Voll im Saft befindet sich der Schweizer Joghurt-Hersteller Emmi: +23,9% über die letzten zwölf Monate. Hier verdirbt nichts in Ihrem Wertschriftenbestand. Ein kleiner Tipp: Der Jahresabschluss 2013 wird laut meinen Marktbeobachtungen sensationell ausfallen. Am 26. März 2014 wissen wir mehr. CEO Urs Riedener macht in der Zwischenzeit einen ausgezeichneten Job. Dieser Mann ist für höhere Aufgaben geeignet. (Halten)

> Nicht zu bremsen ist der Fonds BB Biotech (ISIN: CH038389992): +22,4% seit Jahresanfang 2014. Doch an der Erfolgsgeschichte wird weitergeschrieben: Die amerikanischen Biotechwerte überzeugen mit ausgezeichneten Quartalsergebnissen. Pech für den begnadeten Roche-Chef Severin Schwan, dass er im Dezember 2012 nicht Illumina, den weltweiten Topspezialisten für genetische Variationen, gekauft hat. Dessen Kurs ist an der Börse steil angestiegen. Noch ist es nicht zu spät, eine paar Cents auf den spekulativen BB-Biotech-Wert mit einer Marktkapitalisierung von notabene 22,6 Milliarden US-Dollar zu setzen. (Neu, spekulativer Kauf)

> Also doch überaus erfreuliche Zahlen bei der Clariant. Jetzt gilt es, die zweite Stufe unserer Investitionsstrategie zu zünden: Verkaufen Sie einen gedeckten Call mit Ausübungspreis von 18 Franken auf den Termin Juni 2014.

> Die Gerüchteküche erwartet sehr gute Jahreszahlen beim Struki-Anbieter Leonteq: +150,9% über die letzten zwölf Monate. Wissen Sie, weshalb mir dieses Unternehmen speziell sympathisch ist? Allen von der Konkurrenz inszenierten bösartigen Medienkampagnen zum Trotz läuft das Unternehmen besser denn je! (Kursziel 125 Franken in Griffweite)

> Auf einem absoluten Allzeithoch befindet sich mein Lieblingsprodukt aus dem Hause UBS des «Fabuloso» Sergio Ermotti: der FI Enhanced Big Cap Growth EMTN (Ticker: FBG US). Mit einer Zwölf-Monats-Rendite von +52,5% ist der Investitionszweck mehr als erfüllt. Und ich bin überzeugt, dass Sie noch mehr Freude an diesem Hammerprodukt haben, denn dessen Ausgestaltung ist sehr attraktiv. (Strong buy, «Fabuloso» makes US happy)

> Mit Genugtuung konnte ich am Morgen des 10. Februar 2014 verfolgen, wie sich die Finanzonlineportale begeistert über den Jahresabschluss 2013 der freiburgischen Comet äusserten. Ich zitiere das Portal www.cash.ch vom 26. 9. 2010: «Laut der Zeitung ‹Sonntag› ein buy und Übernahmekandidat? Rendite seit diesem Tag +213,9%.» Wie ich schon vor Wochen vermeldet habe, ist der Titel aufgrund dieser Performance ein Verkauf. Ich hoffe, Thomas Matter (4,4% Anteil am Aktienkapital) ist mir nicht böse, dass ich vor kurzem eine Verkaufsempfehlung herausgegeben habe. (Sorry, aber die Rendite war zu verlockend)

> Wieder auf dem Höhenflug befindet sich der ausgezeichnet positionierte Industriekonzern Oerlikon. Hier liegen bis Ende April 2014 noch rund 12% nach oben drinnen. Die Gewinndynamik hat sich merklich akzentuiert und mit dem aktuellen Management sind keine Bocksprünge vorgesehen. Dies tut der Aktionärsseele gut. (Kaufen)

> Ich kann es nicht genügend oft betonen: Setzen Sie auf die Basler Roche. Mit einer totalen Jahresrendite von sensationellen +31,2% ist das Anlegerherz mehr als erfreut. Novartis, die Konkurrenz von der anderen Flussseite, bringt es im gleichen Zeitraum auf gute +18,7%. Immer wieder werde ich von älteren Lesern angefragt, wo sie ihr Geld auf der sicheren Seite investieren können. Meine Präferenz liegt beim Pharmagiganten Roche. (Roche, Nr. 1)

> Nun können wir wieder zum Tagesgeschäft in Sachen Partizipationsscheine der Basler Kantonalbank übergehen. Die Dividendenrendite von 4% ist nett. Dieses Wertpapier ist nur aus Dividendenüberlegungen kaufenswert. Das Unternehmen wird sich neu fokussieren, was für jedermann schlussendlich gut ist. Eine Frage bleibt mir zu guter Letzt: Welche Abstriche wird CEO Guy Lachapelle nach dem schwachen Jahresabschluss 2013 auf dem Lohnzettel gewärtigen müssen? Courant normal oder ein regelrechtes «Mea Culpa»? (Kaufen, nur für Dividendenjäger)

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Sämtliche Leserfragen werden beantwortet. Schreiben Sie Geldberater François Bloch ein E-Mail an: geld@schweizamsonntag.ch.

Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.

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