Never change a winning team – so halte ich es momentan mit meinen Aktienempfehlungen. Darf ich Ihnen meine Mannschaftsaufstellung präsentieren? Nun verstehen Sie wohl auch, weshalb ich momentan kein Fan des Rotationsprinzips bin. Im Gegensatz zu Fussballspielern haben meine Top Picks keine Ermüdungserscheinungen, sie sprühen vor Einsatzfreude.

> U-Blox, der GPS-Produzent aus Thalwil, muss sich im Wochentakt an neue Höchststände gewöhnen: +9,9%. Hier dürfen Sie nicht vorzeitig verkaufen. Grösster Sieger bei diesem Börsenspiel ist der ehemalige Luzerner Bierkönig Werner Dubach mit einem Anteil von 10,1%. (Halten)

> David Dean, CEO der Zuger Bossard Holding: Was soll ich machen nach die-
ser hervorragenden Börsenwoche mit +9,3%? Das aggressive Kursziel von 235 Franken (aktuell: Fr. 231.80) ist in Griffweite gerückt. Ich sage kurz und bündig: strong buy. Neues Kursziel ist 247 Franken. Der Jahresabschluss 2013, der am 3. März 2014 erfolgt, wird besser ausfallen als erwartet.

> Der Urner Börsenstier, die Dätwyler Holding, kommt schon ausserhalb der spanischen Stierkampfsaison in Form. Hier kaufen Sie ein unentdecktes Schmuckstück ein. Nun ist auch der US-Gigant Blackrock im Anrollen: 1,49% Anteil am Aktienkapital. Doch aufgepasst, hier werden Positionen aufgebaut. +7% in dieser Woche – und die Party geht erst richtig los, seit die Marktkapitalisierung die Schallmauer von 2 Milliarden Franken durchbrochen hat.

> Also, Eveline Widmer-Schlumpf, Bündner Bundesrätin, ist nicht so eine «Böse». Sowohl UBS als auch Credit Suisse erfreuen sich bester Gesundheit. Und mit dem FIDLEG (Finanzdienstleitungsgesetz), das bis 2016 in Kraft treten sollte, werden der unliebsamen Konkurrenz der Grossbanken einige Stolpersteine in den Weg gelegt. Strong buy für UBS und Credit Suisse.

> Während mein heiss geliebter FC Basel in Marbella Kraft unter den wachsamen Augen des omnipräsenten Präsidenten Bernard Heusler an der Sonne tankt, ist eine weitere Basler Spezialempfehlung, die Lonza Holding, schon auf Meisterkurs 2013/2014: +68% innert zwölf Monaten. Von einer solchen Matchstatistik träumen Murat Yakin und Konsorten noch. Aber eines ist beiden gemeinsam: Für Sternstunden auf dem grünen Rasen und in unserem Geldbeutel sorgen sie allemal, merci beaucoup. (Halten, Kursziel: 92 Franken)

> Strong buy für BB Biotech: Ja ich erhielt viel Häme, als mein Lieblingsfonds, Dauergast in dieser Kolumne, einen kurzfristigen Preiseinbruch erlitt. Heute, wo der Titel innert Jahresfrist um satte 65,7% anstieg, schweigen die Reklamierer. Finde ich generell schlechten Stil, aber keine Sorge, ich habe mir im Laufe der Jahre eine Elefantenhaut zugelegt. (Kaufen, 25,8% Bewertungsabschlag ist zu hoch)

> Lieber Marco Gadola, Chef der Basler Straumann: Nicht zukaufen, denn unter Ihrer Führung entwickelt sich der Dentalhersteller zu einem Börsenschneewittchen. Noch gilt es, den Konzern auf die Gewinnerspur zu bringen. Ihre zum Teil harten Massnahmen personeller Natur waren für die Beteiligten eine schmerzhafte Angelegenheit. Noch ein Jahr aufräumen, danach ist das Unternehmen für den nächsten Quantensprung bereit.

> Etienne Jornod, Verwaltungsratspräsident des aufstrebenden Berner Pharma-grossisten Galenica: Bald wird eine Bank ein kleineres Problem mit Ihnen haben. Der Kurs steigt zu stark an – +73,4% innert zwölf Monaten. Hintergrund ist, dass diese Bank die Kaufoptionen auf die Galenica-Aktien zu billig abgegeben hat. Aber keine Sorge, Sie werden mir dann Gesellschaft leisten und das Feeling geniessen können, dass gegen Sie ein Wirtschaftskrieg angezettelt wird. Schuldig wegen: zu erfolgreich. Also, meine Leser, wenn in Kürze Verkaufsempfehlungen in Sachen Galenica auftauchen, nicht nervös werden, dank dieser Zeitung wissen Sie nun auch weshalb. Sogar unser Verleger Peter Wanner gibt mir Plein pouvoir, um über Ihre Erfolgsstory zu schreiben. Gleiches gilt auch für Christoph Blocher mit seinen EMS-Aktien. Unabhängig und ohne Interessenskonflikte, obwohl die Verlage im harten Konkurrenzkampf stehen: Fairness ohne Wenn und Aber!

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Sämtliche Leserfragen werden beantwortet. Schreiben Sie Geldberater François Bloch ein E-Mail an: geld@schweizamsonntag.ch.

Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.

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