Sehr geehrter Herr M., Norwegian Cruise Line (Börsensymbol: NCLH US), die Aktien des Anbieters von karibischen Vergnügungsfahrten, sind trotz Ihrer Polemik nicht zu bremsen: +85,498% auf rollierender Jahresbasis. Und die Erwartungen eines neuen Rekordergebnisses sind nun ins Unermessliche gestiegen: Der um rund 80% reduzierte Ölpreis auf Jahresbasis sorgt für Hochstimmung bei den seriösen Investoren. Tut mir leid! (Halten+geniessen)

> Für die Gamer unter meinen Lesern ist die US-Firma Electronic Arts (Börsensymbol: EA US) das Nonplusultra. Und mit den neusten Spielen, die optimal auf das Weihnachtsgeschäft lanciert werden, sollten die Umsätze neue Rekordstände erreichen. Speziell der Umsatzhit «Star Wars: Battlefront» wird nach meinen Berechnungen ein Verkaufsvolumen von 14 Millionen Einheiten innerhalb eines Umsatzquartals ermöglichen. Obwohl der Titel leicht überteuert ist, sollte ein Engagement für den langfristigen Anleger ins Auge gefasst werden. (Neu auf der Empfehlungsliste)

> Der norwegische Trendschmuckhersteller Pandora erreicht auch in dieser Woche einen neuen Höchststand: +54,11% seit dem 1. 1. 2015 in Lokalwährung, und ein Ende dieser Erfolgsgeschichte ist nicht auszumachen. Im Hinblick auf das nächste Quartalsergebnis vom 11. August 2015 werden wir noch mit einem Strategievorschlag kommen, um einen allfälligen Taucher abzufedern, falls die hochgesteckten Erwartungen der Finanzgemeinde nicht erfüllt werden. (Halten+geniessen)

> Das UBS-Fund-Management senkt seinen Anteil bei der VZ Holding auf unter 3% Prozent, mit entstandener Meldefrist vom 22. Juni 2015. Und seitdem hat eines meiner Lieblingspapiere einen Steigerungslauf hingekriegt: +14,39%. Der Swiss Performance Index kam auf weniger als die Hälfte dieses Resultats. Sie sehen: Trotz aller Negativpropaganda gegen dieses Finanzunternehmen konnten die Aktien um rund 40,01% in diesem Jahr zugewinnen. (Halten+geniessen)

> Keine Sorge, ich gönne allen den Erfolg mit den Aktien der Ems-Chemie: +20,44% innerhalb eines Jahrs. Jetzt gilt es die Aktienpositionen zu verschreiben: Verkaufen Sie den Dezember-2015-Call mit Ausübungspreis von 480 Franken. Und machen Sie sich keine Sorgen, wir nehmen nicht an der Schmutzkampagne gegen die Ems-Chefin Magdalena Martullo Blocher teil. Und dies notabene, obwohl ihr Papa auf dem Zeitungsplatz Basel einen Konkurrenten der AZ Medien darstellt. (Gedeckter Call auf den Dezember-Termin)

> Und wieder bin ich auf eine dänische Anlageperle gestossen: Es handelt sich um die Firma Novozymes A/S, ein auf Biotechnologie ausgerichtetes Unternehmen. Die Firma erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt Enzyme zur industriellen Nutzung. Auch die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital von 23,2% ist im internationalen Branchenvergleich sensationell. Hier werden die Kurssteigerungen gemächlich vorangehen, da es sich um einen absoluten Qualitätstitel handelt. (Neu auf der Kaufliste)

> Mehr als verdächtig sind die Kursbewegungen bei der Bank Vontobel: +7,31% innerhalb Wochenfrist. Speziellen Aufwind gibt es momentan für das Investmentbanking, die Nachfrage nach komplexen finanziellen Instrumenten hat sich nach einer temporären Flaute wieder akzentuiert. Die einstigen Höchststände aus dem Jahr 2000 sind weiterhin ausser Reichweite. Speziell die starke Dividendenrendite von 3,15% gefällt mir. Hier lohnt es sich, mitzuspielen. Ein Titel, wo noch einiges möglich ist, trotz den starken Avancen der letzten Wochen. (Neu auf der Kaufliste)

> Nicht nur auf dem grünen Rasen ist Basel Trumpf, sondern auch auf dem Börsenparkett: Der Chemiezulieferer Lonza ist jetzt in Champions-League-Form. Mit +28,43% in diesem Jahr geht die Rechnung mehr als auf für Sie – meine kühnsten Träume sind in Erfüllung gegangen. Am Mittwoch gibt es ein glanzvolles Quartalsergebnis, lassen Sie sich überraschen. Und Sie wissen wohl, wer der grösste Gewinner in diesem Börsenspiel ist: das US Fondshaus BlackRock. Hier haben die Schweizer Finanzhäuser grossen Nachholbedarf. Aber wie gesagt, in meinen Augen «too late»! (Halten+geniessen)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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