Im Gegensatz zum FC Basel weiter auf Champions-League-Kurs ist mein Lieblingsitaliener Cosmo Pharmaceuticals: +148,6% seit dem 1. 1. 2013. Hier sage ich klipp und klar: Forza Italia, nun sind auch die amerikanischen Grossanleger in den Ferrari an der Schweizer Börse eingestiegen. Mit einem von mir geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16.7 per 2014 kann man weiterhin beherzt zugreifen. (Kaufen, für Nachzügler)

> Halten Sie Ihren Fallschirm in Sachen Leonteq bereit: +8,2% im Wochenverlauf. Einer der Performancestars 2013 an der Schweizer Börse erreichte mit +146,1% einen neuen Höchststand. Der Struki-Anbieter setzt nun im verstärkten Masse auf den asiatischen Derivate-Markt. Einziges Manko an dieser Vorwärtsstrategie: Die Margen sind ultrascharf, wenigstens kann man sich gegen die internationale Konkurrenz behaupten – und dies sind Good News. (Halten, Verkaufslimite bei 102 Franken)

> Ich sage es nochmals deutlich: Nur mit limitierten Kaufaufträgen bei der Pax-Anlage Basel im Markt auftreten. Ja, die Unterbewertung beträgt noch 27,2%. Und das ist gut so. Auch das bisherige Wochenplus von +5,7% ist sensationell, aber bitte nur mit Augenmass agieren. (Halten, marktenger Titel)

> Auch der zweite Basler Titel macht richtig Freude. Dutyfree-König Dufry: +3,5%. Jetzt wird das Kursziel von 160 Franken in Angriff genommen. (Halten)

> Die Thalwiler Performanceschmiede U-Blox Holding ist weiterhin nicht zu bremsen: Fast im Monatstakt erfreut der GPS-Komponentenhersteller die Investoren mit neuen Innovationen. Hier heisst es dranbleiben. Die Bewertung ist mehr als attraktiv. Die Produkte für den russischen Markt sollten ab dem Jahr 2015 für ein zusätzliches Umsatzwachstum sorgen. (Halten)

> Turnaround bei Lonza: Die wichtige Marke von 80 Franken konnte bestens verteidigt werden. Hier heisst es wie in der Primarschule: Still sitzen, die grosse Freude für Ihren Geldbeutel erfolgt im Jahr 2014. (Halten)

> Nicht mehr aus dem kurzfristigen Negativtrend heraus kommt die Berner Kantonalbank. Eigentlich eine sehr sympathische Bank, aber irgendwie fehlt mir die Story, weshalb ich dort ein Konto eröffnen sollte. Der Kurszerfall wird erst bei 190 Franken zum Halten kommen. Bei –22,6% in diesem Jahr erwarte ich langsam, dass sich die Berner Politiker auf die Hinterbeine stellen und Fragen zu stellen beginnen, wie es meine Leser schon längst getan haben. (Verkaufen)

> Swiss Prime Site: –12,9% beträgt der bisherige Jahresverlust an der Börse des sehr professionell agierenden Liegenschaftsentwicklers. Dies ist für mich ein erstes Alarmzeichen, dass sich der schweizerische Immobilienmarkt im Rückwärtsgang befindet. Als ich vor Monaten per 1. 1. 2014 eine Erhöhung des antizyklischen Kapitalpuffers von 0,25% gefordert hatte, stand ich im Schilf. Heute, gut drei Monate danach, ist man fast unisono dafür – ausser einige hoch bezahlte Bankenchefs, deren Bonuszahlung unter anderem anhand der Eigenkapitalrendite bemessen wird. Sehr geehrte Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf: Einfach durchziehen, sicher ist sicher. Der private Immobiliencrash im Norwegen und Holland sollte Ihnen eine genügend grosse Warnung sein. Wenn es in der Schweiz einschlägt, sprechen wir schnell von zweistelligen Milliardenbeträgen. Danke, wenn Sie den Mut besitzen, unpopuläre Massnahmen umzusetzen. Vertrauen Sie Professor Thomas Jordan, dem Chef der Nationalbank, ohne dessen bedachtes Eingreifen der schweizerische Bankenplatz heute ganz anders aussehen würde.

> Weiterhin auf Champions-League-Kurs ist Verwaltungsrat Bernhard Heusler mit dem Kioskbetreiber Valora: +24,7% im Jahresverlauf und die aktuelle Dividendenrendite von 5.59% verspricht Hochgenuss. Für einmal gibt es Sternstunden mit dem smarten Anwalt auf dem Börsenparkett und nicht auf dem grünen Rasen. Hier hat wenigstens der Spielleiter keine Tomaten auf den Augen, wie bei Spielen gegen Schalke. (Bernhard Heusler, hier gibt es keine falschen Schiedsrichterentscheidungen, die «Schweiz am Sonntag» hat keine Probleme mit Ihrer Erfolgsstory)

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Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.

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