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> Sie kennen meine Vorliebe für norwegische Lachsproduzenten wie Marine Harvest (Börsensymbol: MHG NO). Kurz vor den nächsten Quartalszahlen lege ich Ihnen nochmals den Branchenkonkurrenten Salmar ASA (Börsensymbol: SALM NO) ans Investorenherz. Trotz eines Zuwachses von 32,09% in diesem Jahr halte ich an meiner Anlageempfehlung fest. Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 15 Punkten per 2017. Und mit einer Dividendenrendite von 4,85% fühlen Sie sich als Anleger wie ein Fisch im warmen Ozeanwasser. (Kaufen für Späteinsteiger)

> Nochmals einen Gang höher geschaltet hat der US-Nahrungsmittelzusatz-Spezialist Ingredion (Börsensymbol: INGR US): Jetzt beträgt das Jah-
resplus 21,83%. Und die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Bankanalysten um mehr als 25%! Laut meinen Modellen, die ich an die veränderte Situation angepasst habe, erhalten Sie nun ein ernst zu nehmendes Verkaufsverbot. Der Titel figuriert unter dem Kapitel «fundamental unterbewertet». (Verkaufsverbot)

> Grosse Sorgen machte sich ein schweizweit bekannter Isebähnler (es handelt sich nicht um SBB-Chef Andreas Meyer) hinsichtlich seines Investments bei Jack Henry Associates (Börsensymbol: JKHY US). Nach den Quartalszahlen kann ich jedoch Entwarnung geben, der Titel erreicht mit dem Spitzentempo des Roten Pfeils in Bälde die All-time-high-Marke. Der Gewinn pro Aktie wird im Jahresschnitt um mehr als 8,2% ansteigen. Speziell die Rendite aufs eingesetzte Eigenkapital von 24,2% ist fast so rekordverdächtig wie der neue Gotthard-Basistunnel. Mit einem Kursplus von 183% innerhalb von fünf Jahren vollbringt dieses Wertpapier eine tägliche Spitzenleistung an der Börse. (Freie Fahrt Richtung All-time-high)
> Brutal abgewatscht wird die Credit Suisse (Börsensymbol: CSGN VX) im SlingShot Trader vom 5. Mai 2016. Dies im Hinblick auf die Bekanntgabe der Quartalszahlen am 10. Mai 2016. Die Aussagen der beiden Autoren sind unbarmherzig: «Credit Suisse Group AG (ADR) has been in rough shape for a while.» Und um ihrer Haltung Nachdruck zu verleihen, wird den Investoren der June-14.54-US-Dollar-Put für einen maximalen Preis von 1.30 US-Dollar ans Herz gelegt. Dabei lassen sie maliziös verlauten: «In SlingShot Trader, we took bearish trade on CS in late March, that worked well for us (a 140% gain) and we anticipate this one will as well.» Es versteht sich eigentlich von selbst, dass keine Person, die mit den inhaltlichen Kontexten dieser Kolumne in Berührung steht, irgendwelche spekulative Positionen auf die Credit Suisse besitzt. Die Auflösung des Börsenpokers findet um 6.30 Uhr am Dienstagmorgen statt. (Das spekulative Amerika setzt alles auf eine Karte: all or nothing)

> Auch die heutige Neuempfehlung stammt aus Amerika. Darf ich Ihnen vorstellen: der Baumaterialhersteller Carlisle Cos. Inc. (Börsensymbol: CSL US). Das mit 6475 Milliarden US-Dollar bewertete Unternehmen überzeugt durch eine überaus starke Gewinnentwicklung – und dies notabene zu einem sehr ansprechenden Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17,8 per Ende 2016. Wenn es etwas zu holen gibt, sind wie immer die üblichen Verdächtigen mit grossem finanziellem Einsatz im Spiel. Für Sie gilt, frei nach dem Motto des US-Turnschuhherstellers Nike: Just buy it. Die quantitativen Modelle sehen eine Unterbewertung von 22% auf 1¼ Jahre voraus. (Strong buy)

> Marco Gadola Superstar! Der CEO des Basler Dentalhersteller Straumann (Börsensymbol: STMN SW) wird zum Bernhard Heusler des Börsenparketts: Die Champagnerkorken knallen im Jahrestakt, seit Gadola den CEO-Posten übernommen hat. Mit einem Kursplus von 202,43% seit der Besteigung des Throns im März 2013 geht Gadola in die Annalen der baslerischen Börsengeschichte ein. Lassen Sie mich dies kurz erklären: Der Swiss Market Index hat im gleichen Zeitraum nur ein Plus von 17,11% erreicht. Die Berechnung wurde mit reinvestierten Dividenden vollzogen, um ein neutrales Bild abzugeben. (Marco Gadola, der Marco Janko des Börsenparketts)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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