Nicht zu bremsen sind die Aktien des weltweit grössten Lachsproduzenten Marine Harvest: +30,8% in Schweizer Franken seit Jahresanfang. In der Heimwährung (norwegische Kronen) würde die Rendite noch um einiges höher ausfallen, nämlich +46,7%. Eine Währungsabsicherung würde ich Ihnen empfehlen, um mit dem heiss gelaufenen Exotentitel auch im Jahr 2014 voll profitieren zu können. Kursziel 2014: NOK 7.55 (Ende 1. Quartal 2014)

> Das Trauerspiel der Basler Kantonalbank ist noch nicht zu Ende: 9% verloren die Partizipationsscheine alleine diese Woche. Seit dem letzten Reporting Date vom 30. 9. 2013 ist laut dem Informationssystem Bloomberg kein neuer institutioneller Käufer in Erscheinung getreten. –35,9% beträgt die Jahresbilanz 2013. Ob der Bankrat der Führungsmannschaft, sprich Geschäftsleitung, einen Bonus für das Geschäftsjahr 2013 gewährt, wird sich weisen. Eva Herzog, Vorsteherin des Finanzdepartementes des Kantons Basel-Stadt, sprechen Sie ein Machtwort!

> Meine Teilverkaufsempfehlung vergangene Woche bei Autoneum wurde ziemlich heftig umgesetzt: 7,1% verlor der Titel im Wochenverlauf. Der Schweizer Börsenstar 2013 braucht nun eine Verschnaufpause. Der neue Einstiegspunkt liegt bei 115 Franken. (Abwarten)

> Nehmen Sie die Gewinne bei der VP Bank mit: +44,8% seit Jahresanfang. Die Zielmarke von 100 Franken war vielleicht eine Spur zu optimistisch. (Verkaufen)

> Voll eingeschlagen hat meine Kaufempfehlung in Sachen Leonteq: +6,7%. Die Struki-Bude hat sich allen Unkenrufen zum Trotz in diesem Jahr prächtig entwickelt. Jetzt geht es langsamer, aber alle Achtung: +134,1% im Jahr 2013 ist fast so schön wie eine erfolgreiche Besteigung der Eigernordwand. (Gratulation)

> Es rappelt in der Kiste, das Volumen beim Berner Pharmagrossisten Galenica ist in meinen Augen gewöhnungsbedürftig. Speziell die Deutsche Bank wie auch die Credit Suisse drehen momentan das grosse Rad an der Börse: +70,7% seit dem 1. 1. 2013 und jeder möchte nochmals zukaufen. Hier lautet die Devise: dranbleiben. (Halten)

> Alles im grünen Bereich bei der Zürich-Versicherung: Für die Geniesser einer hohen und gut abgestützten Dividendenrendite von über 6% ein Leckerbissen. Nimmt man noch eine leichte Kurssteigerung dazu, dann sollte mit einem geschickten Verschreiben von gedeckten Calloptionen eine Gesamtrendite von 10% pro Jahr herauskommen. Mit CEO Martin Senn wird die Versicherung langweilig gut, Expansionsabsichten gibt es keine, also keine bösen Überraschungen. Mein Verdikt für den konservativen Anleger: Spitzenklasse.

> Aufgepasst bei der Pax Anlage Basel: Die Immobilienbesitzer vom Rheinknie werden aus ihrem Dornröschenschlaf abrupt wachgeküsst. Deutsche Schnäppchenjäger bringen den Kleinkapitalisierten in neue Kursdimensionen. Mehr als verständlich bei einem Abschlag von nahezu 29% auf den inneren Wert. Achtung: sehr marktenger Titel.

> Wieder auf dem Vormarsch befinden sich die Aktien des Zürcher Flughafens: Hier stimmt alles und ein Augenschein im Einkaufszentrum zeigt: Der Rubel rollt und die Stimmung beim Verkaufspersonal steht auf hoch. Für mich ein Titel, der Richtung 550 Franken geht – aber nicht gerade morgen.

> Überzeugend ist der Landmaschinenhersteller Bucher: Doppelt so hoch wie die Performance des Swiss Market Index im Jahr 2013. Dies mit einer eigentlich langweiligen Aktie (sorry für diese schmeichelhafte Umschreibung). Halten, obwohl das Kursziel von 248 Franken erreicht wurde.

> Ich glaube, es ist an der Zeit, den freiburgischen Börsen-Comet von der Stratosphären-Umlaufbahn herunterzuholen und die Gewinne ins Trockene zu bringen. Mit +95% ist das Plansoll im Jahr 2013 mehr als erfüllt. (Teilverkauf)

> Auch bei der VZ Holding würde ich nun die Koffer packen: Manchmal ist weniger mehr an der Börse. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21.12 ist mehr als sportlich für einen Finanzwert. (Verkaufen)

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Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.

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