> Auf zu neuen Ufern heisst es bei der französischen Versicherung AXA (Börsensymbol: CS FP) mit Hauptsitz in Paris. Im Hinblick auf eine erhöhte prozentuale Dividendenausschüttung und ein neues Rekordergebnis würde ich dieses Papier kaufen. Von der finanziellen Bewertung her ist der Grosskonzern – zu ihm gehört auch die einstige «Winterthur» – als moderat zu bezeichnen. Hier steht nicht der kurzfristige Kursgewinn im Vordergrund, sondern die Funktion eines Eckbausteines im Rahmen Ihres Portfolios. Wichtig: Die Dividende sollte jeweils wieder in Aktien reinvestiert werden. (Neu auf der Empfehlungsliste)

> In der amerikanischen Börsensprache gibt es den Ausdruck «take the profit and run». Diese Strategie würde ich bei den Papieren der Sirona Dental Systems (Börsensymbol: SIRO US) anwenden: Bei einem Jahresplus von 28,1% erreicht der Titel ein stattliches Kurs-Gewinn-Verhältnis von 33,82 Punkten. Jetzt gilt es, nach der sensationellen Rendite Ihrer Anlage einen Teilschutz zu verpassen – mittels gedecktem Call. Dabei würde ich den März-2016-Call mit Ausübungspreis von 110 US-Dollar zur Anwendung bringen. Hintergrund dieser Strategie ist die relativ schwache Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital von 14,2%, was zum Ausdruck bringt, dass der Titel nun leicht überbewertet ist. (Gedeckter Call, als Teilschutz nach starker Anlageperformance)

> Sozusagen ein kollektives Aufschnaufen zu hören war bei der Sika (Börsensymbol: SIK VX), nachdem der temporäre Kurstaucher das Papier im Lauf des Jahres 2015 unter die neuralgisch tiefe Marke von 3000 Franken gedrückt hatte. Jetzt ist wieder alles okay, und der Titel hüpft an der Börse wie ein junges Reh den gewohnten Höchstständen entgegen. Und für mich bleibt die befriedigende Gewissheit, dass sich die Durchhalteparolen gegenüber der Leserschaft als die richtige Maxime durchgesetzt haben, obwohl gewisse Anleger zeitweilig mit wohl grösseren Verlusten kämpfen mussten. Jetzt sind das alles Tempi passati, und im Jahr 2016 wird der Titel auf Hochglanz poliert sein. Denn eines ist klar: Der Baumaterialhersteller kann auf lange Frist nur an Wert gewinnen! (Halten)

> Obwohl die Aktien von Volkswagen (Börsensymbol: VOW3 GY) im bisherigen Jahresverlauf mehr als 30% an Wert verloren haben, werden Sie mit unserer propagierten Angsthasenstrategie am Schluss ein dickes Plus auf Ihrem Konto haben. Sicherlich hätten Sie mit dem Einsatz von Hebelprodukten einen noch fetteren Gewinn erzielen können, doch die Möglichkeit eines Totalverlustes wäre im Raum gestanden, sofern das Papier sich nur ein paar Teilschritte in die falsche Richtung entwickelt hätte. (Gewinn mit der Angsthasenstrategie)

> Die von vielen als überraschend betrachtete Verkaufsempfehlung in Sachen VZ Holding (Börsensymbol: VZN SW) hat sich im Nachhinein als goldrichtig erwiesen. Spannend bei diesem Unternehmen finde ich die Schritte, die hinsichtlich quantitativer Anlagestrategie unternommen werden. Mit Hochdruck wird bei der VZ Holding daran gearbeitet. Interessant wird es dann sein zu vernehmen, wie diese Stilrichtung des Investmentmanagements gegenüber herkömmlichen Instrumenten abschneidet. Jedenfalls vergeht fast keine Woche, in der ich nicht von meiner Leserschaft im Detail dazu befragt werde. Fazit: Die VZ hat in Sachen Marketing einen ausgezeichneten Job erledigt.

> Ausgesprochen ruhig wurde es um dem Basler Spezialchemiehersteller Clariant (Börsensymbol: CLN VX) in letzter Zeit, obwohl die Fortschritte des Unternehmens auf der Ergebnisseite im Jahr 2016 vielversprechend ausfallen werden. Hier gibt es eine sehr lukrative Strategie unter der Prämisse, dass die Preise der Rohstoffe nicht in die Höhe schiessen. Verkaufen Sie einen gedeckten Call mit Ausübungspreis von 18 Franken auf den März-2016-Termin. Maximale Rendite auf 103 Investmenttage: 6,2% (nicht annualisiert). (Neue Strategieempfehlung: Gedeckter Call auf März 2016)

> Fasziniert bin ich vom US-Fleisch- und Lebensmittelproduzenten Hormel Foods (Börsensymbol: HRL US), der eine steigende Formkurve an der Börse aufweist. Hier kommt es im kommenden Jahr nochmals zu einem Gewinnanstieg beim nun 20 Milliarden US-Dollar schweren Unternehmen. Der Geschäftszweig ist bei weitem nicht elektrisierend, aber die Ertragsdynamik durchaus spektakulär. (Neu auf der Empfehlungsliste, made in the USA)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper