Der Zentralschweizer Milchproduzent Emmi gefällt mir ganz gut: solides Management und eine durchdachte Auslandsexpansion. Mit einer gewinnbringenden Behäbigkeit geht der Titel nach oben. Speziell aus Frankreich treffen immer wieder nette Kaufaufträge ein. Mit 33,9% über die letzten zwölf Monate gibt es keine saure Milch für die Aktionäre. (Halten)

> Tut mir leid für alle Fans von Meyer Burger: –14,5% innert Wochenfrist und die Jahresbilanz 2012, die diese Woche publiziert wird, stellen kein freudiges Ereignis dar. Meine negative Grundtendenz zum Solarproduzenten aus Gwatt bei Thun hat sich nicht verändert – die Konkurrenz aus China ist unerbittlich und die technologischen Quantensprünge sind weiterhin beeindruckend in diesem Zukunftssektor: –53% beträgt die Jahresbilanz. Ein Börsenhoffnungsträger hat einen anderen Kursverlauf. (Preisziel nach unten 6 Franken)

> Weiterhin nicht zu stoppen ist die Partners Group: +2,8% auf Wochenbasis. Doch auch im Zugerland wird nun die Höhenluft dünn. Mit einem Zuwachs von 40,6% über die letzten zwölf Monate ist das Kurspotenzial nach oben recht begrenzt. (Halten)

> Noch ein laues Lüftchen ist der prognostizierte Aufschwung bei der Zofinger Siegfried Holding. Das Jahresergebnis 2012 war stark, doch ein netter Anteil des Gewinnes landet beim Management. Dies wird noch auf absehbare Zeit so sein, daher wird der Aktienkurs erst mit Verzögerung nach oben durchbrechen. (Halten, Gewinn erst mit Verzögerung)

> Der Börsenstürmer DKSH stiess in der Berichtwoche bis auf Fr. 89.50 (Allzeit-hoch) vor, bevor es gewissen Optionshändlern zu bunt wurde. Trotzdem ist der diesjährige Jahrgang mehr als hervorragend: +29,3%. Jetzt gilt es, die eklatanten Gewinne sowohl auf den Aktien als auch den hier empfohlenen Optionsschein (TDKSB) einzukassieren: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist bei 26.9 angelangt, zu hoch für meine Leser. Speziell der hier propagierte Warrant TDKSB (kleiner Tippfehler in der letztwöchigen Ausgabe) ist nochmals innert Wochenfrist von 66 Rappen auf 78 Rappen angestiegen, nachdem Freitagmorgen der Kurs bei 92 Rappen stand. Rendite innert weniger als einem Monat 458,8%.
Doch nun hat sich in dieser Causa Interessantes ergeben: Das UBS-eigene Trendradar-Signal hat seit Freitagnachmittag, Stand 15.45 Uhr, erstmals seit langem eine Verkaufsempfehlung drauf. Noch bemerkenswerter ist der Mini-Short-Future, der am 25. März 2013 auf den Titel des UBS- und DKSH-Verwaltungsrat Rainer Marc Frey lanciert wird. Bislang war das Verhältnis des Produkteangebotes der UBS Investment ausgesprochen stark auf steigende Kurse ausgerichtet. Auch sonst ist die Verbindung der UBS zu DKSH hervorragend: Als Joint Global Coordinator mit der Deutschen Bank zusammen, brachte man den Titel vor einem Jahr an die Börse. Das spülte der Firma rund 852 Millionen Franken in die Kasse. Mit einer Jahresrendite von 71,7% können sich nun alle mehr als glücklich schätzen. (Gewinn ist Gewinn, Rainer Marc Frey ist ein Goldfinger)

> «On the hook», würden die Amerikaner sagen, wenn es um das Geschäftsgebaren und mögliche Verfehlungen der beiden Schweizer Grossbanken in Sachen Hypothekenfinanzierung in den USA geht. Jedenfalls gehen äusserst gut informierte Kreise davon aus, dass nochmals ein netter Strafzettel von jeweils 1 bis 1,2 Milliarden Franken mit den Adressaten UBS und Credit Suisse hineinflattert. Es handelt sich um eine «never ending story». Damit ist das Kurspotenzial sowohl bei der UBS als auch bei der Credit Suisse vorderhand mehr als begrenzt.

> Die Schweizer Zypern-Connection: Einige ausgewählte, in der Schweiz ansässige Banken haben sich der Transferstation im Mittelmeer bedient. Speziell in den letzten vier Wochen trafen nochmals nette Geldbeträge im höheren dreistelligen Millionenbereich aus dem Inselstaat in Zürich ein. Aber keine Sorge, dieser monetäre Reichtum stammt nicht von den ansässigen Inselbewohnern, wo urplötzlich der Wohlstand ausgebrochen ist – Sie haben mich verstanden. Nicht verifizierbare Quellen gehen von einem Abfluss von mehr als 4 Milliarden Franken innert der letzten vier Wochen aus, was sehr viel für die Banken des Inselstaates wäre.

Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!