VON BORIS FELDMANN

Es scheint, dass Goldman Sachs, beflügelt durch die ausgezeichneten Quartalszahlen, wieder frischen Mut getankt und seinen Risikowillen gestärkt hat. Unser Augenmerk richten wir dieses Mal auf das folgende Trio: Swiss Re, Credit Suisse und UBS. Wieder gelangt eine höchst komfortable Barriere von 39% zur Anwendung, und der Coupon von 28,5% aufs Jahr ist schlichtweg umwerfend. Die Kursfixierung findet am 30. April 2009 statt – zwei Tag nachdem sich Bundesrat Merz mit Timothy Geithner getroffen hat. Traktandum Nr.1: Was passiert mit den 52 000-US Kunden der UBS? Valor 4270325 ein klarer Kauf.

Es vergeht wohl kein Tag, an dem wir Schweizer nicht als die bösen Buben in Bezug auf die Traumdestination betreffend deutscher Steuerhinterzieher bezeichnet werden. Dem ist nicht so, Herr Steinbrück: In Analogie zu «Asterix und Obelix» gibt es ein kleines gallisches Dorf im wahrsten Sinne des Wortes, das die deutschen Fluchtgelder anzieht wie Magnete: Monaco. Ob das an den ausgezeichneten Beziehungen zwischen Frau Merkel und Herrn Sarkozy liegt, dass Herr Steinbrück seine Kavallerie nicht Richtung französische Riviera befehligt?

Die starke Gewichtung von amerikanischen Liegenschaftskrediten bei der CS rächt sich, doch ist man weit davon, wie bei der UBS Milliardenverluste einzufahren. Der passionierte Radfahrer Brady Dougan, der liebend gerne auf dem Velo einmal pro Woche an seinen Arbeitsplatz gefahren wäre, dies aber nicht darf, hat neue Aspirationen: Die Auslagerung von Geschäftsbereichen mittels Jointventures, die hohe Risiken und viel Kapital binden.

Dieser geniale angedachte Geheimplan würde den CS- Aktienkurs in neue Dimensionen bringen. Ein erneuter Kauf der CS-Aktien und gleichzeitigem Call-Verkauf drängt sich auf. Die Grossinvestoren aus Katar und Israel feiern Brady D. schon heute als neuen Investment-Messias.

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