Eigentlich findet die Olma jeweils erst im Herbst statt. Doch dieses Jahr können sich Anleger aufgrund der steilen Performance der in St. Gallen ansässigen Helvetia-Versicherung schon im Frühling eine Bratwurst leisten. Hier lässt sich in aller Ruhe der Durchbruch der 400-Franken-Grenze abwarten. Von meinen Bewertungsmodellen her gesehen, sollte die Marke von 428 Franken als Preisziel ins Visier genommen werden.

Sorry Frau Magdalena Martullo-Blocher, jetzt setze ich erstmals seit langem zur Verkaufsempfehlung in Sachen Ems Chemie an. Die Bewertung ist explodiert, die Firma ist kein Schnäppchen mehr. +25,2% im Jahr 2013 ist Weltklasse, auf diesem Niveau wird die Höhenluft aber dünn. Ich bin begeistert von der unternehmerischen Weitsicht und sage wie die Franzosen «chapeau». (Verkaufen)

Noch besser als «Goldfinger» sei Viktor Vekselberg», hiess es vor einer Woche an dieser Stelle: +6% beträgt der Zuwachs. Jetzt ist es Zeit, sich vom Börsensputnik zu verabschieden. +55% über die letzten zwölf Monate ist absolute Weltklasse für Vekselbergs Aktie von OC Oerlikon. Bedenkt man, dass die Auferstehung vor mehr als zwei Jahren auf Messers Schneide stand, als in einer finanziellen Verbrüderungszeremonie vier amerikanische Hedge Funds und Victor Vekselberg einen Hosenlupf vollziehen mussten, um die Firma zu retten. (Verkaufen)

Die schweizerische Börsenversion des südkoreanischen Gangam-Style, umgemünzt auf den Vermögensverwalter GAM, hat die kühnsten Träume übertroffen: +8,6%. Damit liegt der Kurs zehn Rappen über meinem Ziel von 17 Franken. Mit einem Zuwachs von 38% seit Silvester können Sie nun den Champagner aus dem Tiefkühlfach holen, die Performance-Sensation 2013 erfährt damit ihre Krönung. (Verkaufen)

Der Goldküstenexpress DKSH mit Taktgeber Rainer Marc Frey ist nicht zu stoppen: Nächste Haltestelle ist das «All time high». Mit einem Zuwachs von 14% seit Jahresanfang entwickelt sich der Warendistributor mit Fokus Asien zum Börsenboliden. Nächster Kulminationspunkt wird die Marke von 78 Franken sein. Eines ist klar: Die Emittenten der momentan 86 ausstehenden Optionsscheine auf DSKH, die auf steigende Kurse setzen, gurkt es an. Denn jede Woche wird das Plus der Anleger eklatanter – aktuelle Höchstmarke: über 400% Rendite. (Halten, 78 Franken kommen)

Es läuft rund bei der Swiss Life am Zürcher Mythenquai: +28,3% seit dem 1. 1. 2013, und jetzt werden nochmals in Milliardenhöhe Aktien fürs eigene Anlageportfolio gekauft. Die von mir anvisierten 157 Franken wurden diese Woche um Haaresbreite verpasst – aber keine Sorge, the US major player is still buying in big time. (Halten, 157 Franken)

Vincenz an die Genossenschaftsbasis: «Schaut her, meine 12,5%-Beteiligung an der Vontobel-Bank wächst auch in diesem Jahr.» Aktuell beträgt das Kursplus 17%. Asset Management und der ganze Handelsbereich laufen zur Hochform auf. Nicht auf Touren kommt vorderhand das Private Banking. (Halten)

Swiss Re, wir kommen: Einer der Topfavoriten 2013 entwickelt sich prächtig, +17,4% seit Jahresanfang. Das Kursziel von 78 Franken liegt in der Spannweite von weniger als einem Prozentpunkt. Hier gilt die Devise: Weiterhin nicht verkaufen, die Aktie ist im weltweiten Branchenvergleich zu billig. (Halten)

Wieder im richtigen Takt: Der Luxusuhrenhersteller Richemont vollzieht ein tolles Comeback an der Börse. Innert Monatsfrist sollte das Preisziel von 80 Franken erreicht sein. Die Gewinndynamik ist bestechend. und solange der Wirtschaftsmotor Fernost nicht ins Stottern kommt, ist alles paletti am Genfersee. (Halten)

Implenia, das wars. Sagen Sie dem Immobilien-Entwickler «ciao», hier bekomme ich aufgrund der Jahresperformance von +80,7% Höhenangst. Nicht, dass die Aktie in sich zusammenfallen würde, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass sie abgestossen werden sollte. (Verkaufen)

Auch aus der Norwegen-Expedition möchte ich mich verabschieden, Marine Harvest war sensationell, aktuell +87,6% Jahresrendite. (Verkaufen)

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Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Der «Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.


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