> Minus 1,84% beträgt die Jahresperformance des Swiss Market Index (SMI) 2015. Es gibt einen europäischen Börsenmarkt im hohen Norden, der die Investoren von nah und fern mehr als begeistert: Es handelt sich um den dänischen Leitindex OMX. Und wie immer können Sie dabei sein. Mit unserer Prime Selection, dem Rib-Eye-Steak der Aktienauswahl, sieht das Ergebnis überwältigend aus. Darf ich vorstellen: unsere alten Bekannten Pandora A/S mit +75,37%, Novo Nordisk mit +55,87%, Novozymes A/S mit +28,43% (berechnet in Lokalwährung über ein Jahr hinweg). Und dazu gibt es eine herzige Anekdote vonseiten eines Lesers: Auf Whatsapp erhielt ich ein Bild aus Moskau mit der Überschrift «Pandora, beste Lage, Nähe Roter Platz!». Als Anleger können Sie weiterhin zum dreifachen Axel (Königssprung im Eiskunstlauf) auf dem Börsenparkett ansetzen. Obwohl der Titel seit Ende 2011 richtiggehend explodiert ist, werden Sie auch im frisch gestarteten Jahr 2016 mit diesem Papier beste Aussichten auf der schlüpfrigen Unterlage haben. (Dreifacher Axel)

> Mit dem Torinstinkt der Basler Strafraumkobra Marc Janko schaffte Magdalena Martullo-Blocher, Chefin der Ems-Chemie (Börsensymbol: EMSN SW), das Kunststück, sieben Jahre hintereinander mit den Aktien des 10-Milliarden-Franken-Unternehmens einen höheren Schlusskurs zu erzielen. Mit grosser Spannung warte ich nun ab, ob es zu einem Lieferantenwechsel des japanischen Autogiganten Toyota in Sachen Airbag-Komponenten kommt. Jedenfalls kann ich Ihnen in der Zwischenzeit eine neue Vorabmeldung übermitteln: Der deutsche Autoanbieter Mercedes-Benz wird neue Grossaufträge in Bearbeitung geben. Und last but not least: Ein Viertel aller weltweit verkauften Brillenkunststoffgestelle basiert auf der Technologie der Ems-Chemie. Fazit: Obwohl der Titel am oberen Rand der Bewertungsskala liegt, heisst es volle Kraft voraus. Es ist noch nicht alles Pulver an der Börse verschossen. (Höchstkurse ohne Kursmanipulation)

> Beeindruckend ist der Schlussspurt im vierten Quartal 2015 des von Etienne Jornod als VR-Präsident geführten Berner Pharmadistributors Galenica (Börsensymbol: GALN VX): +99% 2015. Grosser Sieger im Hintergrund ist Martin Ebner, der mit seiner Patinex den Milliarden-Jackpot abholt. Nun gilt es, einen würdigen Nachfolger zu finden. Hier gibt es zwei Werte, die mit einem hervorragenden Management und ausgezeichneter Produktpositionierung aufwarten: den Basler Dentalkonzern Straumann (Börsensymbol: STMN SW) sowie den zürcherischen GPS-Komponentenhersteller U-Blox AG (Börsensymbol: UBXN SW). Obwohl beide Titel stark nach oben tendierten, sollten rund 18% bis Ende Jahr an Wertzuwachs drinliegen. Wobei ich U-Blox noch mehr Potenzial beimesse, obwohl der Titel schon 2015 rund 56% vorwärtsgemacht hat. (Topempfehlungen für 2016, made in Switzerland)

> Thomas Ebeling, der beste schweizerische Medien-Managementexport seit Roger Schawinski nach Deutschland, hat ein Glanzjahr hingelegt. Als CEO von ProSiebenSat1 (Börsensymbol: PSM GY) konnte er den Börsenwert des Unternehmens zum ersten Mal aufeine Marke über 10 Milliarden Euro hieven. Mit einem Zuwachs von 42% innerhalb eines Jahres hat er mehr als die vierfache Wertsteigerung des DAX-Indexes erzielt. Die damalige Niederlage, nicht Chef des Basler Konzerns Novartis zu werden, kann er nun mit einem lachenden
Auge beiseiteschieben. Der Kurs seines Aktienpakets am deutschen Medienkonzern nimmt mittlerweile schwindelerregende Höhen an. Wir gratulieren herzlich. Und geht es im gleichen Tempo weiter, ist eine Dividendenrendite von 5% bei gleichbleibendem Aktienkurs im Jahr 2017 nicht ausgeschlossen. (Exportschlager)

> Aufpassen sollten Sie beim Portable-Hersteller Apple: Der grosse technologische Wurf der letzten Jahre fehlt irgendwie. Und auch das neue iPhone 7, das Anfang April 2016 vorgestellt wird, scheint nicht gerade Begeisterungsstürme auszulösen. Daher würde ich auch hinsichtlich des Apple-Zulieferers Austriamicrosystems (Börsensymbol: AMS SW) sehr zurückhaltend sein. Ich habe mich in der Zwischenzeit informiert, welche Preise für die österreichischen Wunderchips bezahlt werden (Internet-Recherche) – beängstigend tiefe. Ich hätte nie gedacht, dass solche Qualitätsprodukte auf einem solchen Niveau angeboten werden. Wie die immensen Forschungskosten bezahlt werden können, bleibt trotz den enormen Verkaufszahlen ein grosses Rätsel. (Abstossen von Apple-Zulieferern, dies ist die x-te Warnung)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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