Nicht zu stoppen ist die Partners Group: +6% im Wochenrückblick, erst bei Fr. 221.50 (aktuell: Fr. 210.90) wird der Zuger Börsenexpress erstmals abgebremst. Der Geldmagnet aus Baar steht hoch im Kurs bei den institutionellen Anlegern. Überzeugende Performance und ein innovatives Geschäftsmodell sorgen für eine prosperierende Zukunft (halten, hochprozentiger Genuss muss nicht nur Zuger Kirsch sein).

Langweilig, aber sensationell: +46,4% beträgt der bisherige Jahreszuwachs bei der Winterthurer Sulzer. Das ambitiöse Kursziel von 150 Franken für den Frühling 2013 ist in Griffweite gerückt. Aufgepasst: Die ausländischen Investoren bringen sich in Position. Wird die Marktkapitalisierung von 5 Milliarden Franken (aktuell: 4,94 Milliarden) durchbrochen, kommt es nochmals zu grösseren Anschlusskäufen (halten, Victor Vekselberg sorgt für ein vorzeitiges russisches Neujahrsfest an der Börse).

Der Oesi-Börsenwalzer: +161% mit Austriamicrosystems. Der Lichtsensorgigant hat alle überzeugt, aber nächstes Jahr wird es ganz schwierig, obwohl sowohl HSBC als auch die UBS ganz heiss auf den Titel mit Gastrecht an der Schweizer Börse sind. Nehmen sie die Gewinne mit: Jede Erfolgsstory kommt einmal zum Erliegen (verkaufen – danke, Austria).

Etwas unter dem Weihnachtsbaum: Extrem zahlreich waren die positiven Reaktionen meiner Leserschaft, die den Empfehlungen im November 2011 gefolgt ist, strukturierte Produkte zu Coupons von 12% und höher zu kaufen. Ein Jahr danach: volle Rückzahlung des eingesetzten Kapitals und als nettes «Bhaltis» einen tollen Coupon aufs Konto. Leider muss ich Sie enttäuschen: Die Nachfolgeprodukte sind aufgrund der aktuell tiefen Volatilität nicht sehr empfehlenswert. Tiefer Coupon sowie eine hohe Barriere – dies bedeutet extreme «Einschlagswahrscheinlichkeit», was nicht meinem Gusto entspricht. Daher das logische Fazit: Hände weg.

Alles paletti in Uri bei der Daetwyler Holding. Immer wie mehr ausländische Multis zeigen sich beeindruckt vom Produktions-Know-how. 2013 kommt es zum Durchbruch an der Kundenfront, rund 10,2% hat der Titel noch Platz nach oben (halten).

Trotz «Sandy» eine Tornado-Performance: +39,2% für die Swiss Re und der Jahrhundertsturm ist spurlos an der Aktie vorbeigewirbelt. Jetzt gilt es jedoch abzuwarten. Das höchste der Gefühle ist die Marke von 71 Franken bis Anfang Februar 2013. Erfolgsgarant David Blumer ist abgesprungen, die neuen Besen werden mit Verzögerung für Hochgenuss auf der Anlegerseite sorgen (halten).

Beindruckendes aus Basel: Richtig im Strumpf und voller Vitamine ist die Syngenta-Aktie. Diese Knospe blüht permanent selbst im dicken Winter auf. Nächstes Jahr sollte die 400-Franken-Marke (aktuell: Fr. 374.90) locker durchbrochen werden (halten).

Magdalena Martullo Blocher befindet sich in Hochform: +37,2% legte ihre Ems Chemie zu, und das, obwohl das Unternehmen konjunktursensitiv ist. Das Unternehmen ist in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld sehr gut positioniert. Erwarten Sie aber keine weiteren Höhenflüge auf absehbare Zukunft, die Lust ist ein bisschen draussen (Teilverkauf, kurzfristiger Halt in Domat/Ems).

Der Höhenflug überrascht: +12,2% für die Vontobel Bank über die letzten dreissig Tage. Ich kann sehr schwer nachvollziehen, trotz sehr ansprechender Börsenverfassung, dass die Aktie so in die Höhe springt. Kommt es zur Einigung vor dem Schiedsgericht zwischen den beiden Alpha-Tieren Pierin Vincenz von der Raiffeisen und Zeno Staub im Dress der Vontobel Bank? Nun hat der Titel noch 4,2% Platz nach oben, bevor der Schlussgong ertönt (halten).

Auf dem Marsch nach oben: Langsam, aber sicher erklimmt die Helvetia Versicherung neue Höchststände. Erwarten sie keine Kursrakete, aber 12% sollte der Titel im kommenden Jahr mit Dividendenausschüttung hinzugewinnen können (kaufen, langfristig).

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Sämtliche Leserfragen werden beantwortet. Schreiben Sie Geldberater François Bloch ein E-Mail an: geld@sonntagonline.ch.

Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Der «Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.


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