> Mein Pick of The Week: Der dänische Schmuckproduzent Pandora überzeugt auf der ganzen Linie, wenn wir die Finanzkennzahlen des 11-Milliarden-Konzerns genauer betrachten. Die Bruttomarge liegt über 70% und die Eigenkapitalrendite über 45%. Und all das bekommen Sie zu einem ultratiefen Kurs-/Gewinn-Verhältnis von weniger als 16. Nur einen einzigen kleinen Haken hat die schmucken Sache: Falls eine Kollektion mal nicht den Ansprüchen der zahlreichen Kundschaft genügt, könnte dies negative Folgen auf der Ergebnisseite haben. Nehmen Sie einen Augenschein im Internet oder bei der Filiale beim Zürcher Hauptbahnhof. Das Marketingkonzept ist faszinierend. (Strong buy)

> Seit der freiburgische Börsen-Comet die Grenze der Marktkapitalisierung von 500 Millionen Franken durchbrochen hat, können wir Ihnen den Zuchtbullen ungeniert präsentieren. Das einzige Manko ist die eingeschränkte tägliche Handelbarkeit. Das Unternehmen ist in gewissen Teilbereichen absoluter Weltmarktführer. Hier wird nicht, wie bei vielen anderen Firmen, wegen der Aufgabe des Mindestkurses Euro/Franken Trübsal geblasen. Die Firma Comet ist in dieser Kolumne immer wieder präsent, darum zur Abwechslung kurz eine Quizfrage: Um wie viele Male hat sich der Kurs seit der erstmaligen Erwähnung in dieser Kolumne erhöht: a) um 3-mal, b) um 4-mal oder c) um 4,8-mal? Nun, Ende September 2010 hiess es an dieser Stelle schon «buy», und da lag der Aktienkurs bei 163 Franken ...

> Der erfolgreichste Banker der Neuzeit, Jan Schoch, ist mit seiner Leonteq nicht zu bremsen: +6,07% innerhalb von Wochenfrist. Anders gesagt: In sieben Tagen ist sein gesamtes Beteiligungspaket um mehr als 1 Million Franken gestiegen. Vielleicht hören nun die Heckenschützen endlich auf, mit falschen Behauptungen aus dem Hinterhalt zu schiessen.

> Die norwegische Wunderaktie Novo Nordisk bleibt auf dem Vormarsch, und das Ende ist noch nicht in Sicht: Ende April 2015 wird der Jackpot geleert, sprich ein neuer Rekordgewinn annonciert. Die Norweger bringen nun auch die grosse UBS in Zugzwang: Vor kurzem wurden von der Grossbank auf einen Schlag mehr als 1 Million Aktien zusätzlich gekauft. Trotzdem liegt der weltweit grösste Vermögensverwalter beim Ranking der Topaktionäre erst an 22. Stelle (Quelle: Bloomberg). Hier gibts für die UBS noch Nachholbedarf. Die Aktionäre können sich beruhigt zurücklehnen.

> Die Festspiele von Kühne & Nagel werden im Mai ihren Höhepunkt erreichen: Anlässlich des 125-Jahr-Firmenjubiläums wird eine Dividendenrendite von fast 5% ausbezahlt. Das Unternehmen ist ausgezeichnet unterwegs und wird Ihnen noch viel Freude bereiten. Die sinkenden Ölpreise werden im vierten Quartal für einen veritablen Gewinnsprung sorgen. Hier dürfen Sie auf keinen Fall verkaufen. Das Management überzeugt mehr denn je, in einem sehr kompetitiven Wettbewerbsumfeld. (Halten+geniessen)

> Der Parkettleger Forbo glänzt schon seit dem Jahresanfang: +20,16%. Jetzt hat ein weltweit wichtiger Vermögensverwalter Lunte gerochen. Ich kann es nicht genügend betonen: Das Wertpapier ist fundamental weiterhin unterbewertet. (Halten+geniessen)

> Sehr geehrter Herr Steven M., die letzten Zeilen dieser Kolumne widme ich Ihnen ganz persönlich, damit Sie wie jede/r Leser/in Antwort auf Bemerkungen und Einwürfe erhalten. Als ich vor langer Zeit ein Kursziel von 213 Franken beim Autozulieferer Autoneum in den Raum stellte, wurde ich gefragt, wie ich denn auf solch ein Kursziel komme. Damals befand sich das Wertpapier in weit tieferen Preisregionen. Das Zauberwort lautet: Global Economic Risk Profiling. Heute stehen wir sogar bei 220.80 Franken, und institutionelle Investoren rufen begeistert an: Super Empfehlung! Für Sie als Information: Innerhalb dreier Jahre stieg der Titel von knapp 50 Franken auf 220.80 Franken. Nein, das ist keine Satire. (Halten+geniessen)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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