Grossartige Jubelstimmung herrscht in Dänemark, seit die Schmuckkette Pandora bei der Marktkapitalisierung erstmals die Grenze von 10 Milliarden Franken durchbrochen hat. Und ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht in Sicht. Jetzt wird Amerika ins Visier genommen: Mittels einer E-Commerce-Plattform werden seit Mitte letzter Woche neue Kundenschichten erfasst.

Aufgepasst: Der neue Börsenstern aus dem hohen Norden ist weiterhin fundamental unterbewertet. Mit einem von mir geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 20 auf Ende 2015 sind die Anlegerherzen erfreut. Und als Sahnehäubchen gibt es noch eine Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital von über 70%. (Halten+geniessen)

> Angst und bange wird mir beim Betrachten des Aktienkurses unseres US-Biotechwertes Insy Therapeutics. Hintergrund sind die fundierten Marktgerüchte, dass der Branchenkonkurrent Mallinckrodt PLC hinter den Avancen steht. Laut meinen Modellen hat der Titel noch ein realistisches Aufwärtspotenzial von knapp 8%. Jetzt mit ungedeckten Optionen zu hantieren, wäre in meinen Augen zu viel des Spekulationswillens. (Halten+geniessen)

> Am Montag um 18.00 Uhr heisst es Daumen drücken in Sachen Austriamicrosystems: Die mit grosser Spannung erwarteten Geschäftszahlen werden bekannt gegeben. Bis anhin ist dieses lukrative Börsenspiel für meine Leserschaft über die Jahre hinweg aufgegangen. Und eines sollte nicht ausser Acht gelassen werden: Beim Themengebiet «Internet of Things», dem sinnvollen Einsatz der immer schlauer werdenden Smartphones, sind die Chips made in Austria immer gefragter. (Halten+geniessen)

> Vor kurzem gab es nochmals einen sanften, aber deutlichen Hinweis, die Aktien des in meinen Augen billigsten Biotechwertes Europas in Sachen Bewertung Actelion zu erstehen – und Sie wurden nicht enttäuscht: +10,08% lautet die Wochenbilanz. Die Ablösung des Umsatzmatadors Traceleer durch Opsumit wandelt sich zusehends zur Erfolgsstory. Speziell englische Broker sind ständig am Zukaufen. Jetzt geht es zum ersten Mal Richtung 140 Franken (neues Kursziel).

> Die lang laufende Option mit Aktiencharakter, Basilea Pharmaceuticals, hat erfolgreich das Preisziel von 115 Franken erreicht. Die Chance eines Durchbruchs – sprich, den Jackpot mit dem Erreichen des Phase-III-Stadiums im Rahmen des Zulassungsverfahrens bei der Federal Drug Administration in den USA zu gewinnen – wird immer grösser. Einziger Maluspunkt: Noch beträgt der monatliche Betriebsverlust knapp 4 Millionen Franken gemäss normalerweise reichlich gut informierten Quellen. Interessante Randnotiz: Spekulativ veranlagte Anleger haben in den letzten Wochen neue Zuversicht geschöpft. Unser neues Preisziel: 121 Franken.

> Einmal mehr hat sich der Heldenmut von Martin Ebner in einem wohl hoffnungsvollen Unterfangen wieder ausbezahlt. Es handelt sich um die Myriad Group, die Handyapplikationen für den vornehmlich südamerikanischen Markt erstellt. Technisch nicht so ausgereift wie eine Android-Lösung für Smartphones, aber die gigantischen Zuwachsraten sorgen für Euphorie. Noch gibt es ein dickes Minus für das Jahr 2015, aber im kommenden Jahr sollte erstmals ein netter Betriebsgewinn herausschauen. Aktuelle Nutzerzahlen: 173 Millionen Anwender. Spekulative Kaufempfehlung in den Fussstapfen von Martin E.

> Noch ist der Dentalhersteller Coltene Holding zu klein für eine offizielle Kaufempfehlung, da die Marktkapitalisierung bei unter 500 Millionen Franken liegt. Aber die Finanzkennzahlen sind strahlend weiss. Hier müssen Sie keinen faulen Zahn ziehen, alles makellos. (Auf Warteposition)

> In Entzückung gerate ich bei Amag Pharmaceuticals. Unter der Voraussetzung, dass hier nicht am Schluss falsche Zahlen publiziert sind, bin ich begeistert von der Perle aus den Vereinigten Staaten. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp über 10, obwohl der Titel eine Gewinnbeschleunigung wie ein Tesla-Fahrzeug hat. Mehr als eine Verdreifachung des Aktienkurses seit dem Jahrestiefst. Einziger Wermutstropfen: Die prozentualen Shortpositionen von 25% aufs gesamte Aktienkapital dämpfen meine Begeisterung leicht. Mit den phänomenalen Preissteigerungen in den letzten Wochen muss ein Blutbad bei denjenigen Anlegern stattgefunden haben, die auf stark sinkenden Kurs gesetzt haben. Time will tell.

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper