Die Banque Cantonale Vaudoise lockt jetzt auch Deutschschweizer Anleger. – Attraktiver Einstieg beim Milliardenkonzern HTC. – Neuen Schwung geholt hat sich Phoenix Mecano.
VON BORIS FELDMANN

Der Lifthersteller Schindler aus Ebikon LU bereitet den Anlegern grosse Freude. Die Aktie erreichte einen Jahreshöchststand. Die zusätzlichen Grossaufträge aus Asien werden für Börsenmusik sorgen, obwohl die Titel von der Bewertung her kein Schnäppchen mehr sind. Aber es könnte weiter «obsi» gehen (wiederholter Kauf).

In der Öffentlichkeit ist der 55-jährige, stets perfekt gestylte Adriano Agosti als Polospieler und Partylöwe bekannt. Mit dem GoldenPeaks Active Value Fund begeistert der knallharte Zürcher Investor, der sein Handwerk beim Tessiner Financier Tito Tettamanti erlernt hat, die Finanzwelt. Im Jahre 2009 erzielte er für seine Anleger eine Rendite von 104% und auch heuer ist er mit einem Zuwachs von +66% hervorragend unterwegs. Trotzdem musste der Anleger auch stahlharte Nerven besitzen, wenn es wie im Jahre 2008 rund 53,8% nach unten ging. Einziger Wermutstropfen an diesem Fonds ist die hohe Einstiegssumme von einer Million Euro, da sich das Anlagevehikel nur an qualifizierte Investoren richtet (Kauf für Millionäre).

Für den kleineren Geldbeutel besser geeignet bleiben die Aktien der Banque Cantonale Vaudoise, die seit meiner Empfehlung neue Höchststände erklommen haben und seit Jahresanfang eine Wertsteigerung von 25% vollzogen haben. Die gut abgestützte Dividende von 6% auf aktuellem Kursniveau lockt neuerdings auch Anleger mit Wohnsitz in der Deutschschweiz (wiederholter Kauf).

Einen neuen Jahreshöchstkurs haben die Jungs der Partners Group aus Baar erklommen. Trotz den glänzenden Perspektiven bleibt die Aktie moderat bewertet und sollte weiterhin für rundum zufriedene Gesichter sorgen, da in Kürze Gelder in Milliardenhöhe an der Zugerstrasse 57 eintreffen sollten (wiederholter Kauf).

Weiterhin zu meinen Favoriten zählt der taiwanesische Milliardenkonzern HTC mit Multiverwaltungsrat und Schlossbesitzer Josef Felder. Seit dem 1. Januar 2010 stieg das Papier um 113,72% – und trotzdem ist die Aktie im Vergleich zum grössten Konkurrenten Apple massiv unterbewertet (wiederholter Kauf).

Unrecht hatten für einmal die Anleger, die dem Börsensprichwort «Sell in May and go away» gefolgt sind. Seit den Tiefstständen im Mai 2010 hat der Eurostoxx50 rund 15% gewonnen. Die Börsenampeln stehen auf Grün, da die Mehrzahl der Anleger unterinvestiert sind (positiv für die Börse).

Steil nach oben geht es auch bei Comet Holding, seit wir diesen Titel vorgestellt haben. Jedenfalls ist diese Firma mehr denn je ein heisser Kandidat für eine unfreundliche Übernahme (wiederholter Kauf).

Wiederum brilliert die EFG Financial Products (Valor: 11750842) mit einem Minenbasket, der für gute Stimmung sorgt: 14%-Coupon in englischen Pfund mit einer Barriere von 55% auf das Toptrio: BHP Biliton, Xstrata und Rio Tinto (must buy).

Neuen Schwung geholt hat Phoenix Mecano aus Stein am Rhein. Mein Kursziel von 630 Franken wurde locker übersprungen. Das Erfolgsduo Benedikt Goldkamp und René Schaeffeler hat die Erfolgslatte nochmals höher gelegt. Damit ist mein neues Kursziel bei 700 Franken angelangt. Insbesondere die Produktpalette glänzt mit Innovationen (wiederholter Kauf).

Mit glänzenden Zahlen wartet African Barrick Gold auf: Der Anstieg des Halbjahresgewinns mit +217% spricht eine eindeutige Sprache. Und die Marktkapitalisierung von knapp 4 Milliarden in London ist nicht von schlechten Eltern. Die Minengesellschaft aus Tansania wird nachhaltig von steigenden Notierungen des Goldes profitieren (erstmaliger Kauf).

Stark nachgefragt bei institutionellen Kunden ist der Nahrungsmittelhersteller Barry Callebaut. Jedenfalls sind die Gewinnaussichten in den letzten Monaten hochgeschraubt worden, und die Bewertung verspricht noch einigen Platz nach oben (erstmaliger Kauf).

Freude herrscht bei Victor Vekselberg in Sachen Sulzer: Die Winterthurer Firma scheint nun für einen weiteren Aufschwung richtig positioniert zu sein. Einzig der starke Schweizer Franken bereitet Kopfschmerzen.


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Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Der «Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.


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