Kennen Sie den erfolgreichsten schweizerischen Bankangestellten der Neuzeit, der notabene nicht einmal 40 Lenze zählt? Here we go! Es handelt sich um Jan Schoch, Chef des Struki-Anbieters Leonteq. Sein Aktienpaket an der Leonteq hat sich innerhalb eines Jahres um mehr als 70 Millionen Franken erhöht. Aktueller Stand: 173 Millionen Franken. Dies ist die offizielle Meldung, aber Marktgerüchten zufolge läuft noch ein Optionenprogramm im Hintergrund – was im Best Case nochmals 82 Millionen Franken ausmachen könnte.

Doch die ganz grosse Show wird in zwei Monaten bekannt gegeben: Zwei europäische Top-Banken werden sämtliche derivativen Produkte, die für die asiatische Kundschaft erstellt werden, über die preisgekrönte Leonteq-Plattform in Singapur abwickeln. Und wussten Sie, dass mir eine PR-Schmutzkampagne eines Leonteq-Konkurrenten angedroht wurde, weil ich mich zu positiv über dieses Unternehmen geäussert habe? +567% innerhalb von zwei Jahren an der Börse ist die Quintessenz – aufgepasst, der Titel ist in meinen Augen fundamental überteuert. Aber wie Sie mich kennen, bleibe ich standfest. (The winner takes it all)

> Am 22. Februar 2015 hiess es an dieser Stelle: «Nicht abschütteln lassen in Sachen Novo Nordisk», und das Resultat lässt sich sehen. Aktueller Jahresstand +42,03%, und der Höhenflug geht in die nächste Runde. Obwohl der Titel bei einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 36,02 wahrlich kein Schnäppchen ist, dürfen Sie sich nicht von diesem Wertpapier abschrecken lassen. Der dänische Insulingigant wird am 30. April 2015 ein neues Rekordergebnis abliefern. (Halten + geniessen)

> Vor kurzem wurde am Schweizer Fernsehen (Beobachter TV), wie ich erfahren konnte, die Angsthasenstrategie anhand meines spanischen Biotechlieblings Grifols SA präsentiert. Und wie könnte das Fazit anders lauten als «Volltreffer»? Das in Barcelona ansässige Unternehmen ist auf Rekordkurs, +18,92% seit Jahresanfang, und die katalanischen Börsenfestspiele gehen in die nächste Runde – der Gewinn pro Aktie sollte in diesem Jahr um mehr als 19% ansteigen. (Halten + geniessen)

> Der US-Herzklappenspezialist Edward Lifesciences befindet sich in Topform: +12,8% seit Jahresanfang, während der umfassende Index S&P 500 auf kümmerliche +0,08% kommt. Einziges Manko an dem Titel: von der Bewertung her sehr teuer. Aber Sie kaufen sich einen Zuchtbullen an der Börse, der aufgrund des – leider – krisensicheren Geschäftes eine stark steigende Gewinnkurve aufweisen wird. (Halten + geniessen)

> Sorry, dass ich wieder an der amerikanischen Börse in Rahmen des Tipps der Woche fündig geworden bin! Der Kreuzfahrtanbieter Norwegian Cruise Line Holdings (Börsensymbol: NCLH US) erfüllt das Prädikat «ewige Aktie». Obwohl die Rendite von 11,02% auf das eingesetzte Eigenkapital keine Wucht darstellt, sollten Sie sich nicht in Bockshorn jagen lassen: Die stark fallenden Erdölpreise werden am 29. April 2015 anlässlich der nächsten Quartalszahlen für eine Gewinnexplosion sorgen. Wichtig: Im Gegensatz zu den Biotechwerten sollten Sie sich Ihre Gewinne nicht durch eine Angsthasenstrategie verbauen. Stimmen meine Analysen, ist dieser Titel innert fünf Jahren 80% mehr wert! (Pick of the week)

> Das Warten meiner Leserschaft in Sachen Clariant hat sich gelohnt: +14,83% seit dem 1. 1. 2015. Und die Einsteiger wie Leserin X. (Motto: Wir verraten unsere Leserinnen und Leser nicht) bei 16.83 Franken werden nun richtig belohnt. Schlussstand am Freitagabend: 19.20 Franken. Jetzt packen Sie bitte die Angsthasenstratgie aus: Verkaufen Sie einen gedeckten Call mit Ausübungspreis 19 Franken auf den Juni-2015-Termin. Ein Gewinnturbo auf den Sommer hin kann ja wohl nicht schaden. (Zweite Raketenstufe: Angsthasenstrategie)

> Und zum Schluss noch dieses: Vor kurzem kam es auf dem Finanzplatz Zürich zu einem Personenschaden. Ein Fondsmanager kaufte zweimal innerhalb dreier Monate im falschen Moment einen Titel in der Kategorie von einer Marktkapitalisierung zwischen 7,5 und 10 Milliarden Franken. Die wilden Bocksprünge dieses Titels konnte er nicht mehr verkraften. (Ehrendes Andenken)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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