sicherlich gibt es noch Altlasten aus dem überteuerten AWD-Kauf, doch sonst ist der Konzern glänzend aufgestellt. Der Abstand zwischen Buchwert und aktuellem Aktienkurs verringerte sich auf weiterhin hohe 42% (halten).

63 Franken erreicht: Nun geht es strammen Schrittes Richtung zweites Kursziel von 65 Franken bei der Swiss Re. Trumpfkarte in diesem Spiel ist der einst teuerste Transfer in der Schweizer Finanzgeschichte – David Blumer, Chef des Asset Managements. Jeder zusätzlich erzielte Renditepunkt sorgt für sprudelnde Gewinne bei den Aktionären. Trotz einer Performance von nahezu 40% im Jahr 2012 bleibt die Aktie im weltweiten Branchenvergleich unterbewertet, speziell zum grössten Konkurrenten, der Munich Re (halten, Blumer macht alle glücklich).

Sämtliche Leserfragen werden beantwortet. Schreiben Sie Geldberater François Bloch ein E-Mail an: geld@sonntagonline.ch.

Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Der «Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.


Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!