Der Oerlikon-«Börsen-Sputnik» erreicht im Wochentakt neue Höchststände: Mehr als 40 Prozent hat der Titel seit Jahresbeginn zugelegt. Morgen Montag dürfte die Aufwärtsbewegung nochmals akzentuiert werden: Die Geschäftszahlen 2011 fallen besser aus als erwartet! Wichtig in diesem Zusammenhang: Die Bruttorendite wird in gewissen Teilsegmenten bei über 10% liegen. (Neues Kursziel: Fr. 7.75 – geeignet als Depotbeimischung – Kurspotenzial nach Top-Performance 2012 auf 10% begrenzt.)

Kursziel erreicht bei der Bad Ragazer Inficon: Mit plus 24,68% seit Anfang Jahr wurde der Swiss Market Index um mehr als das Siebenfache übertroffen. Jetzt gilt es erste Teilgewinne zu realisieren, obwohl die Aktie fundamental günstig daherkommt. Die Produktpalette ist sensationell, trotzdem sollten erste Teilgewinne realisiert werden. (Marktenger Titel – erstmals für 2012 Umsatzrückgang gegenüber 2011 möglich.)

Die Quartalszahlen bei der Oesi-Aktie Austriamicrosystems mit Heimrecht an der Schweizer Börse waren Spitzenklasse, und damit wurde unser Kursziel von letzter Woche locker überflügelt. Obwohl der Broker Helvea das Kursziel auf 58 Franken (aktuell: Fr. 51.70) erhöht hat, würde ich nun Kasse machen und auf Jahreshöchstkurs verkaufen. (Firma hat hohen Anteil an Fremdkapital – marktenger Titel.)

Weiterhin im Aufwärtsgalopp befindet sich der Halbleiterhersteller Micronas: plus 56,3% seit dem 1. 1. 2012. Noch ist das Kursziel von Fr. 11.20 nicht erreicht, trotzdem würde ich einen Teil abbauen. (Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist nun viel zu hoch.)

Kurz unter der 100-Franken-Marke befanden sich die Aktien von Swiss Life vor der Bekanntgabe der Jahreszahlen 2011, seit dann ging es nur noch «obsi». Erwarten Sie trotz eines Buchwertes von über 200 Franken keine Höhenflüge, zu viele «Baustellen» versperren den Weg in höhere Börsengefilde. (Unterbewertet, aber kein grosses Kurspotenzial.)

Einen Stargast hat die Swiss Association of MBAs am 8. März 2012 in Genf: keinen Geringeren als Arnold Schwarzenegger, 38. Gouverneur von Kalifornien von 2003 bis 2011, vorher Filmschauspieler und weltberühmt geworden als Terminator. Seine ersten Millionen verdiente er als Immobilienhändler in Kalifornien. Die Veranstaltung ist für «members only» und solche, die es werden wollen (www.swissamba.ch)

Den Kurspropeller angeworfen hat die Winterthurer Sulzer: Plus 3,19% allein diese Woche. Seit meinem Artikel hagelt es nur noch an neuen Hochstufungen von Analysten – teilweise bis weit über die 200-Franken-Marke (aktuell: Fr. 131.70). (Titel hat grosses Potenzial, speziell von der starken Ausrichtung auf das Wassergeschäft verspreche ich mir einiges – weiterhin ein Kauf für den mittelfristigen Anleger.)

Mit der Beständigkeit des FC Basel erklimmen die Aktien der Bâloise Versicherung wöchentliche neue Kurshöchststände. Erwarten Sie keine Börsenrakete: Die Kursmarke von 74 Franken ist in Fokus, und wie der Basler zu sagen pflegt, als nettes «Bhaltis» gibt es eine tolle Dividende für den Frühjahrsanfang.

Keine Linderung in Sicht bei Kudelski, nun hat sich das Wertpapier unter die Marke von 7 Franken festgekrallt. Eine erste Ergebnisverbesserung sehe ich erst im zweiten Halbjahr 2012. Sorry für meine negative Haltung – dabei habe ich mit den Nagra-Aufnahmegeräten aus dem Hause Kudelski noch meine ersten Radiointerviews geführt. (Mittelkapitalisiert, unter 6 Franken werden die ersten Schnäppchenjäger auftauchen.)

Der Landmaschinenhersteller Bucher aus Niederweningen ZH möchte es wissen: Der Höchststand von 215 Franken des letzten Jahres wird nochmals getestet. Auf aktuellem Kursstand bekomme ich langsam Höhenangst. Für verstärkte Zuversicht sorgt hingegen der sensationelle Auftragsbestand, welcher dieses Kursrodeo erträglicher gestaltet. Thomas Hauser besitzt als Deputy Chairman laut Bloomberg mehr als 10% der Aktien, wenn dies kein Vertrauensbeweis ist. (Ich bleibe Fan dieses Titels, Management und Ausrichtung sind Spitze.)

Sämtliche Leserfragen werden beantwortet. Schreiben Sie Geldberater François Bloch ein E-Mail an: geld@sonntagonline.ch.

Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. «Der Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.


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