Die Wertpapiere des Zuger Schraubenproduzenten Bossard Holding sind ein Fels in der Börsenbrandung: +18,43% seit Jahresanfang. Hier heisst die Devise, sich nicht verrückt machen lassen durch das Auf und Ab an der Börse. (Halten)

> Eingeschlagen hat es in dieser Woche im Konto von Viktor Vekselberg,dem russischen Multimilliardär mit Hang zu bislang sehr erfolgreichen Investitionen in unterbewerteten Schweizer Industrieperlen wie Sulzer oder auch Oerlikon. Doch sein Ausflug in ungewohntes Terrain, sprich börsenkotierte Immobiliengesellschaften, endet nun bei Züblin in einem kleineren Fiasko: –11,87% innerhalb einer Woche. Aufgepasst! Die Aktie wird noch weiter fallen, der Verkaufsdruck der Investoren verstärkt sich noch in den kommenden Wochen. (Verkaufen)

> Aufatmen im Baselbiet: Der Biotechnologiekonzern Actelion ist auch im Jahr 2014 auf Erfolgskurs. Das 1. Quartalsergebnis 2014 war absolute Spitzenklasse. Bitte werden Sie nun nicht übermütig! Verschreiben Sie gedeckte Calls auf sechsmonatiger Basis! Der Börsenindex SPI wurde im bisherigen Jahresverlauf um mehr als das Dreifache übertrumpft. (Verschreiben von gedeckten Calls)

> Wie erwartet, nehmen jetzt die Kursausschläge bei Austriamicrosystems (AMS) zu. Sie wissen ja wohl, warum – am 28. April 2014 sind die Quartalszahlen fällig. Nicht nervös werden! Unter 115 Franken pro Aktie können Sie nochmals eine Packung draufladen, aber nur in Kombination mit gedeckten Calls. Wie bereits gesagt: 2014 wird das Jahr der Rekorde. (Kaufen unter 115 Franken)

> Trotz eines kurzfristigen Luftsprungs vor Ostern ist auch diese Woche die Statistik beim hoffnungsvollen Biotechunternehmen Basilea Pharmaceuticals eingetrübt: –2,76%. Nun offeriert die UBS spekulative Instrumente mit Ausrichtung auf sinkende Kurse beim Höhenflieger 2013. Der Mini Future (Valor: 24107525) mit dem ersten Handelstag am 31. März 2014 sorgte für mehr als zufriedene Investoren: +102% innerhalb von weniger als drei Wochen. Und ganz offen gesagt: Das Produktearsenal der UBS, das es den Investoren ermöglicht, auf sinkende Kurse zu setzen, ist schon beinahe furchterregend. Eigentlich kann man den UBS-Investment-Bankern nicht einmal böse sein: Die monatliche Cash Burn Rate hat sich bei dem Unternehmen innerhalb von mehr als einem Jahr um über 50% erhöht. (Absturzgefahr mit Ansage)

> Sorry, dass ich in Sachen Autoneum kurzfristig umgeschwenkt bin, aber die Börsenampel ist auf Rot gesprungen. Mit einem Wochenverlust von –7,34% ist mir der Markt gefolgt. In Bälde beginnt die Party beim Autozulieferer wieder, aber ein bisschen Geduld ist jetzt gefragt. (Abwarten)

> Auf das Orakel von Omaha, Warren Buffet, ist wirklich Verlass. Das hier schon öfters vorgestellte Investitionsvehikel Berkshire Hathaway ist innerhalb von einem Jahr von 155 000 auf 190 000 US-Dollar angewachsen. Soll mir noch jemand behaupten, dies sei ein schlechtes Investment! Der Altmeister hat es wieder allen gezeigt. Jetzt, wo der US-Dollar ziemlich fest ist gegenüber dem Schweizer Franken, können Sie ungeniert zugreifen und geniessen. (Halten)

> Unaufgeregt geht es bei der EmsChemie zu und her. Chefin Magdalena Martullo-Blocher sorgt weiterhin für grosse Zuversicht unter der Anlegerschaft. Wetten, dass die Dividende auch in diesem Jahr erhöht wird? Die prozentuale Betriebsmarge steigt weiter an, und das ist ein gutes Zeichen für eine durchdachte Firmenpolitik. Einziger Wermutstropfen: Die gigantischen Zuwachsraten an der Börse gehören der Vergangenheit an. (Halten)

> Mit Brimborium wurde die Aktie des Internet-Reisevermittlers Bravofly Rumbo an die Schweizer Börse gebracht. Für mich klar ein No-Go: In diesem Haifischbecken gibt es schon genügend Konkurrenten, und die Margen sind stets auf dem Sinkflug. Hier wollten in meinen Augen ein paar Alt-Aktionäre Kasse machen. (Hände weg)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.

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