VON BORIS FELDMANN

Die im Kanton Zug ansässige Ölbohr-Firma Transocean wird für das Umwelt-Desaster im Golf von Mexiko abgestraft – auch an der Börse. Wir hatten an dieser Stelle schon früh vor dieser Aktie gewarnt, doch vielerorts wurde sie zum Kauf empfohlen. Jetzt präsentiert sich die Rechnung: Ein Kursverlust von 28,46% über einen Monat spricht eine klare Sprache. In dieser Woche brach an den Märkten ohnehin ein Flächenbrand aus, der fast alle Titel erfasste. Dazu beigetragen haben die strukturierten Produkte: Eines nach dem anderen durchbrach die Kursbarrieren (so genannte Knock-in) – und beschleunigte die Talfahrt der Börsen. Grosse Sieger in diesem Milliardenspiel sind die Investmentbanken, welche den Käufern dieser strukturierten Produkte nun diese Aktien zu einem sehr hohen Preis andienen können. Eine wundersame Kursauferstehung ist in weite Ferne gerückt.

Die mirakulöse Auferstehung der europäischen Einheitswährung diese Woche wurde durch den Euro-Anschieber des SNB Bob Schweiz I mit Steuermann Dr. Philipp Hildebrand vollzogen. Diese Woche wurden laut meinen Berechnungen bis zu 12 Milliarden Franken in dieses Unterfangen eingesetzt. Noch spannender in diesem Zusammenhang sind die Gerüchte, dass es erstmals zu Absprachen betreffend Interventionen zwischen der Europäischen Zentralbank und der SNB kam. Informationen aus dem Gral der Währungshüter lassen verlauten, dass der ehemalige Spitzenschwimmer aus Horw zusammen mit dem Franzosen Jean-Claude Trichet und dem Amerikaner Ben Bernanke zum weltweiten Währungsimperator aufgestiegen ist. Gewinner dieses weltumspannenden Spiels ist der amerikanische Dollar, welcher einen temporären Höchststand erklimmt.

Die «Investmentkanone» des Jahres für seine Kundschaft hat Julius Bär gebastelt, welche wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Dabei wurde die Gunst der Stunde genutzt und die Aktien Deutsche Bank, Société Générale und Banco Santander in ein «Junior Triple ICE Unit» verpackt (Valor: X03156135). Ein annualisierter Coupons von 32% und dies notabene mit einer Barriere von 50% («must buy»). Ich möchte hier festhalten, dass ich alle drei Aktien in drei verschieden gelagerten Produkten auch in meinen Fonds halte mit einem annualisierten Maximalcoupons von bis zu 67,2%. Alle drei Titel sind Bestandteile des Eurostoxx50.

Brutal abgestraft werden momentan Schweizer Aktien der zweiten Reihe wie Acino, Swissquote und Synthes, bald können Sie bei diesen Ausverkaufspreisen zulangen. Unter dem Kapitel «fertig luschtig» figurieren die Titel MondoBiotech und Gategroup (Verkaufsempfehlung bei 40 Franken, aktueller Kurs 33 Franken).

Wieder einmal brilliert die Vontobel Gruppe mit einem amerikanischen Trio, welches mit magischen Konditionen aufwartet: Apple, General Electric und Pfizer erbringen einen Coupon von 16,50% mit einer ultratiefen Barriere von 55%. Der Valor 11348199 gehört in die Kategorie «must buy».

Für sportliche Investoren bietet sich gegenwärtig der Sprung nach Osteuropa an: Mit einem «Capped Bonus»-Zertifikat der Raiffeisencentrum Bank lässt sich an dieser Sause teilhaben. Das Zertifikat umfasst die 30 wichtigsten Unternehmungen dieser Region. Falls der Index nicht mehr als 28% verliert, flattert Ihnen per 25. Juli 2011 ein Gewinn von 31,57% ins Haus. Das Produkt mit der ISIN: AT0000A0GX42 ist für den sportlichen Anleger gedacht.

Letzten Sonntag berichteten wir über die Bestrebungen von FC-Basel-Investorin Gigi Oeri, Matias Delgado zurückzugewinnen. Recherchen in dieser Angelegenheit haben uns bis nach Argentinien geführt. Vor rund zwei Monaten und das letzte Mal vor drei Wochen hat sich der FCB mit dem Mittelfeldstrategen getroffen. Die Ehefrau von Matias Delgado, einst eine der talentiertesten Tennisspielerin Südamerikas im Juniorenalter, drückt auf eine Rückkehr nach Basel. Verdächtigerweise weilte auch Jimmy «Goal» Gimenez, einer der besten Kumpels von Matias Delgado und Ex-Torjäger des FCB, letzte Woche in Basel.

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