> Nun ist es offiziell: Martin Ebner feiert das Börsen-Comeback des Jahres. Seit Freitagmittag erreicht sein Beteiligungsvehikel Patinex den stolzen Wert von 2 Milliarden US-Dollar. Haupttreiber dieser spektakulären Auferstehung sind die Kursavancen des Berner Pharmagrossisten Galenica. Speziell der Zukauf von 214 746 Aktien per 15. April 2015 hat sich mehr als gewinnbringend erwiesen: +10,14%, während der Swiss Market Index im gleichen Zeitraum 0,73% verlor. Noch spannender ist die Zockerrunde bei Myriad, (+4% innert einer Woche). Hier wird im wahrsten Sinne des Wortes «dopplet oder nüt» gespielt. Gelingt es mit dem vornehmlich nach Lateinamerika orientierten Messaging System, die phänomenalen Zuwachsraten in Gewinne umzumünzen, rückt mein einst utopisches Kursziel von 8 Franken pro Aktie in Griffweite. Martin Ebner sorgt nicht nur bei seiner Helvetic Airways für einen Höhenflug, sondern auch auf dem Börsenparkett. (Martin E. is back)

> Darf ich mich wiederholen? Sie wissen, was jetzt kommt – die Erfolgsstory in Sachen U-Blox: +74,67% innerhalb von zwölf Monaten. Und ein Ende ist nicht in Sicht. (Halten und geniessen)

> Jubelstimmung in Indien: Die Pharmafirma Aurobindo Pharmaceuticals zeigt sich von ihrer besten Seite, +21% seit dem Jahresanfang. Und mit dem am Freitagmorgen angekündigten Aktionärsbonus können Sie gemütlich dem Sommer entgegenblicken. Alles ist angerichtet, dass dieses Wertpapier für Langzeitfreude sorgen wird. (Halten und geniessen)

> Neu auf meiner Empfehlungsliste befindet sich das US-Lifestyle-Unternehmen Sketchers USA (Börsensymbol: SKX US). Die Gewinnerwartungen zeigen beim 10 Milliarden US-Dollar schweren Unternehmen steil nach oben. Hier wird im kommenden Jahr die Post richtig abgehen. Speziell bei diesem Wertpapier sollte die Angsthasenstrategie zur Anwendung kommen: Kauf der Aktie und gleichzeitiger Verkauf des 105-US-Dollar-Calls, Oktober 2015: maximale Rendite 9,2% auf 138 Investmenttage. (Here we go, Angsthasenstrategie)

> Mit allen Mitteln der Anlagekunst wurde der Flugzeug-Catering-Zulieferer Gategroup an der Börse nach oben gestossen, doch mittlerweile hat sich grosse Ernüchterung breitgemacht: –10,72% innerhalb von Wochenfrist. In einem Gewerbe, wo Fluggesellschaften für ein paar Rappen ihre langjährigen Zulieferer über Bord kippen, ist Kundenloyalität in diesen Tagen ein Fremdwort. Eigentlich eine spannende Turnaround-Situation aus unternehmerischer Sicht, aber keineswegs für den Aktionär. (Hände weg)

> Weiterhin auf Meisterkurs ist der Basler Saatguthersteller Syngenta. Obwohl das Wochenplus auch schon höher war, ist die Tendenz mehr als klar: Hier sind die Vorbereitungen für die Festspiele schon voll im Gang. Seit kurzem auch mit von der Partie ist die UBS. Und wie aus der Gerüchteküche zu vernehmen ist, soll der US-Gigant Monsanto bereit sein, noch mehr Geld auf den Tisch zu legen, als ursprünglich vorgesehen war: Syngenta-Chef Michael T. Mack wird sein Aktienpaket im Wert von 19 Millionen Franken nochmals vergolden können. Eines ist klar: Die Braut Syngenta wird im Wochentakt immer teurer. (Halten und geniessen)

> It’s alltime high season bei AMAG Pharmaceuticals (Börsensymbol: AMAG US): +63,26% seit dem Jahresanfang. Und ein paar der ganz berühmten amerikanischen Geldverwalter haben hier Lunte gerochen. Interessanterweise hat hingegen die Genfer Privatbank Pictet in ihren Anlageprodukten die Positionen per 31. März 2015 kräftig abgebaut. Seit diesem Datum stieg der Kurs um +27% an. Per 2016 sollte das Kurs-Gewinn-Verhältnis unter 10 Punkten liegen. Und bei einer Rendite von 36,1% auf das eingesetzte Eigenkapital sollte nichts anbrennen. (Halten und geniessen)

> Nicht nur im Flugzeug heisst es «fasten your seat belts», sondern auch beim dänischen Schmuckhersteller Pandora. Das Quartalsergebnis war schlichtweg brillant. Fürs kommende Jahr planen die Dänen, mehr als 300 neue Shops zu eröffnen. Bei einem von mir geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 20 (!) per Ende 2016 werden Sie steinreich, falls die Wachstumseuphorie anhält. (Halten und geniessen)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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