Das Unternehmen von Magdalena Martullo-Blocher überzeugt an der Börse auch dieses Jahr. Seit langem empfehle ich die Ems-Chemie, und das Unternehmen sorgt unter den Anlegern tatsächlich auch in diesem Jahr für strahlende Gesichter. 7,18% gewann die Aktie seit Anfang 2014. Nun werden die virtuellen Brandmauern bei den Banken aufgezogen: Dem Titel darf der Sprung über die neuralgische Marke von 350 Franken (aktuell: 339.75 Franken) nicht gelingen, sonst werden einige Optionspositionen für ein paar Finanzinstitute zu einem sehr kostspieligen Unterfangen. (Halten und geniessen)

> Trotz Ukraine-Krise sprudeln die Millionen für unsere Börsenmilliardäre auch in dieser Woche: Keine taktischen Störmanöver können den Höhenflug der Galenica in Richtung 900-Franken-Marke stoppen. Da lacht das Investorenherz des Martin Ebner. Doch offen gesagt, momentan verspricht seine 11,26-%-Beteiligung am Genfer Bankenunternehmen Temenos mehr Anlegerglück: Die Quartalszahlen vom kommenden Dienstag sollten den Weg zu einem neuen Rekordergebnis im Jahr 2015 ebnen. Und wenn Blackrock vor drei Tagen seine Beteiligung nach oben arrondiert hat, muss ich Ihnen wohl das Börsen-ABC nicht nochmals vorbeten und sage strong buy. (Neu auf der Empfehlungsliste)

> Keine Sorgen braucht sich die Biotechfangemeinde zu machen, es gibt auch Titel in diesem Sektor, von denen ich begeistert bin. Wie wäre es mit den Italienern von Cosmo Pharmaceuticals, +35,33% seit Jahresanfang? Eine Firma, die seit mehreren Jahren nur Gewinne schreibt und verschiedene Produkte kurz vor der Phase III hat – dem Jackpot in der Pharmabranche. (Halten)

> Unser Verkaufssignal in Sachen BB Biotech war perfekt. Jetzt erreichen mich vermehrt Leserfragen, ob man auf merklich reduziertem Niveau einkaufen sollte. Ich sage klar nein. Speziell das Spiel, die Differenz der NAV (Net Asset Value) zu reduzieren, gefällt mir gar nicht. Damit wird kaschiert, dass der Absturz in den letzten Wochen viel stärker ausgefallen ist als offiziell angezeigt. (Abwarten)

> Den freiburgischen Börsen-Comet müssen Sie im Auge behalten. Eigentlich bin ich kein Fan mehr von Titeln mit einer Marktkapitalisierung von 425 Millionen Franken, aber die fundamentalen Zahlen schreien regelrecht strong buy. Einziger sehr grosser Nachteil: Das Handelsvolumen in diesem Titel entspricht einem ausgetrockneten Bergbach im Spätsommer. Hier können Sie leider nur in sehr kleinen Stückzahlen kaufen (Limite: maximal 560 Franken)

> Alles bereit für das Spektakel um Austriamicrosystems: Morgen Montag um 18 Uhr werden die Quartalszahlen präsentiert. Eine Analyse der Kursbewegungen lässt folgende Spekulation aufkommen: gute Zahlen, aber keine Hammerresultate. Meine Idee: Kaufen Sie die Aktie und verschreiben Sie gleichzeitig einen Juli-2014-Call mit Ausübungspreis 120 Franken. Vielleicht in vielen Augen eine Angsthasen-Strategie, es sollte aber trotzdem eine starke Rendite von 5% auf Verfall geben – ausser AMS stürzt ab. (Kaufen und gleichzeitig einen Call verkaufen)

> Alles im Griff bei den Norwegern von Marine Harvest: Die ersten Vorinformationen zum anstehenden Quartalsergebnis am 30. April 2014 sind sehr gut. Wichtig: Erwarten Sie keine rasanten Kursgewinne wie in der Vergangenheit von +100%. Jetzt ist Stillstand angesagt. Die Rendite verdienen Sie nur, wenn Sie Call verschreiben und Dividenden kassieren. Macht summa summarum 8,2% aufs Jahr. (Halten, langweilig, aber profitabel)

> Ich komme nicht umhin, nochmals eine Empfehlung auf Sika, dem Baarer Branchengiganten im Baugewerbe, auszusprechen. Firma, Management, Ausrichtung und Zukunftsperspektiven sind Spitzenklasse. Ein Unternehmen, das solid und ohne Stress sorgfältig expandiert. Also keine negativen Überraschungen. Mit +61,22% über die letzten zwölf Monate wurde solide Wertarbeit an der Börse geleistet. Einmal mehr sind die zwei grössten Aktionäre keine Schweizer Banken oder Finanzunternehmen, sondern anglophile Fondsmanager. (Strong buy für langfristige Anleger)

> Last but not least: Erste Gerüchte und Branchenvergleiche lassen erahnen, dass im Investment-Banking der UBS kein glorreiches 1. Quartal 2014 stattgefunden hat. Lassen wir uns am 6. Mai 2014 überraschen. Ob dann CEO Sergio Ermotti die Daumenschrauben bei den erfolgsabhängigen Lohnzahlungen ansetzen wird? Eines ist klar: Die UBS hat im Investment-Banking eine der weltweit höchsten Cost-/Income-Ratio, was generell kein gutes Zeichen für die Aktionärsseele ist. (Abwarten, kein Kauf auf diesem Niveau)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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