Vor mehr als zehn Jahren war ich bei der Partners Group in Zug zu einer Präsentation eingeladen – und seit diesem Event übt das Unternehmen eine grosse Faszination auf mich aus. Nun steht es im Hinblick auf die Quartalszahlen vom 8. September 2015 vor dem nächsten Quantensprung: Die Marktkapitalisierung wird dann das stattliche Mass von 9 Milliarden Franken durchbrechen. Eine neckische Zahl möchte ich Ihnen gerne hier unterbreiten: Die Rendite aufs eingesetzte Eigenkapital beträgt 38,4%. Und die Neugeldzusagen erreichen Spitzenwerte. Aktienkurs: +47,41% innerhalb von zwölf Monaten. (Dauer-strong-buy)

> Mit einem gewaltigen Satz nach vorn schloss der indische Pharmawert Aurobindo Pharmaceuticals die Berichtswoche ab: +33,93% lautet die bisherige Jahresbilanz in der Lokalwährung. Im Vorfeld des Quartalsergebnisses wäre es ratsam, die Gewinne einzukassieren und die Positionen um die Hälfte zu reduzieren. Fakt ist, dass der lokale Index S&P BSE Sensex 30 nur auf +2,18% im gleichen Zeitraum kommt. Dazu gesellt sich, dass laut meinen indischen Quellen die amerikanische FDA verstärkt ein Auge auf die Produktionsstätten der Wunderaktie geworfen hat. (Teilverkauf mit grossem Gewinn)

> Nur von kurzen Dauer war der Taucher beim französischen Hersteller von elektronischen Zahlungsmitteln, der Ingenico Group (Börsensymbol: ING FP). Und vorgestern Freitag sind wir auf dem absoluten Höchststand angelangt. Hintergrund ist das Ergebnis des 2. Quartals 2015. Wichtiger Hinweis aus dem Zahlenwust: Die entscheidende Masszahl Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Abschreibungen) wird zum ersten Mal die Marke von 22% übertreffen. Einmal mehr gehört dieses Papier in die Kategorie «ewige Aktie». Und Sie verstehen wohl auch, warum: +58,04% über ein Jahr, während der französische Leitindex CAC 40 im gleichen Zeitraum nur auf 22,94% kam. (Halten+geniessen)

> Zum Nonplusultra mutiert der amerikanische Lifestyle-Konzern Sketchers (Börsensymbol: SKX US), +169,67% seit dem Jahresanfang. Ein neues Engagement mit einem gedeckten Call mit Ausübungspreis 145 US-Dollar auf den Verfalltermin Januar 2016 wäre eine Strategieüberlegung wert. Und das Kurs-Gewinn-Verhältnis für das Jahr 2016 ist laut meinen Berechnungen mehr als moderat. Seien Sie sich bewusst: Gegenüber dem Sportartikelhersteller Nike ist der Titel weiterhin ein Winzling. (Nur mit Angsthasenstrategie)

> Und wieder einmal knallen die Champagnerkorken bei den Besserwissern in Sachen Quartalsergebnis der UBS. Speziell die Häufigkeit des Kaufs von damals wertlosen Calloptionen auf Ausübungspreise in der damals luftigen Höhe von 22 Franken spricht eine klare Sprache. Ich zeige dies an folgendem Beispiel auf: Die UBS-Aktie lag am 8. Juli 2015 bei 19.60 Franken, doch es gab kein Halten für den Besserwisser: Der 22er-Call wurde zu 10 Rappen am gleichen Tag erstanden. Stellen Sie sich vor, was für ein Vertrauen der Besserwisser hatte: Unter dieser Prämisse musste die UBS-Aktie bis zum Verfallstag um mehr als 12% in die Höhe steigen, damit diese gewagte Transaktion erfolgreich sein konnte. Stand 31. Juli 2015: +580% für den Besserwisser. Schaut man sich die Relation Call/Put auf den UBS-Optionen an, dann war dieses UBS-Spitzenergebnis keine Kinderüberraschung, sondern eine reine Vollzugsmeldung. Und wie gesagt, der Ticino-Express mit Sergio Ermotti ist nicht mehr aufzuhalten an der Schweizer Börse: Nächster Halt bei 23 Franken. (Strong buy – Anlagestrategie per Vollzugsmeldung oder Besserwisser-Indikator mit 100% Trefferquote)

> Good News gibt es auch für den NZZ- und Galenica-Verwaltungsratspräsidenten Etienne Jornod zu vermelden: Die Aktie wird wie von Geisterhand in eine neue Kursdimension gestossen. Hintergrund ist die verfehlte Spekulation eines Grossinvestors, der auf sinkende Kurse beim Berner Pharmadistributor Galenica gesetzt hat. Das war Pech. Als kleine Erinnerungsstütze: +3643,67% innerhalb von zwanzig Jahren bei reinvestierten Dividenden. (Halten+geniessen)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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