> Ein Leser schrieb mir diese Woche: «Am Sonntag, 22. Dezember 2013, haben Sie den Adamant Global Biotech (ISIN CH0113817065) vorgestellt. Nach einem ziemlichen Einbruch am 15. Januar 2015 steigt der Titel stürmisch jede Nacht nach oben, und ich habe wiederum nur gezaudert und nicht zugeschlagen. Darf man auf diese Perle jetzt noch aufspringen?» Meine Antwort: Lassen wir die Fakten sprechen. Seit der Kaufempfehlung vom 22. Dezember 2013 ist der empfohlene Fonds um nette 73,64% gestiegen. Der Swiss Market Index hat im gleichen Zeitraum nur 15,8% (mit reinvestierten Dividenden) hinzugewonnen. Es gibt keinen Grund, nicht weiterhin auf dieses Produkt zu setzen.

> Ein anderer Leser meldete sich auf der Website der «Schweiz am Sonntag», wo ein Teil unserer Geld-Seite abrufbar ist, mit einer kleinen Polemik zu Wort. Nun, wäre Herr H. zahlender Abonnent, würde er Woche für Woche unter der Rubrik «Anlagetipp» (siehe rechts oben) eine Kaufempfehlung erhalten. Die gibt es exklusiv in der gedruckten Zeitung. Unsere letztwöchige Empfehlung Rosenbauer stieg innert Wochenfrist um +5,53% an. Fakten rentieren in der Regel besser als Polemik …

> Halten ist Trumpf! Bestes Beispiel ist der Autozulieferer Autoneum. Mancher Leser wurde nervös, als die Schweizer Nebenwertperle (Marktkapitalisierung 910 Millionen Franken) vorübergehend schwächelte, doch seit dieser Woche herrscht nur noch eitel Sonnenschein: +26,21% über ein Jahr und eine atemberaubende Ausschüttung, die erst noch steuerfrei ist, wartet auf die Aktionäre. Aus Deutschland erhielt ich ein begeistertes Telefonat: «Ich habe in der Baisse nochmals zugekauft, jetzt ist meine Rendite sensationell.» Vielleicht erinnern Sie sich noch, als ich darauf hingewiesen habe, dass Martin Ebner im Oktober 2014 zugeschlagen hat, seine Rendite liegt bei +43,27%.

> Nicht zu bremsen an der deutschen Börse ist die nächste Empfehlung, Dialog Semiconductors: +22,73% innerhalb Monatsfrist. Auch hier gilt weiterhin: Halten. Vorgestern Freitagmorgen um 6.18 Uhr erhielt ich von einem Mitarbeiter einer weltweit führenden Privatbank ein E-Mail nur mit einem Smiley und dem lapidaren Kommentar: «Geil.»

> In der Fussballsprache gibt es das Sprichwort «never change a winning team». Dies gilt mehr denn je bei Austriamicrosystems: +89,25% innerhalb Jahresfrist. Ob es unserem Polemiker Herrn H. lieber gewesen wäre, wenn wir das Pferd schon längst gewechselt und etwas Neues gekauft hätten? Diese Aktie ist nicht erst seit vorgestern in meinem Repertoire: 2-JahresRendite 92%, Swiss Market Index +17% im gleichen Zeitraum.

> Der Durchhaltewillen hat sich in Sachen Lonza mehr als gelohnt, und das ambitionierte Kursziel wurde locker durchbrochen: +40,22% innerhalb Jahresfrist – und die Firma ist schon heute in Topform. In den Jahren 2015 und 2016 werden neue Gewinnrekorde erzielt. Das Unternehmen ist nicht wie einst ein «screaming buy», doch die Zukunftsaussichten für weiter steigende Notierungen sind mehr als intakt. Sorry, Herr H., aber wir halten weiterhin an unserem Engagement fest.

> Zu guter Letzt: Hätten wir in Sachen U-Blox AG nicht durchgehalten, hätten die Aktien des Thalwiler Hightech-Unternehmens manche im dümmsten Moment verkauft: +235,21% lautet unsere zwei Jahresbilanz – und natürlich heisst die Devise weiterhin: Halten. Also, lieber Herr H., lösen Sie am besten ein Abonnement, und Sie erhalten nicht nur Halteempfehlungen, sondern auch Ihre gewünschte wöchentliche Kaufempfehlung, siehe oben rechts.

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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