VON BORIS FELDMANN

Unsere Airline Swiss gerät auf drei ihrer Top-Rennstrecken in einen Preiskampf um die Lufthoheit: Zürich–Paris: hier setzte die Air France vor kurzem ihre Preise massiv hinunter. Zürich–Wien: hier sorgen Austrian Airlines und Nikki mit Tiefstpreisen und Topservice für «Lidl»-Preise. Und Genf–Tel Aviv, wo Easyjet einen Sturzflug für die Preise einleiten wird (Erstflug: Mitte Juni 2010).

Um schnell und einfach von diesen aberwitzigen Preisen zu profitieren, gibt es einen «Sonntag»-Geheimtipp: Gehen Sie auf www.flugsupermarkt.com. Über 100 Flugwebsites werden automatisch durchforstet, dabei ist es mir schon mehrfach gelungen, die Tickets billiger zu bekommen, als bei den Fluggesellschaften direkt.

Europas Wirtschaftselite schwärmt vom Aargauer Peter Voser, der innert dreier Jahre Royal Dutch Shell zu einem Konzern der Superlative umbauen könnte. Wie der «Sonntag» in London erfahren konnte, ist der Ölkonzern an der Erschliessung von Ölvorkommen in einem Volumen von sage und schreibe 12 Milliarden Barrel (!) dran. Würde der Ölpreis beim aktuellen Niveau von 80 Dollar bleiben, könnte der Cashflow bis ins Jahr 2012 vom aktuellen Niveau um bis zu 70% gesteigert werden. Royal Dutch Shell: eine einstige Witwen- und Waisenaktie mit Kursappeal (Kauf).

In der letzten richtigen Handelsstunde vor Ostern, als die Devisenhändler ihre Porsches für die Fahrt in den Süden auf Hochglanz polierten, setzte «SNB-Goldfinger» Philipp Hildebrand zum milliardenschweren Devisentuning an: Das Währungspaar €/Schweiz stieg innert Sekundenbruchteile auf die luftige Höhe von 1.4325.

Damit fügte der weltweit vernetzte Nationalbank-Zampano den Währungszockern eine kostspielige Niederlage zu. Diese hatten mit bis zu fünfzigfachem Hebel auf eine weitere Stärkung des Schweizer Frankens gesetzt. Somit bewahrheitete sich unsere letztwöchige Prognose mit dem Titel «SNB macht Hedge Funds nass».

Vom Süden her rollt neues Ungemach auf den Euroraum zu: Italien ist der nächste Kandidat für die Intensivstation mit seinem ausufernden Budgetdefizit. Eines ist klar: Der Schweizer Franken wird in den kommenden Monaten zum Sylvester Stallone der weltweiten Devisenmärkte aufsteigen; sekundiert in den Ringecken von der norwegischen Krone und vom australischen Dollar.

Obwohl die osteuropäischen Börsen seit ihren Tiefstständen vor einem Jahr rund 100 Prozent gestiegen sind, sind die Höchststände der früheren Jahre bei weitem noch nicht erreicht. Somit ist kursmässig noch Platz nach oben. Um mit einem innovativen Produkt davon zu profitieren, sind wir auf das exklusive Vontobel-Produkt «Best of European Funds» (WKN BVT6AU) gestossen. Rendite über ein Jahr: 108,46% (must-buy).

Nun können die Leser, welche keine kalten Füsse bei ihrem temporären Verlustengagement in Private Equity Holding bekamen, mit erhobenem Kopf und einem Siegerlächeln die Börsenarena verlassen: Sie sind nämlich im Gewinn. Wir sind weiterhin der Meinung, dieses Engagement zu halten: Die Preise für Beteiligungsfinanzierungen sind im Steigen begriffen und der Bewertungsabschlag sollte den Kurs weiter nach oben ziehen. Wir halten uns frei nach Anita Weyermann ans Motto: «Gring ache und dranne bliebe!» (halten).

Wieder einmal überzeugen die «Bären» mit einem strukturierten Produkt der Extraklasse: 10 Prozent auf die Vitali Klitschkos der Schweizer Börse: CS, Nestlé und Roche. Mit einer Barriere von 68 Prozent sollte es über ein Jahr nicht zu einem vorzeitigen Börsen-K.-o. kommen. Das Produkt mit Valor (11184500) ist ein verspätetes Ostergeschenk (Kauf).

Nicht erwärmen können wir uns bei der neuesten Serie (14. April 2010) aus dem Stall von Goldman Sachs. Vor einem Jahr hagelte es «must-buys», wer unsere Empfehlungen befolgte, erzielte riesige Gewinne. Heute sind die Barrieren jedoch bei bis zu 79 Prozent und einem Coupon von 11,50 Prozent (Valor: 10559609) – Sorry, das überzeugt nicht.

Freude herrscht im Hause von Unternehmer und SVP-Nationalrat Peter Spuhler. Sein Engagement in Rieter (Aktuell: 326 Franken) wird zu einem «Flirt» mit absoluten magischen Gewinnaussichten. Das Kursziel von 375 Franken ist in Sichtweite und verschiedenste Analysten «werkeln» an neuen Studien.

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