CS GLÄNZT MIT VERLOREN GEGLAUBTEM

Der oft kritisierte CS Euroreal konnte trotz Rücknahmestopp um 600 Millionen Franken wachsen.

VON BORIS FELDMANN

CS-Chef Brady Dougan, Hobbymarathonläufer und verhinderter Velofahrer (der Sicherheitsdienst verbietet ihm das Radfahren), sitzt fester im Sattel denn je, und die Schweizer Fraktion wird ihn auch künftig nicht mit einem Brienzer aufs Kreuz legen.

Der viel gescholtene CS Euroreal (Immobilienfonds in Deutschland) konnte in den letzten 9 Monaten trotz Rücknahmestopp rund 600 Millionen Franken einsammeln – was eine Megaleistung darstellt. Wir sind weiterhin positiv auf die CS eingestellt und setzen das Kursziel neu auf 60 Franken (Kauf).

Die UBS-Aktie ist diese Woche auf über 17 Franken gestiegen. Grund zur Freude für all jene «Sonntag»-Leser, die unserem damaligen Ratschlag gefolgt und bei rund 9.50 Franken bei You & US eingestiegen sind. Aber Vorsicht jetzt: Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Wir stellen die Aktien zum Verkauf und sagen: «Well done.»

Der deutsche Finanzunternehmer und Swiss-Life-Investor Carsten Maschmeyer lacht sich wohl krumm über Schweizer Anleger, die sich das Filetstück Marke Swisslife vor der Nase wegschnappen liessen. Wir sind immer noch käufig auf diesen Titel und setzen auf eine germanische Übernahme, nachdem die Talanx- Boys sich dem Beutestück völlig verschrieben haben und die Bâloise vorderhand links liegen lassen.

Jedenfalls ist eines sicher: Die Zufallsbegegnung im Zug von Genf nach Zürich mit den Übernahmespezialisten im Versicherungsbereich des amerikanischen Börsengiganten «lieber morgan als übermorgen» hat sich für unsere Leser ausbezahlt.

Letzte Woche empfahlen wir an dieser Stelle, dem eigenen Depot ein paar Nobel-Biocare-Aktien zu implantieren. Nun, der Kurssprung betrug diese Woche satte 9,9 Prozent. Obwohl sich Nobel-Biocare-Chef Domenico Scala in allen Interviews gegen ein feindliche amerikanische Übernahme wehrt, haben die sensationell anmutenden Quartalszahlen neue Jäger angelockt, die sich mittels gedeckter Call-Verkäufe (Kauf der Aktien und gleichzeitiger Verkauf von Verkaufsoptionen) an den Überflieger im Dentalbereich heranpirschen.

Mittels dieser Strategie wird der Einstandspreis massiv reduziert, und gleichzeitig kann unter besonderen Voraussetzungen die Meldepflicht verzögert oder teilweise umgangen werden. Wir empfehlen, auf diesem Kursniveau einen «gedeckten» Call zu verkaufen – bei einem Ausübungspreis von 30 Franken auf den Dezembertermin.

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