VON BORIS FELDMANN

Namen wie «Mercuria» und «Gunvor» sind Namen, mit welchen Otto Normalverbraucher nichts anfangen kann. Doch im Handelsbereich sind diese Firmen, die aus Genf Milliardenströme dirigieren, das Nonplusultra. Vor kurzem konnte Mercuria einen neuen Handelskredit erhalten. Dem «Sonntag» vorliegende Informationen gehen von Einnahmen in der Höhe von 50 Milliarden im Jahre 2008 von dieser Firma aus. Unter anderem wurden 61 Millionen Tonnen Öl verkauft.

Die Firma Gunvor an Top-Seelage muss noch eine Spur grösser sein und konnte ebenfalls einen neuen Kredit erhalten, der das Geschäftsvolumen nochmals nach oben bringen wird. Das Genfer Trio Gunvor, Vitoil und Mercuria muss laut Insidern einen Umschlag von über 250 Milliarden Franken im Jahre 2008 generiert haben. Damit ist eines klar: Die heimliche Ölmetrople der Welt ist vor unserer Haustür, nämlich in Genf.

Bis vor kurzem war das Private-Banking-Geschäft der UBS in Asien die letzte Wachstumsoase. Doch auch in dieser Region kommt es seit einigen Wochen zu markanten Abflüssen, die schon locker die Milliardengrenze gesprengt haben. Ein Personalabbau von über 200 Leuten im prestigeträchtigen Private Banking hat schon stattgefunden.

Auch die grosszügige Finanzierung an die meist spekulativ veranlagten Asiaten, die am Börsenroulette teilhaben wollten, ist jäh eingeschränkt worden. Interessant ist, dass die Topkräfte der CS in Asien ehemalige UBSler sind. Wie uns aus London berichtet wurde, konnte die CS rund 3 Milliarden Franken an neuen Assets im Jahr 2009 gewinnen.

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