Leichten Schrittes nach oben geht es mit den Valoren der Basler Clariant: +10,73% seit Jahresanfang. Damit rückt das einst ambitionierte Kursziel von 19 Franken (aktuell: 18.06 Franken) per Ende Jahr 2014 in Griffweite. Um noch schneller ans Ziel zu kommen, empfiehlt sich der Verkauf eines gedeckten Calls mit Ausübungspreis 19 Franken auf den September-Termin 2014, aktuelle Prämie über ein Franken. (Verschreiben eines gedeckten Calls)

> Knapp unter 2 Milliarden Franken Marktkapitalisierung: Der österreichische Lichtsensorspezialist Austriamicrosystems (AMS) steigt ungebremst Richtung Marke 140 Franken an. Trotz eines fulminanten Jahres 2014 (+21,67%) wird der Titel mit einer leichten Unterbewertung gehandelt. Hier sollte ein weiterer Teilverkauf bei 139 Franken (aktuell: 131.40 Franken) ins Auge gefasst werden.

> Die Wogen haben sich geglättet und die Bekanntgabe der Quartalszahlen der Zürich Versicherung werden dieses Mal ohne grössere Nebengeräusche über die Bühne gehen. Solange die Dividende die luftige Höhe von 17 Franken besetzt – was einer Bruttorendite von 6,62% entspricht –, wird das Aktionärsvolk dies wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Die Aktie mit Obligationencharakter ersetzt manchem Investor seine lieb gewordenen Obligationen. (Halten)

> Weiterhin noch nicht in Kaufstimmung bin ich bei meinem einstigen Top-Favoriten, dem BB Biotech: Im freien Fall ging es von 180 Franken weit unter die 145-Franken-Marke. Und ohne die signifikante Reduktion des Bewertungsabschlags wäre der Tiefflug noch heftiger ausgefallen. (Hände weg vom einstigen Höhenflieger)

> Optionencharakter haben die Titel von Schmolz+Bickenbach erhalten: Spekulative Investoren hoffen auf einen Turnaround, der vor Jahresende 2014 stattfinden sollte. Bei einem aktuellen Kurs von 1.29 Franken pro Aktie lassen sich solche Spekulationen kostengünstig abschliessen. Es bleibt die Hoffnung, dass für das Gesamtjahr 2014 ein positiver Gesamtertrag übrig bleibt. Das Handelsvolumen auf das nächste Quartalsergebnis 2014 am 22. Mai 2014 hat merklich zugenommen. Für risikofreudige Anleger mit langem Atem könnte mit einer spekulativen vierstelligen Franken-Investition die allfällige Weihnachtsgans 2014 finanziert werden. (Spekulativer Kauf)

> Langsam, aber sicher ist der Textilmaschinenhersteller Rieter über den Berg: Das neue Basislager an der Börse befindet sich nun auf über 200 Franken. Die Ausrichtung des Unternehmens überzeugt, erwarten Sie aber keine Wunder. Mit +28,26% über die letzten zwölf Monate geht die Bilanz für die Anleger mehr als auf. Hier gilt je länger, je mehr das altbewährte Sprichwort «Geduld bringt Rosen». (Halten)

> Helle Freude empfinde ich für meine Leser, die beim Urner Börsen-Stier, der Dätwyler Holding, engagiert sind. Hier läuft die Aktie störungsfrei nach oben. Momentan sind keine Rauchpetarden grösserer Investorengruppen auszumachen. Alle ziehen am gleichen Strang, und das bedeutet: Die Marke von 150 Franken kann für den Herbst 2014 ins Auge gefasst werden. (One direction: 150 Franken)

> In Top-Form befindet sich der freiburgische Börsen-Comet: +16,51%, und das sprichwörtliche Herbstfeuerwerk mit stark ansteigenden Kursen hat noch gar nicht stattgefunden. Das dortige Management macht einen ausgezeichneten Job. Das Erreichen der Marke von 600 Franken sollte nicht ausgeschlossen sein. (Halten)

> Wohl nur noch eine Frage der Zeit, so wie beim fast sicheren 5. Meistertitel in Serie des FC Basel, ist der Durchbruch der 200-Franken-Marke beim Dentalkonzern Straumann. Hier wird auf Unternehmungsleitungsstufe Qualitätsarbeit im höchsten Mass geleistet. Für das Jahr 2015 gehe ich erstmals von einem Umsatz von 802 Millionen Franken aus, 2013 lag dieser bei 679,3 Millionen Franken. Eine Parforceleistung in einem hart umkämpften Markt. Vorzeitige Gratulation ans Rheinknie und meine klare Aufforderung: Halten Sie die Wertpapiere, es lohnt sich.

> Eine fast perfekte Punktlandung erzielte ich mit meiner mehr als gewagten Gewinnschätzung in Sachen UBS. Und nun die obligate Frage der Leserschaft: UBS kaufen auf diesem Niveau? Ich sage eher Nein. Die Produktionskosten, sprich Löhne im Investmentbanking, sind weiterhin viel zu hoch. Die Fixkosten dieser «Talente» bremsen die Gewinnentwicklung des Unternehmens zu stark ab. Sorry, Sergio «Fabuloso» Ermotti.

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.

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