Den Altimeter auf Höhenflug eingestellt haben die Valoren des Flughafens Zürich. Bald wird die Höhe von 700 Franken erstmals in dessen Geschichte durchbrochen. Das gigantische Expansionsprogramm der einheimischen Fluglinie Swiss ab dem Frühling 2015 wird die zahlungskräftigen Umsteigepassagiere anziehen wie Licht die Motten. Meine Kurserwartung liegt aktuell bei 755 Franken. Und als Geheimtipp: Das Sprüngli-Birchermüesli auf der Empore nach der Leibesvisitation ist wirklich schmackhaft: Hier haben Sie einiges mehr Platz zum Geniessen als am Hauptsitz am Paradeplatz. (Bald über 700 Franken)

> Nicht mehr aufzuhalten an der New York Stock Exchange ist unser «Pick of the week», Insys Therapeutics: +22,12% innert Monatsfrist. Im Hinblick auf die Bekanntgabe des Quartalsergebnisses am 4. März 2015 erreicht die Erwartung der internationalen Investoren einen neuen Höhepunkt. Bei dieser Euphorie würde ich einen Teil des Supergewinns ins Trockene bringen, denn auch an der Wall Street wachsen die Bäume nicht in den Himmel. (Teilverkauf)

> Die für mich innovativste Firma im schweizerischen Finanzsystem, die Zuger Partners Group, wird auch in diesem Jahr die Schlagzahl nochmals signifikant erhöhen. Laut meinen Schätzungen wird das Unternehmen im Jahr 2015 einen neuen Rekordstand in Sachen Net New Money erzielen. Von der Bewertung am oberen Limit, aber trotzdem ein Must für den langfristig orientierten Investor. (Dauer-Kaufempfehlung)

> Jubelstimmung herrscht in Kirchheim (Baden-Württemberg) am Hauptsitz von Dialog Semiconductors. Fast im Wochentakt erreichen die Aktien des Herstellers von Mixed-Signal-Schaltungen für Tablets und Smartphones neue Höchststände. Der Jahresauftakt 2015 ist mehr als geglückt: +34,68% und das berühmte Ende der Fahnenstange ist hier noch nicht erreicht. Fundamental ist der Titel trotz einem Zuwachs von +134,2% innerhalb eines Jahres ein Schnäppchen im Branchenvergleich. (Halten)

> Der österreichische Börsenstar Austriamicrosystems ist auch weiterhin ein Trumpfass an der Schweizer Börse. Das Wertpapier vollzieht zur Freude meiner Leserschaft den kursmässigen Höhenflug im Dreivierteltakt. Und 2015 wird zum Superjahr für den Hersteller von Hochleistungshalbleitern. Und hier eine Warnung: Am 28. April 2015, dem Tag des nächsten Quartalsergebnisses, werden die Aktien auf wundersame Weise nach unten gedrückt. Wir kennen die Mechanismen dieses Spiels und auch deren Hauptakteure. Hier lautet die Devise: Who cares about Kursmanipulation, frei nach Dr. oec. Roger Schawinski, Medienpionier seit Urzeiten. (Halten)

> Auch in dieser Woche zeigt sich das italienische Rassepferd Cosmo Pharmaceuticals dem einheimischen Fachpublikum von seiner besten Seite: +3,53% und wie gesagt, bis zur Bekanntgabe des Jahres 2014 am 25. März wird der Titel der schweizerischen Konkurrenz nochmals tüchtig einheizen – +85,3% innerhalb Jahresfrist sollte auch den grössten Kritiker zufriedenstellen. (Halten, Forza Italia)

> Jetzt kann ich auch den allerletzten Leser in Sachen Kühne & Nagel beruhigen. Der weltweite Transportgigant aus Schindellegi SZ hat ein Glanzresultat fürs Jahr 2014 hingelegt. Der Dividendenaufguss sollte nun den letzten Zweifler endgültig zur Räson bringen. Und nicht vergessen: Am 5. Mai 2015 gibt es dann die Sonderdividende von 3 Franken.

> Freude herrscht bei einem alten Bekannten dieser Kolumne, es handelt sich um die Papiere von ProSiebenSat1. Ich hatte wirklich Mitleid, als Thomas Ebeling im Kampf um die Novartis-Spitze in einer internen Ausmarchung auf den zweiten Platz verwiesen wurde. Sowohl die jetzige Novartis Nr. 1, Joe Jimenez, als auch Thomas Ebeling als ProSiebenSat1-Chef machen einen ausgezeichneten Job. Doch in einer Hinsicht hat Joe Jimenez keine Chance: Seit dem Start von Thomas Ebeling im Jahr 2009 stieg die Aktie von ProSiebenSat1 bei reinvestierten Dividenden in Wertpapieren um 4085,63% an (Berechnung Bloomberg, ohne Gewähr). (Halten)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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