VON BORIS FELDMANN

CS-Marathonläufer Brady Dougan hat mit dem «Elements CS Global Warming» (ISIN: US2254D4079) ein ökologisch einwandfreies Investmentprodukt am Start, das sämtliche Performancerekorde der letzten Monate sprengt. Der fünfzig Wertpapiere umfassende Aktienkorb setzt sich aus Unternehmen zusammen, die mit ihren Produkten die globale Erwärmung reduzieren möchten. Allein im letzten Monat wurde ein magischer Kurszuwachs von 27,01% erzielt. Einziger Wermutstropfen an diesem Hammerprodukt: nur 3,48 Millionen Dollar investierte Anlagegelder. (Must buy).

Der Zuger Schraubenproduzent und Hockeysponsor Bossard bringt sich schon vor Beginn der Börsen-Playoffs in Topform. Mit einer Monatsrendite von fast 10% wurde die Konkurrenz mit einem kräftigen Bandencheck «handlungsunfähig» gemacht. Am 9. März 2011 werden anlässlich der Bilanzpressekonferenz die Umsatzprognosen nochmals erhöht. (Neues Kursziel: 132 Franken)

Völlig abgehoben ist die mittelkapitalisierte Schaffner Holding. Der Auftragseingang beim Elektrokomponentenhersteller aus Luterbach sprengt die kühnsten Erwartungen der Belegschaft. Trotz dreistelligem Kursplus in den letzten zwölf Monaten bleibt die Aktie auf der Überholspur. (Buy)

Nun hat der Lebensversicherer Swiss Life die wichtige Marke von 150 Franken in souveräner Manier durchbrochen. Bei einem geschätzten Buchwert von 226 Franken pro Aktie werden jetzt ausländische Grossinvestoren richtig heiss und sorgen für weiterhin steigende Kurse. (Neues Kursziel: 166 Franken).

Der März 2011 rückt für Nobel Biocare immer näher und dabei wird heftig um die 20-Franken-Marke gekämpft. Mehr als verdächtig ist das gigantische Optionsvolumen, das momentan auf steigende Kurse gesetzt wird. Jedenfalls können die Kurssteigerungen der letzten Wochen nicht mehr als Hausfrauenrally bezeichnet werden, wie dies in einem Schweizer Derivatemagazin kundgetan wurde.
Die Rückzahlung der milliardenschweren Wandelanleihe von Warren Buffet und die starken Ergebnisse des Anlagechefs David Blumer sorgen für neue Kursfantasie bei Swiss Re. Nächster Börsenhalt für die weltweiten Rückversicherungskönige vom Mythenquai wird die 60-Franken-Marke sein. Der Höchststand von Januar 2001 mit 197.25 Franken ist ausser Traktanden. (Buy)

Nun ist die Helvetia Versicherung in das Visier der Schnäppchenjäger geraten: Tiefe Bewertung und eine attraktive Dividendenrendite von 3,82% sorgen für eine gute Börsenstimmung am Hauptsitz in Sankt Gallen. Erwarten Sie aber keine gewaltigen Kurssprünge nach oben, sondern grundsolide Ostschweizer Qualitätsarbeit. (Buy)

Nun hat die Orascom Development Holding meinen Kaufkurs von 48 Franken erreicht. Die politischen Unruhen in Ägypten sorgten für den Kurszerfall in dieser Woche. Auf diesem attraktiven Kursniveau kann erstmals zugegriffen werden. Für Anleger, die bei der Emission im Mai 2008 zum Kurs von 152 Franken mitgemacht haben, ist die Erfolgsbilanz mehr als tiefrot. Die UBS, welche die Aktie an die Börse gebracht hat, war leider viel zu optimistisch betreffend dieser Zukunftsaussichten. (Buy)

Bis knapp an die 100-Franken-Marke wird der Börsenschnauf der Baloise Versicherung gehen und auch die Zürich Versicherung zeigt sich in bester Verfassung, hier wird als nächste Hürde der Höchststand vom 31. März 2010 mit 273.10 Franken anvisiert. (Halten)

Nicht zu bändigen bleibt der taiwanesische Handyhersteller HTC. Jede Woche wird der Höchststand der Vorwoche übertroffen. Die Rendite von 241,49% über das letzte Jahr ist schwindelerregend. Nun ist die auch die Credit Suisse heiss auf den Titel mit Schweizer Verwaltungsrat geworden.

Erstmals seit langem hat sich der Bewertungsabschlag des CS Euroreal zum inneren Wert auf 15 Prozent zurückgebildet, nachdem vor Monaten noch der Abschlag hohe 20 Prozent betrug. Das 10 Milliarden Franken schwere Immobilienvehikel sollte im Mai 2011 nach fast zweijährigen Aufenthalten in der «Börsenkühlbox» wieder frei handelbar sein.

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Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Der «Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.


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