Philipp Hildebrand, im Hauptamt noch Nationalbank-Chef, baut den ersten transkontinentalen Währungsrettungsschirm, der nicht an den europäischen Aussengrenzen Halt macht: Bald hält die Schweizer Nationalbank US-Dollar-Positionen im Wert von 100 Milliarden Franken. Und auch für Griechenland selbst blutet die Schweiz.

Laut gut informierten Quellen hat sie in Griechenland schon mehr als 1 Milliarde Franken versenkt. Das Geld lief über Hilfspakete und den IWF-Sonderkredit von 16,2 Milliarden Franken. Und bald wird das Parlament nochmals unter Druck kommen: Eine weitere, mehrere Milliarden schwere Erhöhung des IWF-Sonderkredits befindet sich in der Planungsphase. Parlamentarier, seid euch bewusst: Kein Land der Welt hat pro Kopf so viel Geld investiert, um die Welt vor der finanziellen Kernschmelze zu retten.

Die EU steht vor der Tür – auch im wörtlichen Sinn. Am kommenden Mittwoch, 9. November 2011, um 18.15 Uhr spricht am Europainstitut der Universität Zürich Herman Van Rompuy, seines Zeichens Präsident des Europäischen Rates, sekundiert von Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey. Das Vortragsthema: «Europe’s political and economic challenges in a changing world».

Begeistert bin ich vom 12% Julius Baer Triple ICE Unit (Valor 149091102). Mit den drei Top-Firmen Lafarge, Total und Unilever wird bei einer permanenten Kursbarriere von 50% ein sensationell anmutender Coupon von 12% aufs Jahr erzielt. Wie immer aufgepasst: Ihr Kapital ist nur 100% auf sicher, sofern keine der Aktien mehr als 50% verliert (must buy).

Nur von kurzer Dauer war der Börsen-Höhenflug der Credit-Suisse-Aktien: –12,18%. Hält man sich die exorbitanten Lohnkosten pro Angestellten vor Augen, ist beim aktuellen Geschäftsmodell der Arbeitnehmer der Krösus. Und als Aktionär sind Sie nette Verzierung (not for us).

Nicht besser ergeht es den Aktionären von Global Asset Management (GAM): Hier sahnt das Topmanagement um David Solo richtig ab. Mit der aktuellen Börsenverfassung wird der prozentuale Anteil der Performance-Fee am Gesamtgewinn zur reinen Makulatur (abwarten, nicht vor Fr. 8.80 kaufen).

Optimal finde ich den 10% Julius Baer Triple ICE (14091101) auf die Schweizer Firmen Richemont, Holcim und Nestlé. Auch hier gilt die 50%-Barriere für den Kapitalerhalt. Die Chance eines Barrierebruchs über die Laufzeit beträgt weniger als 10% (must buy).

Aufgepasst auf Cytos Biotechnologie: Der kleinkapitalisierte Wert fällt wie ein Stein an der Börse. Und die Leser, die mit der Anleihe nur scheinbar ein besonderes Schnäppchen erworben haben, sollten die Finger endgültig davon lassen (verkaufen).

Weiterhin ausser Mode befinden sich die fundamental überteuerten Wertpapiere von Charles Vögele. Der Turnaround lässt auf sich warten, die Konkurrenzsituation im Absatzmarkt Deutschland hat sich nochmals zugespitzt (abwarten).

Unerklärlich tief gefallen ist die Liechtensteinische Landesbank: –33,15% seit dem 1. Januar 2011. Fällt das Wertpapier noch um weitere 10%, muss man sich langsam einen Kauf überlegen (abwarten – wann kommt der Fürstenrabatt?).

Spannend finde ich weiterhin die Forbo Holding: Der Bodenleger aus dem Tessin wurde an der Börse flachgelegt. Unter 400 Franken (aktuell: 433 Franken) können Sie wieder zuschlagen.

Nun hat es auch unseren Abstiegskandidaten, die ES Dottikon, erwischt. Die wichtige Börsenmarke von 200 Franken konnte nicht verteidigt werden. Blochers Sohn Markus wird den Kahn erst bei einer verbesserten Konjunkturlage wieder flott kriegen (abwarten).

Machen Sie Ihre Frau glücklich: Die Businessclass-Partner-Tarife der Etihad Airlines ab Frankfurt/München sind schier unglaublich: Seychellen für 1819 Euro. Einziger Wermutstropfen: Die Reise muss bis zum 15. Dezember 2011 beendet sein. Der Sitzabstand in der Business Pearl Class beträgt 185 cm (Swiss: 152,4 cm). Sydney kostet 2099 Euro (Swiss-Testbuchung: 5746 Euro auf Expedia, 13. November 2011 bis 20. November 2011).

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