VON BORIS FELDMANN

Die Insideraffäre an der Wall Street nimmt immer grössere Dimensionen an, die in Kürze auch in der Schweiz ihren Niederschlag finden wird, da auch DachHedge-Funds mit Sitz am Genferseebecken in diesen Produkten investiert sind.

Viel spannender sind die Transaktionen, die von Firmenmanagern der Schweizer SMI- und SPI-Firmen ausgelöst wurden. Im Wissen oder Unwissen auf die bevorstehenden Quartalszahlen wurden Calloptionen auf die eigenen Bestände geschrieben. Sinn und Zweck dieser Transaktion ist es, den Einstandspreis auf die eigenen Positionen zu reduzieren und somit das Kursrisiko zu mindern.

Das Risiko für den Schreiber dieser Calloptionen besteht nur dann, wenn einem die Aktien herausgerissen werden, falls diese massiv an Wert zulegen. Da man aber weiss, wie die Zahlen aussehen werden, besteht diese Gefahr nicht. Der Zeitpunkt dieser Transaktionen fand eine bis zwei Wochen vor Ankündigung der Quartalszahlen statt. Da man technisch die Aktien nicht verkauft, ist dies kein Insidervergehen. Doch wäre es spannend, wenn sich die Finma dieser Sache annehmen würde.

Der Druck auf die UBS wird weiterhin anhalten. Weitere nennenswerte Abgänge im Private Banking mussten diese Woche in Amerika vermeldet werden. Interessant ist der massive Abfluss von Kundengeldern in den USA. Dazu kam es, obwohl die UBS noch Anfang des Jahres mit zum Teil horrenden Ablösesummen ganze Teams von der Konkurrenz losgeeist hatte. Eines ist sicher: «Ossi» Grübel wird sich vermehrt des Private Banking annehmen, nachdem das Investmentbanking wieder halbwegs flott unterwegs ist.

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