Martin Ebner hat seinen legendären Börsenriecher zurückerlangt, bestes Beispiel ist das Genfer Softwarehaus Temenos. Machen Sie ein bisschen Bewertungsarithmetik, und Sie werden verstehen, weshalb hier noch einiges mehr drinliegt. Die Betriebsmarge ist im Steigflug begriffen, daher sollten Sie weitere Positionen zukaufen. (Kaufen)

> «Volltreffer» bei den Edel-Stahlkochern von Schmolz+Bickenbach, +10,1% innerhalb Wochenfrist oder andersherum: Operation Weihnachtsgans 2014/2015 auf bestem Weg. Eines ist klar, die Quartalszahlen vom letzten Donnerstag locken nun auch die amerikanischen Hedge Funds über den grossen Teich hinüber Richtung Innerschweiz, sprich Emmenbrücke, Sitz des aktuellen Highflyers an der Schweizer Börse. Nächste Woche sollte erstmals die Marke von Fr. 1.50 wackeln (aktuell: Fr. 1.43), hier heisst es klar, «gring ache und dranne bliibe». (Halten)

> Ein paar Beruhigungspillen musste ich meinen Lesern in Sachen Lonza vor längerer Zeit verabreichen. Heute ist grosses Schweigen auf meiner Mailbox angesagt, + 31,59% über die letzten zwölf Monate. Jetzt gilt es, Durchhaltewillen zu zeigen, noch müssen ein paar virtuelle Felsblöcke aus dem Weg geschafft werden, bevor der Titel die 100-Franken- Marke kraftvoll durchbricht. Ohne von der breiten Öffentlichkeit beachtet zu werden, beginnen sich die Gewinnmargen stetig zu verbessern. 2015 wird das grosse Erfolgsjahr der Lonza, dann läuft das neu installierte Top-Management zur Hochform auf. (Halten)

> Es brauchte doch einigen Mut in den letzten Wochen und Monaten, sich gleich gegen den gesamten Markt zu stemmen und von Basilea Pharmaceuticals deutlich abzuraten. Erstmals geschah das an dieser Stelle bei 129 Franken, heute liegt der Titel bei Fr. 104.10. Im Internet wird nun von Kurszielen von 160 Franken schwadroniert. Sogar die amerikanische Hedge-Funds-Postille Seekingalpha.com gehört neu zum Fanklub. (Zumachen von virtueller Shortposition)

> Weiterhin nicht aus dem Tal der Börsentränen kommt die Berner Kantonalbank, –19,34% über die letzten zwölf Monate, und Besserung ist leider nicht in Sicht. Ganz andere mediale Töne spuckt der Lokalkonkurrent, die Valiant Bank. Hier wird von einer starken Gewinnentwicklung in den kommenden Jahren gesprochen. Ich mag die aggressive Gangart der neuen Führungsmannschaft, doch sind gewisse Zweifel angebracht. Sowohl die UBS als auch die Credit Suisse drehen in den ländlichen Regionen auf, nicht zu vergessen die erstarkte dritte Kraft im heimatlichen Banking, der Bündner Bankentorero Pierin Vinzenz mit der Raiffeisen-Gruppe. (Hände Weg von Regionalbanken, zu starker Konkurrenzkampf)

> Alles im Griff in Basel bei der Clariant: Hier heisst es nochmals gedeckte Calls verschreiben – auf den Dezember-2014-Termin, mit Ausübungspreis von 18 Franken. Mit der einkassierten Prämie kommen Sie auf weit über 19 Franken, falls die Aktie Ihnen am Verfalltermin Ende Jahr ausgerissen wird. Mit +11,47% seit Jahresbeginn wird der Swiss Market Index nämlich locker geschlagen. (Calloption mit Ausübungspreis 18 Franken)

> Wieder auf Erfolgskurs ist die Thalwiler U-Blox, und seit der Arrondierung mit einem Zukauf in Schweden ist mein ehrgeiziges Umsatzziel in trockenen Tüchern. Der Markt verdankt es mit einem Luftsprung von +10,1% in dieser Woche. Und falls Sie es noch nicht wissen: Blackrock ist der grösste Aktionär mit ±10%. (Halten)

> Einen zweiten Börsenfrühling erlebt der Italiener mit Gastrecht an der Schweizer Börse Cosmo Pharmaceuticals, +44,02% im Jahr 2014. Passen Sie auf, die smarten Jungs aus dem südlichen Nachbarland haben einige «goldige» Pfeiler im Köcher stecken. Laut meinen Analysen wird es im Jahr 2016 nochmals
abgehen. Dieses Jahr fährt der Börsenferrari nur im zweiten Gang, aber wehe, wenn die Zulassungen von den amerikanischen Pharmabehörden vorzeitig und in erhöhter Kadenz eintreffen! Dann wird die Schmusekatze mit sehr guten Manieren zur Raubkatze. (Wiederholter Kauf)

> Mein Wochenendausflug nach Indien hat sich für meine Leserschaft mehr als gelohnt: Die Inspiration auf die Sonova Holding hat ergeben: +8,27% innerhalb Monatsfrist. Wie die «alti Fasnacht» hat Platzhirsch UBS mit einer starken Kaufempfehlung nachgezogen. Neues Kursziel: 144 Franken.

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.

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