Die im freiburgischen Wünnewil ansässige Comet rast auch diese Woche ungebremst in den Börsenhimmel: +5,1%. Mit einer Marktkapitalisierung von 257 Millionen Franken ist diese Firma ein Zwerg gegenüber den Schwergewichten wie etwa der UBS mit einer Marktkapitalisierung von 67 Milliarden Franken. Aber die Aktionäre sind absolute Champions League. Ich darf Ihnen die Mannschaftsaufstellung (prozentualer Anteil am Aktienkapital) vorstellen: UBS (5%), Pictet Fonds (4,9%), Swisscanto, die Fondsgesellschaft der Kantonalbanken (4,8%), Matter Group (4,4%), Blackrock (3%). Ich sage kurz und bündig: wiederholter Kauf mit Augenmass. (Neues Kursziel: 368 Franken)

> Schon das doppelte Gewicht auf die Börsenwaage bringt der nächste Spezialkandidat unter der Rubrik «Swiss Innovation Stars»: die in Thalwil ansässige U-Blox AG. Obwohl der Titel des GPS-Komponenten-Herstellers schon in diesem Jahr heiss gelaufen ist, (+116%) würde ich ein nochmaliges spekulatives Engagement eingehen. Der US-Fondsgigant Blackrock ist mit rund 5% am Unternehmen beteiligt, und der am 31. Oktober 2013 vermeldete Kauf von zusätzlichen 16 886 Anteilen zeigt, wohin die Marschrichtung geht. Von den finanziellen Kennzahlen her noch leicht unterbewertet. (Nochmaliger Kauf mit Kursziel +12%)

> Einen Gang höher geschaltet hat der Urner Börsen-Stier Dätwyler Holding: +4,3%. Trotz eines Zwischenjahres kommt es zu einem epochalen Triumphzug. Der SMI als Torero mit nur +20,6% wird durch den Jahreszuwachs von 33,2% der Dätwyler Holding regelrecht aufgespiesst. Ich sage kurz und bündig: Die Zielflagge in Sachen Performance ist noch nicht erreicht. (Halten – 128 Franken im Jahr 2014)

> Hallo David Dean, Chef des Zuger Schraubenherstellers Bossard Holding: Schon jetzt in Playoff-Form? Das geht zu schnell für meine Leser. +50,9% seit Jahresanfang – und das super ambitiöse Kursziel von 200 Franken ist in Reichweite gerückt. (Halten)

> Glänzende Börsenwoche für Peter Spuhler mit seinen Babys: Autoneum +7,8%, Rieter +2,2%. Beide Firmen sind ausgezeichnete Nischenplayer und haben verstecktes Kurspotenzial. Ich sehe beide Titel noch 12% höher. (Stop loss bei Autoneum auf 112 Franken erhöhen)
> Kaufen Sie ruhig erneut zusätzliche Positionen bei der Basler Lonza-Gruppe: +2,5% in dieser Woche. Das Quartalsergebnis hat auf der ganzen Linie überzeugt. Hier erstehen Sie einen Qualitätstitel, der fundamental leicht unterbewertet ist, obwohl er schon fast 70% in diesem Jahr angestiegen ist. (Halten/Kaufen)

> Nur kurz habe ich mich aufgeregt, als Wochen nach meiner Kaufempfehlung ein Finanzprofessor sich negativ über die Kursperformance des Investmentfonds von Warren Buffet ausliess. Ja, es stimmt, dass auch dieser Superinvestor nicht jedes Jahr top war, aber eine aktuelle Jahresperformance des Berkshire Hathaway mit hier und jetzt +28,2% seit dem 1. 1. 2013 spricht für meine Empfehlungsqualität. (Halten)

> Nochmals höher ging es mit dem BB Biotech (ISIN: CH0038389992): +3,2%, und am Montag wird der Titel einen neuen Jahreshöchsttand feiern. Wie würde unser ehemaliges Leichtathletikschätzchen Anita Weyermann kurz und trocken sagen: «Gring ache und u seckle». Ich sage es noch direkter: Halten und geniessen!

> Mit der Bekanntgabe des mehr als durchzogenen 3. Quartalsergebnisses 2013 verstehen Sie meine Aussage vom 20. Oktober 2013: «Früher war es meine Königsdisziplin, Gewinnschätzungen auf das Jahresergebnis oder Quartalsergebnisse der UBS sowie Verlustberechnungen auf den US-Hypotheken-Basket abzugeben. Doch von dieser Tradition bin ich für einmal abgerückt.» Sergio «Fabuloso» Ermotti als CEO wird nun nochmals die Personalaxt schwingen. (Halten, UBS kommt zurück – trust in Sergio). Jetzt wurden für einmal die Käufer der UBS-Besserwisser-Option flachgelegt. Oder anders herum gesagt, «les jeux sont faits» im Börsenkasino, bevor die Laufzeit der Option endet. Aktuelle Situation: Totalverlust, kann sich aber noch ändern – doch die Chancen für eine positive Wendung sind geringer als ein Sechser im Schweizer Zahlenlotto.

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Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.

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